Du befindest dich hier: Home » Politik » Die Casapound-Schläger

    Die Casapound-Schläger

    gewalt faustschlag faustNach den Gewalttaten von Casapound-Aktivisten sagt SHB-Obmann Roland Lang: Bozen habe ein Faschismusproblem. 

    Für Roland Lang ist klar: „Bozen hat ein Faschismusproblem.“

    Vor wenigen Tagen seien in Gries drei Linksaktivisten „von einer Bande neofaschistischer Gewalttäter verprügelt worden“, so der Obmann des Südtiroler Heimatbundes.

    SHB-Obmann Roland Lang

    SHB-Obmann Roland Lang

    Roland Lang weiß:

    Drei junge Männer wurden aufgrund ihrer linken politischen Einstellung am Abend des 17. März von sechs bis acht Rechtsextremen zuerst als ,Zecken’ beschimpft, danach attackiert und verletzt. Mindestens zwei der Täter sollen Casapound-Sympathisanten sein.“

    Klammer auf: Der Bozner Bürgermeisterkandidat Giovanni Benussi hat sich indes von Casa Pound distanziert.

    SHB-Obmann Roland Lang schreibt in der Aussendung:

    „Eigentlich sollte der antifaschistische Grundkonsens das Grundgerüst für ein friedliches Miteinander in Bozen sein. Bei genauerem Hinsehen aber zeigt sich wieder einmal klar, dass der Faschismus in Bozen weiterhin salonfähig bleibt.

    Es ist die traurige Realität, dass in Bozen nicht nur faschistische Straßennamen beibehalten und faschistische Denkmäler aufwendig restauriert werden, sondern auch, dass ein gefährlicher Verein wie Casapound seit Jahren sein Unwesen treiben darf.

    Die führenden Köpfe von Casapound sind nicht nur wegen Verherrlichung des Faschismus, sondern auch wegen Körperverletzung vorbestraft. So darf man sich nicht wundern, dass genau von diesem Milieu wieder einmal Gewalt ausgeht.

    Wie wenig das sogenannte ‚Siegesdenkmal‘ entschärft wurde, sieht man übrigens nicht nur daran, wie sehr sich Casapound über die Öffnung des Faschistentempels gefreut hatte, sondern auch, dass der tätliche Übergriff auch noch ausgerechnet in der Nähe des Denkmals verübt wurde.“

    Der Faschismus müsse aktiv bekämpft werden, so Lang.

    Der Vollständigkeit halber:

    Quästor Lucio Carluccio hat bereits angekündigt, dass die Casapound-Schläger nicht ungestraft davonkommen werden.

    kübl

    Clip to Evernote

    Kommentare (26)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • der eine

      lang hat zu 100% recht.

      traurig, dass nicht die grünen (eine ehemals linke partei), sondern der heimatbund, die rechte gewalt gegen linke zum thema macht.
      freundschaft

      • helmut

        Kann das etwas mit dem Fischen der „Grünen“ nach italienischen Wählerstimmen zu tun haben?

        • Natürlich

          Stimmen von italienischsprachigen Südtirolern bekommen? Das sollte man möglichst unterbinden.

          Nur Stimmen von deutschsprachigen Südtirolern sind wahre Wählerstimmen..

          • helmut

            Aber nein!

            Auch schwarze Stimmen können ebenso wie rote Stimmen grüne Stimmen sein!

            Nur muss man gewisse Rücksichten nehmen, wenn man aus dem italienischen Teich fischen will.

            Dazu gehört dann, dass man als engagierter Antifaschist immer nur die deutsche Sprachgruppe zu Wohlverhalten und Demokratie ermahnt und sich zu den nach wie vor gepflegten steinernen Verherrlichungen des Faschismus keinesfalls empört äußert.

            • Natürlich

              Genau. Im „italienischen Teich“ gibt es ja nur die eine Meinung diesbezüglich. Abweichende Meinungen sind Fehlanzeige und deswegen ist eine Differenzierung, wie sie sonst immer gefordert wird, gar nicht erst nötig.

              Als engagierter Antifaschist gehört auch dazu, dass man sich über Casapound echauffiert und gleichzeitig eine Broschüre von Peter Kienesberger, Mitglied der rechtsextremen Burschenschaft Brixia und Mitinitiator der NDP, die in Österreich wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung verboten wurde, anfertigen lässt und Bücher von Helmut Golowitsch, ebenfalls Mitglied der rechtsextremen Burschenschaft Brixia und Mitglied der oben angesprochenen NDP, verteilen lässt.

    • Ida

      Casapound und Schützen, wo ist da der Unterschied?

      • gschaidian

        Schützen kämpfen niemals außerhalb ihres Landes und sind nicht vom Untergang bedroht. Es gibt noch einige Unterschiede, aber dazu mehr, wenn ich leichter derweil habe, liebste Ida.

      • blb

        Wann haben schützen jemanden zusammengeschlagen?

      • Josef

        Casapound verfolgt faschistische Ideen. Der Schützenbund will die Selbstbestimmung Südtirols.

        • Susanna

          Heimat, Glaube, Vaterland.. sind faschistische Ideen, und jetzt rate mal welche Ideen der Schützenbund verfolgt….

          • gschaidian

            Südtirol als Heimat und Vaterland für casa bound? Der Glaube kann zwar Berge versetzen aber man soll ihn nicht überfordern.

          • helmut

            O Susanna!

            Dann sind ja nur noch die Kommunisten keine Faschisten.

            Und die sterben aus.

            Dann wird ja die ganze Welt faschistisch und nur die antifaschistische Susanna bleibt übrig.

            Jetzt nimmt Sie aber wirklich niemand mehr ernst.

            • Natürlich

              Jemanden wie den helmut, der Propaganda einer rechtsextremen Seite gepostet hat, braucht man erst recht nicht ernst zu nehmen.

            • Susanna

              Nein helmut, zwischen Kommunisten auf der einen Seite und den Faschisten und Schützen auf der anderen Seite ist ganz viel Platz. Ich muss keine Kommunistin sein um eine Staatsreligion, übertriebenen Patriotismus und krankhaften Nationalismus abzulehnen. Aber du hast recht, Kommunisten sind mir viel sympathischer als ihr gegenüber, aber nur solange sie nicht an der Macht sind, an der Macht sind sie leider (wenn überhaupt) nicht viel besser als die Faschisten.

            • helmut

              Liebe Susanna!

              Sie haben geschrieben: „Heimat, Glaube, Vaterland.. sind faschistische Ideen“

              Das ist wahnhaft. Aber warum sollen nur „Rechte“ in das Irrationale abgleiten können. „Linke“ können das auch.

              Wer aber so das Kind mit dem Bad ausschüttet, ist leider nicht fähig, die heutigen realen und globalen imperialistischen Bedrohungen zu erkennen, die uns alle – „Linke“ wie „Rechte“ – betreffen.

            • helmut

              Ich möchte noch ergänzen:

              Es ist im Sinne bestimmter Kreise, dass wir kleinen Zwerge aufeinander einhacken, weil wir nicht alle im gleichen ideellen Biotop leben.

              Die eigentlichen Anschläge auf unsere Freiheit tragen aber Namen wie TTIP.

              Damit aber sollen wir uns nicht näher befassen und schon gar nicht Parteigrenzen übergreifend dagegen wehren.

            • Susanna

              Ja helmut, so gesehen wirkt unser Hickhack hier wirklich lächerlich, aber was können wir gegen TTIP schon groß tun? Wählen gehen und dagegen demonstrieren, mehr fällt mir dazu nicht ein. Die nächste Frage ist: was können Politiker dagegen tun? ich glaube nicht viel, deren Spielraum ist auch begrenzt, die Wirtschaft (Konzerne, Banken, etc.) gibt den Ton an, wir können durch die Wahl höchstens im Kleinen gesellschaftspolitische Entwicklungen beeinflussen, wie das gehen soll, darüber streiten wir hier, das gibt uns wenigstens das Gefühl, wir könnten etwas verändern.. immerhin

          • Sepp

            Das ist Käse; lies doch mal über das Menschenbild der Faschisten. Das Schützenwesen lehnt Faschismus ab.
            Wer wollte die Südtroler aussiedeln?

      • waschgler christian

        Ida – duda dumm

    • ander

      wieso konn, schreibt dei susanna ùberhaupt deitsch?

    • hh

      Furchtbar, wenn man so gewisse Kommentare von den zwei Forumsschnepfen liest. Also wer den Unterschied zwischen den Schützen und Casapound nicht kennt, dem ist nicht mehr zu helfen. Faschisten, und so bezeichen sich deren Mitglieder, akzeptieren Gewalt und üben sie, wie man gesehen hat, auch gegen Gegner aus. Schützen, hingegen, lehnen Gewalt strikt ab. Das bemerkte man schon des òfteren auch auf ihren Veranstaltungen, wo sie von Gegnern angegriffen wurden und nicht darauf geantwortet haben. Heutzutage, und das ist wichtig, bedienen sich die Schützen nur friedlichen und demokratischen Mitteln um ihre Ideologie voranzubringen. Die Faschisten, hingegen, sind gebleiben wie sie waren und werden es vermutlich immer bleiben.

      • Ossi

        Für was brauchen die Schützen dann die Gewehre? Zum Wildern?
        Schützen sind wohl Milizen, also paramilitärisch unterwegs, und gehorchen Befehlen, und marschieren, marschieren . ….
        Wie kann ein normaler Mensch sich da einreihen?

    • Schmopf

      Schützen und Casa Pound Mitglieder haben so einiges gemeinsam: beides sind hirnlose Tscheggl.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen