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    Verschuldete Gemeinden

    schulden gemeindenSüdtirols Gemeinden sind mit 725 Millionen Euro verschuldet. Das sind 1.423 Euro pro Kopf. In Vöran sind es sogar 4.385 Euro. Jetzt gibt es einen Plan, um die Schuldenberge abzubauen.

    von Heinrich Schwarz

    Es gibt Gemeinden, die stets versuchten, ihre Ausgaben in Grenzen zu halten. Andere Gemeinden hingegen verschuldeten sich zunehmend, um Investitionen tätigen zu können. Eine davon ist Vöran. Die 940-Seelen-Gemeinde hatte mit Stichdatum 31. Dezember 2014 eine Restschuld auf Darlehen von 4,1 Millionen Euro.

    Jeder einzelne Vöraner ist mit 4.385 Euro verschuldet. Das ist der absolute Spitzenwert in Südtirol.

    Eine hohe Pro-Kopf-Verschuldung gibt es auch in Tramin (3.765 Euro), Sterzing (3.640 Euro), Tiers (3.618 Euro), Kurtinig (3.270 Euro), Kaltern (3.127 Euro) und Bruneck (2.981 Euro).

    tabelle schulden

    Am sparsamsten sind die kleinen Gemeinden. Waidbruck hat die Restschuld im Vorjahr sogar komplett abbezahlt.

    Betrachtet man alle 116 Kommunen, lag die Restschuld auf Darlehen im Jahr 2009 bei 1,2 Milliarden Euro. Am 31. Dezember 2012 waren es 897 Millionen Euro und Ende 2014 nur noch 725 Millionen Euro. Pro Einwohner sind dies 1.423 Euro.

    Trotzdem: Südtirols Gemeinden sind immer noch hoch verschuldet. Jährlich fallen rund 40 Millionen Euro an Zinsen an.

    LESEN SIE IN DER MITTWOCH-AUSGABE DER TAGESZEITUNG:

    • Die Liste aller 116 Gemeinden mit ihren Schuldenständen
    • Wie man die Schuldenberge jetzt noch schneller abbauen will

     

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    Kommentare (46)

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    • ......

      Grund der Verschuldung? Ist der Bürger Schuld? Werden jetzt die Gemeinden, nachdem sie der Bevölkerung jeden Cent aus der Tasche gezogen haben, von Banken finanziert? Dass jeder Bürger noch dazu, unschuldig zum Finanzsklaven wird? Ist das der Plan?

      • Daniel

        Du sagst es ja selber: Bürger!
        Du bist nicht nur Mensch, sondern auch Bürger und bürgst für deine Gemeinde und deinem Staat: Staatsbürger!
        Willst du mehr hören/lesen?
        Brauchst nicht! Du bürgst für deine Gemeinde, deinem Land, deinem Staat! Gehen diese Konkurs, bürgst du Bürger, ganz einfach 🙂 🙂

        • ......

          Genau, und da jeder „mündige“ Bürger seinen gesetzlichen Vertreter gewählt hat, steht er auch dafür gerade, wenn der Mist baut. Dass ist der Grund warum es Wahlen gibt.

          • Ulrich

            Sag mal, glaubst du all das, was du hier so von dir gibst, eigentlich auch selber oder möchtest du nur, dass andere dies glauben?

            • ......

              Ich glaube es nicht, ich weis es.

            • Ulrich

              Du weißt nichtmal, dass du nichts weißt.

            • Martin

              Ulrich dann schlaf weiter. Gute nscht. Hoffentlich wirst du nicht ganz grausig aus deinem Schlaf gerissen. Du Bürge(r) von schulden die du nicht gemacht hast sondern die leute die du gewählt hast sofern du zu den wahlen gegangen bist

            • Ulrich

              Ich weiß nicht wie hoch meine Heimatgemeinde, der Ritten, verschuldet ist, aber diese Summen reißen mich bestimmt nicht aus dem Schlaf. Natürlich bin ich wählen gegangen. Wer nicht wählt ist selber blöd und ist der Letzte der sich über die Politik aufregen darf.

      • BatMan

        Die Schulden sind systemimmanent und können nicht zurückgezahlt werden.

        „Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh;“
        – Henry Ford (1863-1947), Gründer der Ford Motor Company

    • Andreas

      Berlin hat ca. 3,5 Millionen Einwohner und ca. 60 Milliarden Schulden.
      Also ca. 17.000 Euro je Einwohner, unsere 1.423 Euro sollten also nicht das große Problem sein.
      Nebenbei kriegen wir im Gegensatz zu den Berlinern es hin, einen Flughafen zu bauen. 🙂

        • Andreas

          Könntest Dir eine Scheibe oder 2 abschneiden, oder? 🙂

          • George

            Andreas will wohl, dass auch wir so weit kommen wie die Berliner. Seine einstellung führt uns da hin.

            • Andreas

              Hast recht, wir sollten Investitionen bleiben lassen und Eurer Lieblingbeschäftigung, in Juteklamotten Frösche über die Straße tragen, nachgehen.
              Das kostet nichts und beruhigt ungemein das ökologische Gewissen und es ist auch sehr nachhaltig, denn die Frösche sind ja nun auf der anderen Straßenseite. 🙂

            • Patrick

              1. Es sind Kröten die über die Straße gebracht werden, nicht Frösche.
              2. Die Kritik an dein Argument in Berlin haben sie mehr Schulden finde ich schon richtig. Wie die Lehrerin in der Volksschule zu uns sagte: „und wenn die anderen von der Brücke runterspringen, tut ihr es auch?“ Nur die dummen Kinder haben mit „ja“ und Gekicher geantwortet.
              Aber bitte es ist sicherlich sinnvoll immer mehr Schulden zu machen, für Dinge die wir nicht brauchen. Wenn die Bank uns kein Geld mehr gibt, dann sperren wir das nächste Krankenhaus zu.

            • George

              Hat Andreas das etwa von seinen früheren Geschreibsel kopiert? Das habe ich schon öfter gelesen. Damit liegt er aber völlig fehl am Platze, weil er damit vor allem Kinder trifft, die s olch eine Sensibilität haben. Andreas kennt das gar nicht mehr und kann auch nicht mehr zwischen wirklichem Geschehen und eigenen Vorstellungen unterscheiden.

      • ciao svp

        flughäfchen. viel mehr flüge gehen da auch nicht weg …

      • besserwisser

        @Andreas: der Vergleich spiegelt ja wieder mal den südtiroler größenwahn wieder! nachdem wir ja immer so weltgewandt sind müssen wir uns ja auch mit berlin vergleichen gell!
        zum thema: öffentliche verwaltungen sollen das ausgeben was sie haben – und nicht mehr, dazu haben sie kein recht weil sie spätere generationen belasten und selber nicht mehr da sein werden.
        spekulation und unternehmertum gehört in die privatwirtschaft!
        die verschuldungen kommen auch daher weil die feuerwehrhäuser und die turnhallen und die schulen und die kindergärten usw. immer größer und besser als die des nachbarn sein müssen!
        südtiroler größenwahn nennt sich das!
        sie als svpler sehen das sicher anders!

        • Andreas

          Ich könnte Dir jetzt erklären, dass es sehr wohl sinnvoll sein kann, wenn die öffentliche Verwaltung Schulden macht und genau so, dass Berlin nichts besonderes ist, da dort auch nur Menschen leben und wir im Gegensatz zu denen keine Schwimmbäder schließen, Schulen instandhalten und Straßen reparieren, doch das mache ich nicht, da Du es sowieso nicht kapierst.

      • BatMan

        @Andreas
        Dein Vergleich mit Berlin hilft den Gemeinden sicher sehr weiter. 🙂 🙂 🙂

    • Einereiner

      Die Berechnung für Bruneck stimmt schon mal nicht. Denn Bruneck hat keine 19000 Einwohner sondern so um die 15000. Und somit 3700 Euro Schulden pro Kopf.
      Ausserdem ist diese Tabelle veraltet. Seit heuer müssen nämlich die Schulden der gemeindeeigenen Betriebe (z. B. Schwimmbad oder Stadtwerke) dazugerechnet werden. (was ja auch logisch ist, denn der Bürger muss beide abbezahlen).
      Dann kommt Bruneck irgendwo in die 100 Millionen-Gegend und somit auf 6600 Euro pro Kopf.

      • Heinrich Schwarz

        Bruneck hat zwischen 15.000 und 16.000 Einwohner, also stimmt die Zahl für 2014. Ihre 3.700 Euro beziehen sich auf die vorhergehenden Jahre. Demnach ist die Tabelle nicht veraltet, sondern für Sie sogar ganz neu 😉
        Die Redaktion

        • Einereiner

          @Heinrich Schwarz
          Ich glaube nicht, dass die Zahl 46 Millionen Euro für Bruneck Ende 2014 stimmt. Wie soll Bruneck in einem Jahr von 56 auf 46 gekommen sein?
          Sollte die Gemeindeverwaltung Ihnen diese Zahl genannt haben, dann recherchieren Sie mal nach….allzu kreative Buchführung war nur zu Berlusconis Zeiten erlaubt….

          • Buchhalter

            Nicht nur für Bruneck, auch für andere Gemeinden scheinen die in der heutigen Tageszeitung veröffentlichten Zahlen nicht zu stimmen. Hat die Tageszeitung auf eine fehlerhafte Datenquelle zurückgegriffen?

            • Heinrich Schwarz

              Sämtliche Zahlen gehen aus einer von Landesrat Arnold Schuler beantworteten Landtagsanfrage hervor. Das Land dürfte die Zahlen zuvor von den einzelnen Gemeinden angefordert haben.
              Die Redaktion

      • Martin

        Flüchtlinge die noch kommen schon dazugerechnet. Deswegen werden sie ja vertrieben damit sie Schulden in europa übernehmen. Comprende?

    • Daniel

      Schulden sind nicht gleich Schulden!

      Die Brunecker sind schlau und tätigen Investitionen zu günstigen Konditionen, also zum richtigen Zeitpunkt. Die Reipertinger Sportanlagen GmbH (Hallenbad, Freibad, etc.) wurde z.B. komplett entschuldet. Die Stadtwerke schreiben satte Gewinne. Von dem her zeugen Schulden sogar für eine tüchtige Verwaltung.

      Schlechter sieht es da in Sand in Taufers aus, denn dort schreiben gemeindeeigene Betriebe Jahr für Jahr negative Zahlen. Dort müssen sich der BM und der Gemeindesekretär einen guten Sanierungsplan ausdenken.

      • Einereiner

        Womit schreiben denn die Brunecker Stadtwerke satte Gewinne?
        Mit einem hohen Strompreis für die Brunecker Bürger.
        Mit einem hohen Fernwärmepreis für die Brunecke Bürger.
        Die Fehler der Brunecker Gemeindepolitik zahlen die Brunecker Bürger über die Strom und Wärmerechnung.

    • kalterer

      wir kalterer siind stolz, dass wir trotz unserer politischen bedeutungslosigkeit in einer wertung auch mal ganz vorne dabei sind!

    • Thomas Egger

      Schulden sind nicht gleich Schulden.
      Nimmt eine Gemeinde z.B. ein großes Darlehen auf, um in ein neues, gewinnbringendes E-Werk zu investieren (welches – trotz der jährlichen Darlehenstilgung- noch einen Gewinn für die Gemeinde abwirft) oder nimmt eine Gemeinde ein Schulbau-Darlehen auf (dessen Tilgung gemäß Schulbautengesetz zu 90% über entsprechende Beiträge vom Land erfolgt), kann das nicht mit einem Darlehen für z.B. ein Hallenbad verglichen werden.
      Nur auf die wenig aussagekräftige reine Verschuldungssumme zu achten (und diese dann auch noch in eine Pro-Kopf-Verschuldung umzurechnen), ist wenig aussagekräftig.

      • kalterer

        mitn geld von die oan groass tean …
        ich erwarte mir von einer öffentlichen verwaltung seriöses und sparsames haushalten. unternehmer spielen muss man auf dem privatmarkt!
        in der öffentlichen verwaltung gibt man das aus was man hat – basta!

    • ......

      Was ich mich frage, Südtirol hat 2013 z.B. ca. 450 Millionen von der Eu wegen der Zuwanderer bekommen. Zweitgrösste Einnahmequelle im Land. Nach den Steuern. Jetzt ist es wahrscheinlich doppelt soviel. Wo geht dieses Geld hin? In den Sprachkurs? Wie viel bekommt jeweils die Gemeinde?

    • Patrick

      450 Millionen? Gibst da auch Quellen oder hast du das in einer Bar aufgefangen?

    • Montagabend

      Dies ist wieder ein typischer Tageszeitung Artikel, der nur darauf aus ist die Leute in den Gasthäusern gegen alles öffentliche aufzuwiegeln.

    • Frage?

      Was haben Bozen und Berlin außer dem Anfangsbuchstaben gemeinsam?

      Kein Flieger startet von der neuen Piste……………..

    • Buchhalter

      Herr Schwarz, die Restschuld sagt wenig aus. Eine bessere Aussagekraft hätte die jährliche Netto-Darlehensbelastung (=Ammorisierungsraten abzüglich Zinsbeiträge des Landes). Ob die Schulden einer Gemeinde im Vergleich zu anderen hoch sind, hängt letztendlich davon ab, was mit den Darlehen gebaut wurde, ob begünstigte Finanzierungsmöglichkeiten ausgenutzt wurden, ob die Investition neue Einnahmen abwirft usw.

    • Spaltpilz

      Mein Schwiegervater lebt im unteren Vinschgau, dort haben sie kein Kulturhaus, kein Hallenbad, aber ein Gemeinde E-Werk mit dem teuersten Strom Südtirols und trotzdem ist die Gemeinde hoch verschuldet.

    • Buchhalter

      Herr Schwarz, ein paar Klicks auf den Internetseiten einiger Gemeinden würde genügen, um festzustellen, ob die veröffentlichten Zahlen stimmen. Zum Beispiel hat die Gemeinde Bruneck veröffentlicht, dass sie im Jahr 2014 insgesamt 5.729.238,57 Euro Schulden getilgt hat.

    • Ossi

      Fakt ist, dass wir zu viele Gemeinden haben, die uns allesamt zuviel Geld kosten. Rationalisieren ist angesagt, die Anzahl der Gemeinden von 116 ist auf die Hälfte zu reduzieren, dann werden sich auch die Kosten halbieren und die Schulden werden sich in Luft auflösen.

      • Lois

        Genau aso isch es:
        116 Gemeinden sind zu viel für Südtirol und zu teuer. 116 Bürgermeister und noch viel mehr Ausschussmitglieder, die alle fürstlich bezahlt werden! Halbieren muss das Ziel sein. Zu halbieren ist die Anzahl der Gemeinden und ebenso die Entschädigungen der Bürgermeister und die Bezirksgemeinschaften sind als nutzlos aufzulösen.

    • anarchoseppl

      Waidbruck…man lese und staune. Meist lese ich hier negative Kommentare bezüglich Kleingemeinden. Diese Kommentatoren begehen Denkfehler, wie man aus dem Artikel entlesen kann. Man sollte Städte in Kleingemeinden aufteilen. Nur dort kann eure vielgepriesene Demokratie funktionieren. Diktatur, Kapitalismus…ist was für die Großen…

    • LUDWIG

      Die Gemeinden täten gut daran, zu sparen; wie wäre es mit einer Streichung kleiner Gemeinden? Eine Gemeinde wie z.B. Prettau mit den paar Einwohnern könnte von der Gemeinde Ahrntal übernommen werden. Solche Beispiele gäbe es genug. Zudem könnte auch beim Personal eingespart werden.

    • goggi

      Und die Gemeinde Mühlbach macht munter weiter.
      Immer mehr ausgeben als man zur Verfügung hat.
      Hier der Ausschussbeschluss dazu.
      https://albopretoriodl.gvcc.net/074/BESCH/2015/074_1_345k.pdf

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