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Schulers Rückzieher

Arnold Schuler lässt Luis Walcher den Vortritt und verzichtet von sich aus auf ein Regierungsamt.

Die Entscheidung ist gefallen.
Arnold Schuler macht den Weg frei für Luis Walcher und verzichtet auf ein Regierungsamt.

Am Sonntagabend schrieb Schuler:

„Liebe Südtirolerinnen und Südtiroler,

zehn Jahre lang konnte ich als Landesrat für Landwirtschaft, Gemeinden bzw. Tourismus und Bevölkerungsschutz Teil der Südtiroler Landesregierung sein. Thematisch geprägt war die Zeit von der Pandemie, der Diskussion um die Pflanzenschutzmittel und den Overtourismus, den Verhandlungen um die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik und dem Thema Großraubwild.

Wenn auch vieles nicht einfach war, blicke ich mit Genugtuung darauf zurück, was ich in den letzten Jahren realisieren konnte. So konnte ich wichtige Zukunftskonzepte in meinen Zuständigkeitsbereichen auf den Weg bringen: die Entschuldung der Gemeinden, das Landestourismusentwicklungskonzept mit der Einführung der Bettenobergrenze, das Konzept Landwirtschaft 2030 und die Waldagenda, die Reorganisation des Bevölkerungsschutzes, um nur einige zu nennen. Die positiven Auswirkungen dieser Maßnahmen werden sich in den nächsten Jahren zeigen. Dabei habe ich stets versucht, die notwendigen Entscheidungen ausgewogen, im Allgemeininteresse und nach bestem Wissen und Gewissen zu treffen, nicht ohne Widerstand.

Meine Vision war, Politik für alle zu machen und nicht nur die Interessen einer einzelnen Gruppe zu vertreten. Auch aus diesem Grund habe ich gemeinsam mit Gleichgesinnten innerhalb der SVP die „Mitte“ gegründet, im Sinne des Ausgleichs der Interessen des Landes.

Nach den bisherigen großen Wahlerfolgen habe ich bei den Landtagswahlen im Herbst letzten Jahres Einbußen hinnehmen müssen. Dies habe ich mit Demut zur Kenntnis genommen und deshalb auch zu keinem Zeitpunkt Forderungen nach einem Amt gestellt. Trotzdem bin ich in den letzten Tagen in Betracht gezogen worden, auch für die kommenden Jahre Teil der neuen Landesregierung zu werden.

In den letzten Tagen hat es teils heftige Diskussionen um meine Person und vor allem Gegenwind von Seiten des Bauernbundes gegeben. Um einen Schaden der Partei sowie eine Spaltung innerhalb der Landwirtschaft abzuwenden, habe ich mich entschlossen, meine Bereitschaft als Landesrat auch für die künftige Landesregierung zur Verfügung zu stehen, zurückzuziehen. Ich habe meine Entscheidung dem Landeshauptmann und dem Parteiobmann bereits mitgeteilt.

Ich bedanke mich für das Vertrauen, das man mir über viele Jahre geschenkt hat und für die Möglichkeit, als Landesrat unser Land ein Stück weiterzuentwickeln. Ich bitte alle um Verständnis, die mich vor allem in den letzten Tagen unterstützt haben.

Auch wenn ich mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht habe, möchte ich versichern, auch in Zukunft meinen Beitrag als Mitglied des Südtiroler Landtages zu leisten.“

 

Damit ist der Weg frei für Luis Walcher, der wohl Landesrat für Landwirtschaft wird.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (52)

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  • morgenstern

    …, schluchts…, schluchts…, trän…, trän.!!!

    • leser

      Morgenstern
      Du wirsd noch schluchzen warte ab

      Du wirsd noch erleben welche landesräte mit walcher und brunner auf den Weg gebracht werden
      Aber einerseits ist es ok due wahlschafe fühlen sich voll identifiziert und das ist dann eben gut so

      • criticus

        Eins zu Null für die Gruppierung gegen Kompatscher!
        Für Herrn Schuler ein Schritt in Richtung ruhigeres Leben. Hoffe, dass so manche „Schnellschussgesetze“ (z.B.: Hundekot-DNA) abgeschafft werden. Außer Spesen nichts gewesen.

      • saustall_kritiker

        @leser du hast Recht. Walcher und der Twenty-Brunner sind genau die Landesräte, wie sie wohl dem Politopportunisten und Rom-hörigen Kom-patscher gefallen. Die vor allem für die ohnehin schon Reichen alle Türen noch weiter öffnen, die einfachen Arbeiter können da wieder mal durch die Finger schauen. Ich hoffe nur, dass diese die erwähnten von mir eher wenig geschätzten drei Zeitgenossen nicht auch noch gewählt haben….

        • leser

          Saustall
          Das sind alles andere als kompatscherfans

          Aber brunner seh ich sehr gut
          Als ehemaliger kubaturfreistellungskönig bei hofaussiedlingen

          Das brachte millionenschäden für die Gemeinden schon lustig
          Der Rechnungshof klagt wegen einem falschen essensbeleg aber wenn Millionen verbrannt bzw. Veruntreut werden interessiert es ihn nicht

          • treter

            @leser
            Apropo Brunner und der Rechnungshof….
            Der ex Brixner Bürgermeister hat ja auch bekanntlich ein nur für die Firma Progress nützliches Umweltgutachten der Osttiroler Firma Revital mit Gemeindegeldern in der Höhe von fast 10.000 Euro bezahlen lassen und hält es zudem auch noch unter Verschluss. Im Portal „Salto“ wurde auch ausführlich darüber berichtet….
            Rechnungshof bitte endlich aufwachen!!
            NB. Bei diesem Auftrags-Gutachten ging es um die Gegenüberstellung Wert Auwald Industriezone (soll für ein neues Progress Gebäude gerodet werden) und den dafür vorgesehenen Ausgleichsmassnahmen bzw. die Erweiterterung der Millander Au in eine Bauschutt- bzw. Mülldeponie mit Altölvorkommen!!

          • treter

            @leser
            Apropo Brunner und der Rechnungshof….
            Der ex Brixner Bürgermeister hat ja auch bekanntlich ein Umwelt-Gutachten, das nur der Firma Progress nützlich war, mit Gemeindegeldern in Höhe von fast 10.000 Euro bezahlten lassen! Und er hat dieses Auftragsgutachten auch noch unter Verschluss gehalten. Das Portal „Salto“ hat ausführlich darüber berichtet…
            Frage: Rechnungshof wo bleibst du?!
            Es ging in diesem Gutachten der Osttiroler Firma Revital um die Gegenüberstellung Wert Auwald Industriezone (soll für ein Progress Gebäude zerstört werden) und die dafür vorgesehenen Ausgleichsmassnahmen!

        • treter

          @saustall_kritiker
          Apropo Brunner: dass dieser neben der Urbanistik auch noch den Umweltschutz kriegt ist der absolute Hammer!!
          Ist fast so wie wenn ein Fuchs auf die Hennen aufpassen muss…..

    • tiroler

      Eine Watsche für den Arno

      • bernhart

        Nicht nur eine Watschen für Kompatscher, sondern für die Bauern.
        Shuler hat in den letzten jahren viel für die Bauern getan, was haben wie für gehässige Egoisten, welche nur alles schlecht reden .

    • artimar

      Die Manöver Kompatschers bis zur Absage an Walcher, gleichwohl er so viel mehr Vorzugsstimmen als Schuler hat, waren vollkommen entbehrlich. Denn ohne Bezirk Bozen und SVP-Bauernvertreter hat es schlichtweg keine 2/3 Mehrheit im Ausschuss.

  • leser

    Einen Trost wenn auch nur klein
    Die zwei 600 Euro granaten schuker und tiefenthaler sind ein Stück weg
    Doch der Filz bleibt immer noch

    Es scheint so dass um die Wette Märchen erzählen voll im Trend liegt

  • hallihallo

    ja schuler, die bettenobergrenze (AUSSER FUER DIE BAUERN), die IDM (gleichgeblieben), ….
    aber ja, du bist der beste ( wohl nur für dich).

    • franz19

      Der Schuler hat in den letzten 5 Jahre versagt und Gesetze wie die Der Bettenstopp gemacht ,wo danach noch tausende von neuen Betten dazukamen ,aber die Bauern haben freie Fahrt,nicht vergessen er ist ja selbst einer…Die IDM hat er mit Steuergelder geffütert wie kein anderer..,nach Corona gabs mal schnell 30 Millionen und die Altersheimmitarbeiter warten noch heute auf eine Erhöhung des Lohnes..Eigentlich wäre es besser Südtirol von einigen Kommisare verwalten zu lassen ,als diese nimmersatten SVP Politiker

  • brutus

    …bin gespannt welche andere Posten ihm angeboten werden!
    Gennaccaro wird er nicht toppen, aber etwas wird sich schon finden lassen!

  • dn

    Hut ab, bei all den üblichen Sesselklebern nicht selbstverständlich. Walcher muss sich jetzt schnell einarbeiten, sonst kippt die Stimmung ganz schnell.

  • opa1950

    Er hat eben eingesehen daß er gegen Walcher keine Chance gehabt hätte.Niemand wird ihm eine Träne nachweinen. So macht er die bessere Figur,denn er wäre nicht mehr in den Landtag gekommen.

  • sepp

    In ie 2 viechhndler kompatscher und lachhammer oan problem ginumehr schwache regierung wer do überhaupt nix zi suichen hot isch do schullandesrat ob mitnsem

  • rolandlang

    Eine gute Nachricht am frühen Morgen!

    Schuler hat in der Landwirtschaft total versagt!

    • hermannh

      rolandlang: blöde Sprüche machen ist leicht… was hat er konkret für die Landwirtschaft versemmelt? Nix

      Auch der Bereich Zivilschutz war bei Schuler und kein Bereich in Südtirol funktioniert so gut wie das. Da sind wir europaweit Vorbild. Also so schlecht kann er es nicht gemacht haben.

      In einer guten Partei gibt es immer eine große Personalauswahl, in schwachen Parteien gibt es nur einen Chef (z.B. Kölle beim Team Kölle, Sven bei der STF usw.).

      • rumer

        @hermann
        Versemmelt? Nicht nur, er hat auch gelogen.
        Kompi und Schuler haben monatelang behauptet, die Ispra hätte nicht auf eine Anfrage zur Entnahme eines Wolfes geantwortet. Das war gelogen. So jemand gehört nach Hause geschickt, ebenso der Kompi.

        • hermannh

          Rumer: Dein Sven ist jetzt 20 Jahr im Landtag und hat nix bewirkt ausser alle aufgehetzt zu haben: Vielleicht schickts Du so einen mal nach Hause… Der Mann ist einfach umsonst.

          Die Sache mit Wolf und Bär ist für Dich zukompliziert, deshalb hat es keinen Sinn Dir zu erklären.

          • rumer

            @hermann
            kennst du den Unterschied zwischen Opposition und Regierung? Die Opposition ist der Treiber, damit die Regierung nicht zu viel klaut und faulenzt…..und dieses Antreiben macht der Sven recht gut.
            Komisch…für mich ist Wolf und Bär ganz einfach….alle weg aus South Tyrol und gut ist. Die Stadler haben nicht der Landbevölkerung Raubtiere vor die Nase zu setzen. Wenn die Stadtler Wölfe haben wollen, bitte in den Spielplätzen ihrer Kinder einzäunen. P.S. Zaun einen Meter tief und 4 Meter hoch.

          • rumer

            @hermann
            3S ist leicht verständlich…auch für einen Bauern wie dich.

        • bananajoe

          ….und Coronamanagement damals zur Erntezeit mit den Erntehelfern wurde viel untern Tisch gekehrt. Ich bin froh für die Bauern, dass sie ihre Ernte heimfahren konnten, aber die restliche Bevölkerung wurde ziemlich hinters Licht geführt. Wurde ja im Nachgabg alles bestätigt.

        • heracleummantegazziani

          Wie immer schreiben Sie totalen Blödsinn rumer. Sie müssen aber endlich ensehen, dass nicht jeder so blöd ist, Ihre Behauptungen (und die des Revolverblatts der Südtiroler) für bare Münze zu nehmen.
          Die Geschichte ist in der Tat völlig anders:
          2020 hat das Land erstmals beim ISPRA um ein Gutachten für einen Abschuss auf der Rossalm (Pragsertal) angesucht. Das ISPRA hat ein negatives Gutachten ausgestellt, da die in der FFH-Richtlinie festgeschriebenen Voraussetzungen fehlten. Am 14. August 2020 dann eine erneute Anfrage, dieses Mal für Villnöss. Auch das zweite Gutachten war negativ. Weil eben erneut die Voraussetzungen nicht gegeben waren.
          Der Sinn von Schulers Aussage war, dass kein Gutachten eingetroffen ist, das eine Abschussverfügung ermöglichen würde. Das Tagblatt der Südtiroler, dem Sie offenbar auf den Leim gegangen sind, hat hier verbal getrickst.
          Es wurden in der Folge übrigens weitere Anträge an das ISPRA übermittelt mit entsprechender Antwort (wie in einer Presseaussendung des Amtes für Land- und Forstwirtschaft vom September 2023 bestätigt), die alle erfolglos blieben, weil man hierzulande einfach nicht wahrhaben wollte und will, dass zuerst die Voraussetzungen stimmen müssen.

      • jorge

        ‚hermannh‘,
        deine Aussage – „Auch der Bereich Zivilschutz war bei Schuler und kein Bereich in Südtirol funktioniert so gut wie das“ – ist völliger Schwachsinn. Sieh einmal nach, was in der Gemeinde Olang Jahrzehnte lang an Zivilschutzmaßnahmen versemmelt worden sind.

  • andreas

    Sich vom Bauernbund keinen aufdrücken zu lassen, ist grundsätzlich richtig.
    Warum der LH aber meinte, unbedingt den Schuler, welcher eingesehen hat, dass es in seinem Alter nicht mehr wirklich schlau ist, gegen großen Widerstand regieren zu wollen, durchdrücken zu müßen, verstehe ich nicht.

    • criticus

      Bei Kompatscher kann man es verstehen, er will ja seine Gruppe stärken und nicht schwächen. Aber wie kann eine Frau Pamer Wählerwillen beiseite schieben und einen Schuler unbedingt als Landesrat vorschlagen? Hoffentlich nicht wieder Eine die als Revoluzzerin anfängt und dann brav die Hand aufhebt. Und bitte bitte nicht so hoch wie beim „saluto romano“.

    • leser

      Anderle
      Ich würde sagen die Linie weinbergweg hat gewonnen
      Und betreffend Alter
      Die ebners sind 70 und haben das Land noch nie so gut im Griff wie jetzt

    • kongo

      Wenn ich noch wie früher ein SVPler wäre, dann ginge für mich Schuler auf jeden Fall noch gut, wenn man sich so anschaut was ein LH und die anderen LR sich für Böcke geleistet haben und noch leisten werden.

  • asoet

    Als Landwirt kann ich sagen, dass Schuler dem Bauernbund nie ins Konzept gepasst hat. Das ist schade, der einstige Rebell war dem SBB nie recht, das hat man auch im Bauernblattl „Südtiroler Landwirt“ gemerkt, wo er selten darin vorkam, ganz zu schwiegen von vielen anderen, die alle 14 Tage aus der Zeitung grinsen. Schuler war eben ein Politiker, wo es nicht um reine Interessensvertretung ging, sondern um Politik, die für alle gemacht werden sollte. Dafür gebärt ihm Respekt. Nicht auszudenken was da noch nachkommt, mit Walcher und dem Brunner. Die UaB-Betriebe werden noch weiter spriesen, die Identität der Bauern verloren gehen.

  • sougeatsnet

    @asoet vollkommen richtig! Sein Rückzieher gegen das Umweltinstitut München und der Misserfolg beim Großraubwild haben ihres getan. Dem SBB traue ich aber keine Besserung zu. Die Bauern betonen immer die Wichtigkeit ihrer Lebensmittelprodukte ohne die wir verhungern. Leider leiden wir an Überproduktion und die Preise, welche sich einige vorstellen, kann man von unseren niedrigen Löhnen leider nicht bezahlen. Daher werden diese bäuerlichen Produkte überteuert an Touristen verkauft, die einheimische Bevölkerung kann sich diese Produkte auf Dauer nicht leisten. Zudem vertraue ich da sehr vielen überhaupt nicht, da werden häufig Mogelpackungen verkauft.

    • leser

      Sougeatsnet
      Die Bauern können ihre paar überteuerten Produkte anbauen weil sie übersubventioniert werden und die Handvoll hoteliere können wegen ihrer Subventionen kaufen

      Betreffend dem bauernbund
      Szteich ihm die Zuwendungen und sie können den laden im Schlachthof dicht machen

  • robby

    Wenn dann die Betreiber von Standln auf Bauernmärkten frühmorgens in der Großmarkthalle angetroffen werden sind Zweifel an den „Bauernprodukten“ schon angebracht.

  • kritischerbeobachter

    Als erstes kann Herr Walcher die Hundescheisse DNA zurücknehmen.

  • yeti

    Ja Herr Schuler die Bettenobergrenze (Ausnahme Bauern) hat Ihnen wohl einige Stimmen gekostet. Für die IDM gibt’s Millionen, damit wieder Personal eingestellt werden kann.
    Sie haben schon sehr viel falsch gemacht. Wenigstens haben Sie es selber kapiert und sind zurück getreten.

  • waldemar

    Gute Nachrichten, wenn wir jetzt auch noch die Deeg loswerden dann wäre es perfekt.

  • ummagumma

    @waldemar, das Problem ist nicht Derg, sondern der Postenverteiler oben. Aber ich bin ziemlich sicher dass der auch noch fällt. 🙂

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