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    Der Konkurs-Antrag

    Die Unternehmer-Familie Reichegger (ganz vorne: Peter Reichegger)

    Die Unternehmer-Familie Reichegger (ganz vorne: Peter Reichegger)

    Die Staatsanwaltschaft Bozen greift in das laufende Ausgleichsverfahren gegen Hobag ein. Sie hat den Konkurs der Baufirma aus Sand in Taufers beantragt. Wie ihn die Familie Reichegger abwenden will.

    von Thomas Vikoler

    Auch wenn sich Firmenchef Peter Reichegger stets optimistisch gibt – die Zukunftsaussichten des Unternehmens Hobag sind eher schlecht. Wie berichtet, laufen derzeit die Verhandlungen über die Fortführung des Ausgleichsverfahrens und Abwendungen eines Konkurses.

    Am 24. Februar fand am Landesgericht vor einem Richtersenat, bestehend aus der Präsidentin Francesca Bortolotti und den Beisitzern Stefan Tappeiner und Elena Covi, eine Verhandlung statt. Der Anlass: Ein Antrag auf Widerruf des Ausgleichsverfahrens.

    Was bisher nicht bekannt war: Auf der Verhandlung vor gut drei Wochen beantragte der Staatsanwalt Giancarlo Bramante die Eröffnung des Konkurses gegen Hobag. Begründung: Das Ausgleichsverfahren sei aussichtslos. Bramante ermittelt derzeit wegen des Konkurses der Hobag-Tochterfirma ZH (siehe untenstehenden Artikel).

    Eine Entscheidung des Gerichts über den Konkurs-Antrag steht bisher aus. Die Richter gaben den verschiedenen Prozessparteien Fristen für die Darstellung der eigenen Position und die Vorlage von Dokumenten vor. So sollte die Hobag SpA bis Ende Februar Kopien aller ihrer Bankverträge präsentieren. Die Gläubiger der in die finanzielle Schieflage geratenen Firma deponierten ihren Bericht Anfang dieser Woche in der Konkurskanzlei des Landesgerichts. Die Hobag SpA hat bis Freitag Zeit, ihre Position noch einmal darzulegen.

    Dann entscheidet das Gericht, wie es weitergeht.

    Auf der Verhandlung Ende Februar gab es einen partiellen Rettungsversuch seitens der Familie Reichegger, Ihr Anwalt Paolo Benazzo bot eine Ausgleichszahlung für jene Posten an, die direkt auf Gesellschafter und Verwalter der Familie Reichegger in den Gesellschaften Hobag und ZH rückführbar sind.

    Die Höhe des Angebots: 800.000 Euro, bestehend aus einer Barzahlung in der Höhe von 660.000 Euro und dem Verzicht auf ein 140.000-Euro-Guthaben gegenüber Hobag durch den Brunecker Anwalt Dieter Schramm. Schramm ist der Ehemann von Christine Reichegger, die zu den Gesellschaftern von Hobag gehört.

    Bei Zahlung der 800.000 Euro, so der Vorschlag von Anwalt Benazzo, sollten jegliche Forderungen gegen die Exponenten der Familie Reichegger abgeschlossen und das Ausgleichsverfahren fortgeführt werden.

    Die Gläubiger, allen voran die Banken, müssen nun entscheiden, ob sie auf dieses Angebot eingehen.

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    Kommentare (18)

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    • Guenther

      So ein lächerlicher Vorschlag.

    • Puschtra

      Günther, um die eigene Familie zu retten versucht man doch alles.

      Wo haben die überhaupt die 660.000 Euro her, die sie zahlen wollen?

      Das ist doch alles ein Witz, die eigene Haut retten wollen und die Handwerker bekommen wieder mal nichts ab vom Kuchen.

      Wenn da die Banken noch mitspielen, will ich mit unseren Banken nichts mehr zu tun haben.

      • Rosneff

        ja, die Banken spielen natürlich mit und ja es ist auch alles ein Witz ! EIn Blick ins Oberpustertal dieser Tage genügt um zu sehen mit welchen Strategien da vorgegangen wird !
        die Banken?? die verschleppen einen Konkurs nach dem anderen, auf kosten der normalen Arbeiter , die Schuld hat anschließend niemand, wenn Millionen fehlen

      • Hofnarr

        Kuchen hää…..??
        Brotkrümmel für’s INAIL ev.noch Banken die die Situation mit heraufbeschworen haben, durch Großkopfat Hofierung.

    • Skilehrer

      Reichegger hat nicht nur die HOBAG auf den Gewissen sondern auch das Skigebiet Speikboden und das ist noch viel gravierender! Dadurch das jahrelang als Präsident nur abkassiert wurde und er sich nie um die Weiterentwicklung des Skigebietes gekümmert hat besteht am Speikboden seit Jahren totaler Stillstand! Viele Hotels in Sand sind am Ende und mehrere sind bereits in Konkurs bzw. stehen zum Kauf an! Habe den Präsidenten seit nun sicher 2 Jahren nie mehr im Skigebiet Speikboden angetroffen!

    • wipptoler

      das nennt man inploration –
      im eigenem topf verkocht-
      und niemand ahnte nichts? vor jahren?

    • Sybille R.

      Ein Ableger des Systems Südtirol vor seiner Implosion.

    • EBERHARDT

      der Fall ZH (siehe Bericht Tageszeitung vom 18-03-15 „die ZH Bombe“).

      …..der Aufsichtsrat, dem auch der Bozner Wirtschaftsberater Heinz Peter HAGER als Präsident angehörten, kommt im Bericht ebenfalls nicht gut weg. Die Rede ist von „spektakulären Pflicht-Unterlassungen“…….

      Manche Leute sind zwar immer und überall dabei wo da „grosse Rad gedreht“ wird und dann….

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      das untenstehende hat mit dem obestehenden zwar nicht’s nicht zu tun, aber trotzdem drändt sich mir eine Frage auf:

      weiss jemand wie’s beim neuen Projekt Kaufhaus Bozen aussieht, dort wird auch am „grossen Rad gedreht“, Allgemeingut zum Spezialpreis verhöckert (wohlgemerkt das Grundstück Bahnhofspark gehört uns allen !), kurzum alles AUF KOSTEN DER ALLGEMEINHEIT, ES BEREICHERT SICH DAMIT EINE INVESTORENGRUPPE.

      Also Bozner => WACHT AUF !

    • Fochina

      Bei uns gibt es ein Sprichwort über die Sondna welches sehr treffend ist:

      „FÜR DIE STADT ZU DUMM UND FÜRS DORF ZU GSCHEIDE!“ 😉

    • Chico

      Man könnte das Familienfoto mit dem Dallas Clan verwechseln.

    • seppL

      dei brauchen nett winseln Olles selber verzockt doborm mir nett

    • BLANCHE

      Ritengo che le osservazioni mosse alla famiglia Reichegger siano dettate più da invidia che da vera conoscenza dei fatti: se qualcuno di voi avesse dovuto gestire un’azienda in questo periodo di recessione (dal 2008 ad oggi) sicuramente non si permetterebbe mai di giudicare l’operato dei Reichegger e invece di fare i conti in tasca alla famiglia si chiederebbe come mai gli operai nonostante la tangibile mancanza di lavoro non abbiano dato le dimissioni per cercarsi un altro lavoro, più sicuro, magari all’estero visto che vi considerate ancora tedeschi e avete il bilinguismo dalla vostra parte,sbaglio? Invece tutti hanno preferito usufruire degli amortizzatori sociali….tanto alla fine le cose si sarebbero risolte.perche‘ il miracolo di risollevare l’economia Italiana lo avrebbero fatto proprio i Reichegger e non i politici che PAGHIAMO NOI per fare questo lavoro. Per piacere, siamo meno ipocriti e piu realisti: ricordatevi che anche gli ammortizzatori sociali li paghiamo noi con le tasse!
      Blanche

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