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    Der Bahnhofs-Pakt

    Vincenzo Soprano, Maurizio Gentile, Carlo De Vito, LH Kompatscher, Bürgermeister Spagnolli und Johann Schmiedhofer von der Areal Bozen AG (Foto: LPA/ohn)

    Vincenzo Soprano, Maurizio Gentile, Carlo De Vito, LH Kompatscher, Bürgermeister Spagnolli und Johann Schmiedhofer von der Areal Bozen AG (Foto: LPA/ohn)

    Landeshauptmann Arno Kompatscher hat Montag mit den Geschäftsführern der Eisenbahngesellschaften eine Vereinbarung unterschrieben, die die weitere Vorgehensweise für der Umgestaltung des Bahnhofsareals regelt.

    Landeshauptmann Arno Kompatscher, Bozens Bürgermeister Luigi Spagnolli und die Geschäftsführer der drei italienischen Eisenbahngesellschaften RFI, Trenitalia und FS Sistemi urbani haben am Montag eine Vereinbarung unterschrieben, die die weitere Vorgehensweise für der Umgestaltung des Bahnhofsareals regelt. Nun kann eine Programmvereinbarung zur konkreten Umsetzung ausgearbeitet werden.

    Es wird damit gerechnet, dass sich die Investitionen auf insgesamt ca. eine Milliarde Euro belaufen werden, wovon mehr als ein Viertel auf die Verlegung der Infrastrukturen entfallen. Das Projekt soll sich zur Gänze selbst tragen, da neben dem neuen Busbahnhof – der ebenfalls auf dem Gelände des jetzigen Bahnhofsareals entstehen soll – und einem Parkhaus vor allem die Errichtung von Wohnungen vorgesehen ist.

    Bereits im Dezember hatten sich die Vertreter des Landes und der Stadtgemeinde Bozen auf das Einvernehmensprotokoll geeinigt, mit dem der gemeinsam mit den Eisenbahngesellschaften ausgearbeitete Masterplan als urbanistisches Planungsinstrument festgelegt wurde. Mit der am Montag im Palais Widmann erfolgten Unterzeichnung des Abkommens ist nun der Weg frei für die Programmvereinbarung, die zugleich eine Abänderung des Bauleitplanes zur Folge haben wird, so das Landespresseamt.

    Damit ist nun die Zusammenarbeit des Landes, der Gemeinde und der Eisenbahngesellschaften besiegelt, was die Voraussetzung für eine koordinierte Vorgehensweise ist.

    Dies ist aufgrund der Komplexität des Projektes und der Notwendigkeit, die urbanistische Aufwertung des Bahnhofsareals so rasch wie möglich umzusetzen, unerlässlich. Mit dem Abkommen verpflichten sich die Vertragspartner außerdem dazu, die Programmvereinbarung zur Umsetzung des Masterplans zu unterzeichnen, sobald alle noch offenen Fragen im Zusammenhang mit der Übergabe der Immobilien und der bestehenden Anlagen geregelt sind. Insbesondere betrifft dies die damit verbundene Vorgehensweise, vermögensrechtliche und finanzielle Aspekte sowie die Verpflichtungen und Rechte. Zurzeit werden noch die entsprechenden technischen Überprüfungen durchgeführt.

    Landeshauptmann Kompatscher hat besonders die Bereitschaft zur Zusammenarbeit hervorgehoben, die die Lokalkörperschaften und die Vertreter der Eisenbahnen an den Tag gelegt haben. „Damit wird der Grundstein für die künftige Entwicklung der Landeshauptstadt gelegt“, erklärte Landeshauptmann Kompatscher, „denn es handelt sich um den bedeutendsten urbanistischen Eingriff der kommenden Jahrzehnte.

    Aufgrund der Tragweite dieses Projektes war es wichtig, alle Beteiligten an einem Tisch zu vereinen, um einen gemeinsamen Konsens zu finden, ohne sich ausschließlich auf die jeweiligen Zuständigkeiten zu beschränken. Wir gehen dabei nach einem präzisen Zeitplan vor, um die notwendigen Voraussetzungen für die urbanistische Entwicklung zu schaffen.“ Bürgermeister Luigi Spagnolli berichtete, dass er die heute unterzeichnete Vereinbarung bereits nächste Woche dem Gemeinderat zur Genehmigung vorlegen werde.

    Auch die Vertreter der Eisenbahngesellschaften verwiesen darauf, dass es sich bei der Neugestaltung des Bahnhofsgeländes um ein sehr bedeutendes Vorhaben handle, das sowohl für die Gemeinde als auch für die Eisenbahnverwaltung Vorteile mit sich bringe. Die jahrelange Vorbereitungszeit trage nun endlich Früchte, so die einhellige Meinung der drei Bahnchefs.

    Vincenzo Soprano, Maurizio Gentile, Carlo De Vito, LH Kompatscher, Bürgermeister Spagnolli und Johann Schmiedhofer von der Areal Bozen AG (Foto: LPA/Ohnewein)

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    Kommentare (3)

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    • Karin B.

      Eine weitere Steuergeldverschwendung wird vorbereitet. Mit dabei ein ausgezeichneter LB.

      • warpet

        „““Das Projekt soll sich zur Gänze selbst tragen, da neben dem neuen Busbahnhof – der ebenfalls auf dem Gelände des jetzigen Bahnhofsareals entstehen soll – und einem Parkhaus vor allem die Errichtung von Wohnungen vorgesehen ist.“““

        keine steuergeldverschwendung.

        ausserdem liegt es doch wohl auf der hand dass der bahnhof so wie er jetzt ist viel zu gross, ineffizient, ungenutzt ist und die damit verbauten flächen bitter gebraucht werden, ausserdem grossteil des ganzen stadtviertels verkommen ist und eine aufwertung bitter nötig hätte.

    • George

      Wozu braucht es dann noch Benko?

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