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    Der Leiferer Verrat

    Der Leiferer Verrat

    Die scheidende Bürgermeisterin Liliana Di Fede sagt: Von wegen Blockfreiheit! Die SVP habe für ihren Herausforderer mobilisiert.

    TAGESZEITUNG Online: Frau Di Fede, wie groß ist die Enttäuschung nach einer so knappen Wahlniederlage?

    Liliana Di Fede: Gefreut habe ich mich sicher nicht. Es war mein Ziel, nach fünf Jahren, in denen wir die Grundlagen für eine seriöse Gemeindearbeit und eine gute Verwaltung gelegt haben, weiterzuarbeiten und in der neuen Legislatur wichtige Projekte zu realisieren. Tatsache ist: Die Wahlen sind anders gelaufen und ich gratuliere dem neuen Bürgermeister.

    Wie enttäuscht sind Sie von der SVP, die keine Wahlempfehlung ausgeben wollte?

    Die Wahlempfehlung seitens der SVP ist schon gekommen. Ich habe die Daten der einzelnen Wahllokale analysiert: Es ist offensichtlich, dass zumindest einige Gruppen innerhalb der SVP für meinen Herausforderer mobilisiert haben. Das ist sehr evident.

    Ein Verrat?

    Zumindest von einigen Gruppen.

    Wie geht es nun in Leifers weiter?

    Jetzt ist der Bürgermeister am Zug. Ich habe bereits meine Bedenken ausgedrückt, dass die Mandate, die seiner Regierungskoalition zur Verfügung stehen, sehr knapp sind. Philipp Achammer teilt diese Bedenken. Doch jetzt muss der Bürgermeister seine Arbeit machen.

    Wie geht es mit Ihnen persönlich weiter?

    Ich bin Mitarbeiterin der Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland. Ich habe eine sehr schöne Arbeit als Pädagogin, die ich liebe und zu der ich jetzt zurückkehren werde.

    Bleiben Sie PD-Vorsitzende?

    Das Thema werde ich zunächst in meiner Gruppe besprechen. No Comment!

    Interview: Matthias Kofler

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    Kommentare (20)

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    • Ricky

      Das Herz der svp schlägt naturgemäß rechts, alle anderen Manöver sind Mittel zum Zweck.

    • Franz

      De Fede hat Bürger in entscheidenden Fragen im Stich gelassen und zu wenig helfen können oder zumindest bestimmten Bürgern nicht helfen wollen.
      Wenn der neue BM die vielen verschobenen Arbeiten und Querelen nicht erledigt, wird es für ihn schwierig.

    • Livia

      Ein Wechsel auf den Sesseln der Macht tut immer gut.

    • dana

      De Fede hat viele Arbeiten nicht erledigt oder unzureichend erledigt und sich als „alternativlos“ hin gestellt. Das war unklug und sie wird daraus hoffentlich lernen. Ihr Kollege in Bozen hatte die Situation realistischer eingeschätzt.

    • Rasputin

      Es ist genau das eingetreten was sich viele Forenschreiber gewünscht haben. Keine SVPD mehr sondern SVPdL. Die Zusammenarbeit mit den Faschisten wird sehr fruchtbringend für Südtirol ausfallen.

    • C

      Einen Kompliment der Lieferer SVP: die hat echt alles verstanden!!! Es sieht so aus, als würde die SVP alles mögliche machen um NICHT gewählt zu werden. Aber es gibt sie trotzdem noch die SVP-Wähler…

    • Wahl - intern

      Renzi hat mit dem Rechtsruck eines bewirkt, dass viele Wähler gleich eine rechte Partei wählen.
      Di Fede hat lokal einige Schwächen in der Umsetzung von Altlasten gezeigt und die Bürger haben entschieden, dass es eine andere Person versuchen soll.

    • Frage?

      VERRAT oder SVP Alltäglichkeit?

      Versprechen brechen, ist das nicht schon länger auf der SVP Tagesordnung?

      Wie war das Versprechen um das Steppenflugfeld in BZ?

      Wollte da nicht ein „Exponent“ der SVP so irgendwas um eine Volksbefragung?

      Ein gewisser Herr Z., zuständig für die SVP im Meraner Umland, scheint das immer noch nicht geschnallt zu haben!

      Dort hat die SVP nicht 11% sondern 35% der eigenen Stimmen absolut verloren, der Verlust benennt sich 11% Punkte bezogen auf die 100% möglicher Gesamtwählerstimmen!

      Nicht der „Gruber“, sondern die SVP als SVP hat kläglichst versagt!

      Ernüchternd:

      In Meran versagt,
      in Leifers den Partner verraten,
      in Bozen gerade noch wahrnehmbar,
      im oberen Pustertal sind SVP Bürgermeister nicht mehr zumutbar,
      im Wipptal gerade noch das verdorrte „KLEINE“ Stella Alpina,
      in Sterzing in die Wüste geschickt,
      usw.

      AUFWACHEN!!!

    • Besorgter Bürger

      Es war ja auch immer schon die Ehe von der rechten SVP mit dem linken PD eine höchst interessante und unnatürliche Angelegenheit. Endlich normalisieren sich die Zustände. Vielleicht kann sich der PD jetzt auf Landesebene ja von der SVP emanzipieren anstatt weiterhin nur ihre Dirne zu spielen.

    • dana

      Frau Di Fede wird neue Kräfte sammeln und konnte fünf Jahre lang Erfahrungen sammeln.

    • Herrgott

      Die Fede ist einfach abgrundtief unsympathisch, sie war einfach unwählbar.

    • obsi

      Interessant wie hier alle die Fehler der Frau Di Fede kennen. Keiner bedenkt, dass sie in den vergangenen 5 Jahren mit nur 1 Sitz Mehrheit im Gemeinderat regieren musste und die SVP, oder besser gesagt, bestimmte Gruppen in der SVP keine Gelegenheit ausließen, um Erneuerung zu verhindern und die Eigeninteressen durchzusetzen.
      Und dem Neobürgermeister Bianchi ist es in den vergangenen 5 Jahren nicht gelungen, die öfters wackelige Gemeinderegierung zu stürzen. Dazu hat bei den jetztigen SVP-Koalitionspartnern einfach die Fähigkeit gefehlt.
      Frau Di Fede hatte leider 2 Fehler: 1. ist sie eine Frau und 2. zu sozial eingestellt, und dafür können bestimmte Parteien kein Verständnis aufbringen!

    • Inge

      Für manche Bürger hat Sie nichts oder sehr wenig getan.

    • obsi

      Und was haben ihre Vorgänger Galler und Polonioli getan? Viel Geld für Pläne ausgegeben, die alle nicht verwirklicht sind.
      Welche Pläne gibt es für die Zukunft? Schulen, die seit Jahrzehnten überfällig sind, Sportanlagen in ital. Zonen, Straßenprojekte, die keiner braucht. Fahrradwege, die die Bauern verhindern werden, ……

    • gaga

      Solong die Kirche regierte gabs nur oben und unten, kein re, lx,

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