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    Nein der Dörferliste

    Alexander Überbacher, Bürgermeister von Natz-Schabs

    Alexander Überbacher, Bürgermeister von Natz-Schabs

    Der neugewählte Bürgermeister von Natz/Schabs, Alexander Überbacher, hat entschieden, welche Räte er in den Ausschuss berufen will.

    Nach „sachlichen und guten Gesprächen“ mit allen Listen hat der neugewählte Bürgermeister von Natz/Schabs, Alexander Überbacher, den Vorschlag für den Gemeindeausschuss vorgelegt.

    Als Vertreter für die Ortschaften Natz und Viums soll der Gemeinderat mit den meisten Vorzugsstimmen, Helmut Plaickner, in den Ausschuss ziehen. Für Schabs mit Georg Zingerle und Aicha mit Hubert Rienzner schlägt der Bürgermeister jeweils die meistgewählten Räte der SVP Listen Schabs und Aicha vor.

    Die Belange der Fraktion Raas sollen durch die neu gewählte Rätin Carmen Jaist vertreten werden, wodurch auch der Frauenquote Rechnung getragen wird.

    „Damit steht der neue Gemeindeausschuss im Zeichen eines Neustartes, da mit mir auch drei neue Referenten in Zukunft im Ausschuss arbeiten werden“, so Alexander Überbacher.

    In den Verhandlungen mit allen Listen wurden den neu gewählten Gemeinderäten der Dörferliste Andreas Köck und Sonja Rienzner die Betreuung der Belange des Ortsteiles Raut und der Vorsitz im Bibliotheksrat und Bildungsausschuss angeboten. Des Weiteren werden sowohl Dörfer- als auch Bürgerliste periodisch zu Sitzungen des Gemeindeausschuss eingeladen, um sie über anstehende Projekte und Entscheidungen zu informieren und darüber zu diskutieren. Dadurch können frühzeitig ein breiter Konsens gefunden und nachhaltige Entscheidungen getroffen werden.

    „Gemeinsam können wir die Anliegen der Bevölkerung am besten wahrnehmen“, betont Überbacher. „Wir sehen das als richtigen Schritt um Vertrauen aufzubauen und wollen die Zusammenarbeit mit allen Listen dadurch stärken“.

    Aufgrund dieses Angebots zur Zusammenarbeit erwartet sich die SVP-Fraktion ein Zeichen des Vertrauens der Dörferliste, indem ihre Räte bei der für Donnerstag einberufenen Ratssitzung dem Vorschlag zur Bildung des Ausschusses zustimmen.

    +++ UPDATE +++

    Die Dörferliste bockt:

    „Mit dem ersten vorgebrachten Vorschlag von Seiten des Bürgermeisters und der SVP-Vertreter – Übertragung kleinerer Bereiche unter der Bedingung bei der 1. Gemeinderatssitzung für den reinen SVP-Gemeindeausschuss zu stimmen – können wir als stärkste Liste in Schabs nicht einverstanden sein. Wir von der Dörferliste sind gerne bereit auf Augenhöhe zusammen zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Hierfür müssen allerdings die Voraussetzungen geschaffen werden. Konstruktive Mitarbeit bedeutet auch Entscheidungsfähigkeit und diese besteht nun mal im Ausschuss.“

    In der Aussendung heißt es weiters:

    „Die Besetzung des Gemeindeausschusses mit drei neuen Gesichtern, bedeutet für die SVP Erneuerung. Die Bürger, insbesondere jene von Schabs wünschten sich, dass sich Erneuerung im geänderten Demokratieverständnis zeigen würde. Wie bei der Aussprache von uns vorgebracht, wäre es sinnvoll, für den Hauptort Schabs zwei Referenten zu benennen – einen von der SVP Schabs und einen von der Dörferliste. Zwei Drittel der Wähler von Schabs haben bei den Neuwahlen der SVP den Rücken gekehrt. Einerseits gilt es diesen Teil der Wählerschaft bei der Zusammensetzung des Ausschusses zu berücksichtigen, andererseits fällt im Hauptort Schabs sicher genug Arbeit für zwei Referenten an. Wir hoffen deshalb auch auf die Unterstützung der SVP-Vertreter, insbesondere jenen von Schabs, die vor den Wahlen immer von ,Miteinander und nicht Gegeneinander‘ sowie von Dialogbereitschaft gesprochen haben. Jetzt gilt es ein Zeichen zu setzten, und diese Wahlversprechen auch in die Tat umzusetzen.“

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    Kommentare (16)

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    • bernhard

      Bravo! Da kann man optimistisch sein! Ein engagierter Bürgermeister mit klaren Vorstellungen: Leute, die was tun und bewegen wollen mit einbinden und zu einen Team formen, reinen Mistmachern und Keksern von vorneweg die Bühne nehmen…Vielleicht klappts ja in anderen Gemeinden (->Freienfeld) im Mai auch so ähnlich!

      • Garuda

        @bernhard

        Da kann ich Ihnen nur zustimmen.

        Der neue Bürgermeister scheint ja vor Tatkraft zu sprühen. Und man kann ihm nur alles Gute wünschen. Er hat das Potential, die Gemeinde zu befrieden.

    • Lustig

      Bravo Alex, so macht man einen Ausschuss. Andere Vorgangsweise als die Pfuscherei im Mai. Gute Arbeit.

    • Herrgott

      Nun können die Äpfelbauern wieder ordentlich abspritzen.

    • Luis

      Svp was anderes erwartet ?

    • bernhart

      Das Wahlergebnis interessiert den Herrn Bürgermeister anscheinend nicht! Er sollte soviel Respekt haben und die Bürgerliste und Ortsliste mit einbinden ,SVP hat die Wahl nicht alleine gewonnen,die Sitze sollte gerecht nach den Vorzugsstimmen besetzt werden. DAS LAND GEHÖRT NICHT NUR DER SVP:

      • Garuda

        @bernhart

        Glauben Sie dass das Land irgendwo anders nur einer Partei gehört?

        Gibt es aber eine Absolute, so regiert numal eine Partei. Überbachers Angebot ist wirklich eine Aufruf zur Zusammenarbeit. Oder wie ernst meinte es die Dörferliste denn wirklich mit dem neuen Zusammenhalt und und mit der Friedfertigkeit?

    • George

      Demokratie scheint hier für manche ein Fremdwort zu sein, denn Friedfertigkeit bedeutet nicht über den Rest den Teil der Wähler, die nicht SVP gewählt haben einfach hinweg zu fahren

      • bernhart

        Ich hoffe der neugewählte liest deinen Kommentar.

      • Garuda

        @George

        Der User namens George gibts sich staatsmännisch. So als ob er gerade der neugewählte österreichische Staatspräsident wäre, denn jener verspricht nach einer eventuellen Stichwahl auch der Staatspräsident aller (auch jener, die ihn nicht gewählt haben) zu sein.

        Denn jede/r andere RegierungschefIn schert sich kaum um die Befindlichkeit der bei der unterlegenen Wahlparteien nach einer Regierungsmehrheit, außer es sei etwas auf einer 2/3 Mehrheit zu beschließen.

        Dies ist nun mal in den Gemeinden nicht erforderlich.

        Aber der gscheite George weiß ohnehin immer alles besser, da ist es ihm auch egal, wenn die Dörferliste einer rechten Südtiroler Partei nahesteht.

        George ist einfach nur ein frustrierter Linker, der gerne das Sagen hätte und niemand hört ihm zu.

        Sowas nenne ich einfach Pech, oder Schicksal, für die Mehrheit ein Glück.

    • Lauterfresser

      Mitarbeit einfordern heißt zunächst VERANTWORTUNG übertragen, Referat mit Stimmrecht im Ausschuß anbieten !
      Ist denn unter den gewählten Räten ,welchen mehr als 40% der Wähler das Vertrauen geschenkt haben , nach Ansicht des BM keiner würdig einen Platz im Ausschuß zu bekommen ? Das ist keine neue Art von Zusammenarbeit wie laut verkündet wurde, sondern ist svp Käse in Reinkultur wie sie in allen Gemeinden wo svp die absolute Mehrheit praktiziert wird .

    • Chris

      Die sogenannte Dorfliste macht sich lächerlich. Die haben ja nur 2 Sitze geholt und deshalb soll ihnen Überbacher einen Ausschussplatz geben?

      Die Pseudo-Liste soll den Natz-Schabsern zuerst erklären warum ihr Listen-Logo fast identisch mit dem Logo der Südtiroler Freiheit ist? Warum erscheint die angeblich unabhängige Liste auf der Homepage der Südtiroler Freiheit?

      Schaut so aus dass die SF die patriotische Dorfliste finanziert. Vertrauenswürdige Zusammenarbeit mit der parteilichen SF-Dorfliste kann ich mir deshalb nicht vorstellen.

      • Garuda

        @Chris

        Ganz richtig, was Sie hier schreiben. Als ich das Logo der Dörferliste gesehen habe, hat mich das sofort auf das Symbol der SF erinnert. Und tatsächlich, bei einem Blick auf die Homepage derselben wurde ich fündig.

        Nur gut, dass Sie das hier deutlich sagen, denn viele wissen um den versuchten, geheimen Schwindel der Dörferliste wenig bis nichts.

      • Helmuth

        Zum Glück gibt es patriotische Südtiroler und Listen. Angesichts der derzeitigen italophilen SVP Politik wundert es nicht, wenn immer mehr Südtiroler für das Los von Rom sind – gleich wie.

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