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    Die Sprach-Sanktionen

    Die Sprach-Sanktionen

    Der Abgeordnete Sven Knoll will wissen: Wann kann der Landeshauptmann endlich Strafen bei Verletzungen der Sprachbestimmungen verhängen?

    Vor einem halben Jahr wurde im Landtag ein Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit zum Thema „Gleichstellung der Sprachen“ mit großer Mehrheit genehmigt. Konkret sprach sich der Landtag fast einstimmig dafür aus, dass die Zuständigkeit zur Kontrolle der Einhaltung der Sprachbestimmungen vom Regierungskommissariat auf den Landeshauptmann übergehen sollte. Nun will die Bewegung wissen, wie es um die Umsetzung des Beschlussantrages steht.

    „Bisher ist das Regierungskommissariat für Sanktionen bei Missachtung der Gleichbehandlung der Sprachen zuständig. Strafen wurden in der Vergangenheit allerdings nur ausgestellt, wenn es um Verstöße gegen die italienische Sprache ging“, kritisiert Landtagsabgeordneter Sven Knoll. „Bei den zahlreichen Fällen von Missachtungen des Deutschen, etwa bei Polizeikontrollen, Beipackzetteln oder Warenetiketten, hat das Regierungskommissariat keinen Finger gerührt!“

    Fraktionssekretär Stefan Zelger attestiert: „Wer in Südtirol die italienische Sprache missachtet bekommt massive Probleme, umgekehrt hat man nichts zu befürchten! Solange das Regierungskommissariat die Zuständigkeit für Sanktionen besitzt, wird sich daran auch nichts ändern!“

    Dieser Argumentation folgte auch der Landtag. Die Zuständigkeit zur Kontrolle der Sprachbestimmungen sei beim Landeshauptmann als „obersten Wächter der Autonomie“ besser aufgehoben. Die Süd-Tiroler Freiheit wird diese wichtige Angelegenheit nun weiter verfolgen und hat deshalb eine Anfrage an die Landesregierung gerichtet. Die Bewegung will wissen, ob die Landesregierung bereits beim Regierungskommissariat interveniert bzw. Schritte zur Umsetzung des Beschlussantrages eingeleitet hat.

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    Kommentare (6)

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    • gaga

      Hoi, sven, no net ausgewondert

    • Klaus

      Gaga. Du auch noch hier oder schreibst du aus der Pampa:-))))))

    • sogeatsnet

      Wenn sinnlose Bestimmungen aus Rom bei uns eintreffen oder irgendwo ein deutschsprachiger Südtiroler von einem italienischsprachigen Südtiroler „in die Pfanne gehauen wird“ gibt es einen allgemeinen großen Aufschrei…
      …wenn aber jemand sich bemüht und versucht dagegen etwas zu unternehmen, wird er nur lächerlich gemacht…

      Da kommen jetzt sicher noch weitere Kommentare, die in diese Richtung gehen.
      Schießt euch doch einfach selber ins Knie!

    • dana

      Mit den Flüchtlingen machen bestimmte „Organisationen“ Kasse.
      Mit der Umsetzung der deutschen Sprache lässt sich nicht Kassen vollstopfen. Im Gegenteil der Proporz wird immer und überall ausgehöhlt und das dient der italienischen Sprachgruppe.
      Die Provinz Bozen gilt immer noch als Hochburg von italienischen „Faschisten“.

    • Ingeborg

      Habe neulich für die Führerschein Verlängerung zwei Einzahlungen (was sowieso eine Abzocke ist)per Post machen müssen. Alle Formulare gibt’s nur auf italienisch. Bei Nachfrage gab es beim Beamten die übliche Antwort: siamo in Italia. Dieser Vorfall in Meran.

    • Kassandra

      Wenn wir uns auch nur die kleinste Verfehlung zuschulden kommen lassen, wird hart und ohne Pardon durchgegriffen. Wird das Recht auf Zweisprachigkeit verletzt ist das egal. Wo bleiben hier die Strafen? Aber mit uns kann man es ja machen. Herr Landeshauptmann samt Landesregierung, darf man fragen, was Sie machen? Oder ist das nur ein Kavaliersdelikt, unsere Vergehen aber allesamt richtige Vergehen und somit bestrafenswert.

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