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    „Dürftige Antwort“

    „Dürftige Antwort“

    In einer Landtagsanfrage ging es um die Transparenz bei der Zuweisung von Leistungsprämien und Gehaltserhöhungen.

    Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas informierte sich in einer Landtagsanfrage über den neu überarbeiteten Verhaltenskodex für das Landespersonal.

    Walter Blaas

    Walter Blaas

    Dieser sieht vor, dass die Führungskräfte des Landes jährliche Mitarbeitergespräche führen müssen, bei denen die gemeinsamen Ziele sowie die Beurteilung der Leistung besprochen werden. Zudem sieht der Verhaltenskodex Transparenz bei der Zuweisung der Leistungsprämien und Gehaltserhöhungen vor.

    Blaas wollte in seiner Anfrage in Erfahrung bringen, in welchen Landesämtern und Abteilungen in den Jahren 2012, 2013 und 2014 keine Mitarbeitergespräche durchgeführt wurden.

    Aus der Antwort der Landesrätin Waltraud Deeg geht hervor, dass alle Führungskräfte aus allen Ämtern und Abteilungen Mitarbeitergespräche durchgeführt haben.

    Der Freiheitliche Parteiobmann schreibt jedoch in einer Pressemitteilung: „Dies kann nicht der Wahrheit entsprechen, da uns gesicherte Informationen vorliegen, dass in einigen Ämtern seit Jahren keine Mitarbeitergespräche vorgenommen wurden und es ist absolut unverständlich, dass diese Informationen nicht auch der Personalabteilung vorliegen“.

    Zudem erkundigte sich Blaas, ob von Führungskräften Leistungsprämien an Mitarbeitern zugewiesen wurden und nach welchen objektiven Kriterien dies erfolgte.

    Deegs Antwort ist zu entnehmen, dass alle Führungskräfte, soweit dafür die Beurteilung zufriedenstellend war, die Leistungsprämien zugewiesen haben.

    Die Frage, nach welchen Kriterien dies erfolgte, ließ die Landesrätin jedoch unbeantwortet und verwies lediglich darauf, dass für Mai von Seiten der Generaldirektion eine Befragung der Landesbediensteten zu den Mitarbeitergesprächen und flexiblen Lohnelementen geplant sei.

    Mittels dieser Befragung sollen die Qualität des jährlichen Mitarbeitergesprächs und die Handhabung der Leistungsprämien und Gehaltserhöhungen erhoben werden. Die Ergebnisse würden auf der Webseite „Transparente Verwaltung“ veröffentlicht werden.

    Walter Blaas bewertet die Antworten von Landesrätin Deeg abschließend mit „mehr als dürftig“.

    Ausriss aus der Antwort der Landesrätin

    Ausriss aus der Antwort der Landesrätin

     

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    Kommentare (8)

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    • Andi

      bitte für mi auch eine Prämie! Danke

    • don juan

      Jeder der ein Minimum Erfahrung in einem leistungsorientierten Unternehmen hat, weiß, dass dieses ganze Prämiensystem ein kompletter Schwachsinn ist, wobei die Beurteilung immer subjektiv bleiben wird und somit vom Gutdünken einzelner Personen abhängen wird.
      Wer beurteilt die Beurteilenden? Was ist mit der ganzen zusätzlichen Bürokratie? Das Resultat wird sein, dass ihre gut gemeinte Idee irgendwo versanden wird.

      In der Privatwirtschaft mag dieses System mit Ausnahme von Großkonzernen noch einigermaßen gut funktioneren, da am Ende das Ergebnis zählt und somit noch begrenzt von Sympathien und Machtdenken abhängig ist. Doch die öffentliche Verwaltung hat eigenen Logiken. Wer gut ist, ist gefährlich und nach mir die Sinflut.

      Mit Verlaub Frau Deeg. Vielleicht wäre es ab und zu besser auf irgendwelche idiotische akademische Einflüsterer zu verzichten und ein wenig den eigenen Hausverstand zu benutzen. Ich nehme Ihnen Ihren guten Willen sogar ab, aber ab und zu ist es damit nicht getan.

      Was heißt Transparenz? Ich kann jede Staistik nach Belieben zurecht biegen.
      Man sollte vor lauter Bäumen den Wald auch noch sehen können.

      • Klausi

        Don Juan. Ja das stimmt. Im öffentlichen Dienst kommen jene die wirklich arbeiten zu kurz. Wer am lautesten schreit, am faulsten ist, die Qualifikation zum wünschen übrig lässt und den Vorgesetzten bei Bedarf auch sonst noch aushilft, bekommt am meisten an Aufgabenzulagen, Leistungsprämien, Leitung der Organisationseinheit , Verfahrensverantwortlichezulagen und und und . Die was hingegen für diese Schmarozzer die Arbeit real erledigen müssen gehen leer aus. Das ganze Prämiensystem ist Unfug, jeder sollte zumindest gleich viel bekommen, Frau Deeg, obwohl es sich viele Schmarozzer nicht verdienen. :-(((((((( weiters werden die Leistungsprämien in den Gemeinden und Bezirksgemeinschaften verheimlicht, damit ja kein Streit aufkommt!!!!!!!!!!! Wenn alles gerecht wäre müsste man die Liste der Leistungsprämien nicht verheimlichen. Wo bleibt die Gleichberechtigung und die Transparenz.

    • peter

      Kann die Aussagen von Herrn Blaas bestätigen. Ich kenne Kollegen, die keine Mitarbeitergespräche führen. Auch die Leistungsprämien werden in vielen Ämtern, als „Zuckerle“ vergeben um unzufriedene Mitarbeiter ruhig zu stellen und nicht für irgendwelche erreichte Ziele. Von Transparenz kann man überhaupt nicht reden, da in einigen Ämtern nicht mitgeteilt wird, wer die Prämie erhält, um Problemen auszustellen. Das komplette Leistungsprämiensystem wäre komplett zu überarbeiten und besser zu kontrollieren

    • x19

      De om schun die premie wense kenn ban lond orbatn, weil die meischtn kenn in do privatwirtschoft nicht mochn.

    • Karin B.

      Frau Deeg nach einem Jahr sollten sie zumindest diese paar Fragen besser beantworten können. Dass Sie sich in Informatik nicht auskennen, ist vielen Südtirolern klar geworden.

    • pauli

      moch mo ins koane Gedanken solche leute wie frau degg amhof renzler kommen ba die nächsten wahlen sowieso nimmer in den Landtag

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