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    Redford und Nolte

    Robert Redford feiert 2016 seinen Achtzigsten, Nick Nolte wird 75 Jahre alt. Zwei alte Herren, die  wunderbar spielen.

    von Renate Mumelter

    Der deutsche Titel für Kwapis “Walk in the Woods” schlägt stark in die Klamaukkerbe, “Picknick mit Bären” bleibt an der komödiantischen Oberfläche, das Gehen im Wald hingegen zeigt, dass es dem Film um mehr geht als um ein paar gut platzierte Lacher. “Walk in the Woods” erzählt vom erfolgreichen Reiseschriftsteller Bill Bryson (Robert Redford), der auf seine alten Tage eine neue Herausforderung sucht und trotz aller Widerstände beschließt, den 3500 Kilometer langen Appalachian Trail zu wandern.  Seine Frau wünscht, dass er den Weg nicht allein geht, und Bill macht sich auf die Suche nach Weggefährten. Der einzige, der sich freiwillig meldet, ist Stephen Katz (Nick Nolte), ein alter Kumpel, deutlich gezeichnet vom Leben. Die beiden beginnen diesen gemeinsamen Weg, kämpfen sich ab zwischen Schwanken und Durchhalten, kommen irgendwann in Übung, in gefährliche Situationen und schließlich sogar in Lebensgefahr. Auf der Heimfahrt sind sie zwar keine anderen Menschen, aber sie sind näher bei sich selbst.

    Die Geschichte beruht auf den Tagebuch-Aufzeichnungen des realen Reiseschriftstellers Bill Bryson. Ken Kwapis ist es gelungen, für diese heitere Geschichte mit Tiefgang zwei mehr als glaubwürdige Protagonisten zu finden. Nick Nolte und Robert Redford sind alt und gehen mit ihrem Alter unterschiedlich um, der eine sportlich und durchtrainiert, der andere gezeichnet vom Leben und von diversen Suchterfahrungen. Das Altsein allein würde natürlich nicht genügen, um auf der Leinwand zu überzeugen. Aber Redford und Nolte sind hervorragende Schauspieler. Dank ihnen ist es Ken Kwapis gelungen, einen Film machen, der wie ein Waldspaziergang daherkommt, unprätentiös, unterhaltsam, entspannend und gar nicht dumm.

    Walk in the Woods (USA 2015), Regie: Ken Kwapis, mit Robert Redford, Nick Nolte. Bewertung: Wie ein Waldspaziergang

    DER TRAILER.

    Was es sonst noch gibt:
    “Janis” von Amy Berg, “Dheepan”, “Ära Durnwalder – Der Abschied” in Bozen und Meran, “Everest” (3D) Kaltern, (2D) Meran

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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