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Die Umfahrung

Mit der Umfahrung Gossensaß soll das Dorf entlastet und eine Alternativstrecke zur Brennerautobahn geschaffen werden. Die Landesregierung hat der Einleitung der Bauleitplanänderung zugestimmt.

Die Landesregierung hat sich in dieser Wochen mit der neuen Umfahrung Gossensaß der Brennerstaatsstraße (SS 12) befasst. Damit diese realisiert werden kann, müssen die Bauleit- und Landschaftspläne der Gemeinden Sterzing und Brenner geändert bzw. angepasst werden.

Nun hat die Landesregierung auf Vorschlag von Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer beschlossen, das Verfahren für die Abänderung der Bauleitpläne einzuleiten. Es handelt sich hierbei um eine Anlage von Landesinteresse, weshalb die Änderungen der Bauleitpläne von der Landesregierung von Amts wegen vorgenommen werden können. Die Landschaftspläne werden zeitgleich mit der Abänderung der Bauleitpläne angepasst.

„Ziel ist es, die Ortschaft Gossensaß vom Verkehr zu entlasten und die Lebensqualität der Bevölkerung im Ortskern weiter zu verbessern“, erklärt Landesrätin Hochgruber Kuenzer. „Mit der neuen Umfahrung sollen zudem Engstellen und Gefahrenstellen der bestehenden Straße umgangen und eine geeignete Alternativstrecke im Falle einer Schließung der Brennerautobahn geschaffen werden.“

„Es handelt sich um einen wichtigen ersten Schritt, dass wir mit der Ausführung der Planungsarbeiten fortfahren können“, sagt dazu Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. „Gemäß den neuen Kriterien des Südtirol Plans für die Mobilität müssen bei neuen Umfahrungsstraßen die Bestandsstraßen zurückgebaut werden, um Radfahrern und Fußgängern mehr Raum zu geben“, unterstreicht Alfreider.

Die neue Umfahrung im Detail

Das Projekt betrifft den Abschnitt der Brennerstaatsstraße (SS 12) zwischen Kilometer 513,30 und Kilometer 514,70. Es handelt sich um einen zirka 1,2 Kilometer langen Umfahrungstunnel.

Die Einfahrt erfolgt auf dem Gemeindegebiet Brenner am orografisch linken Eisackufer über einen neuen Kreisverkehr, der auch die Zufahrt ins Pflerschtal, in die Ortschaft Gossensaß und den Verlauf des Radwegs regelt. Etwa auf halber Länge des Tunnels ist ein 255 Meter langer Nottunnel vorgesehen.

Nördlich der Ortschaft Gossensaß schließt die Straße, immer an der orografisch linken Eisackseite, an die bestehende Staatsstraße an. Eine neue Brücke verbindet in diesem Bereich die neue und die bestehende Staatsstraße, die nun nur mehr der Zufahrt nach Gossensaß dient. In diesem Bereich ist vorgesehen, das Flussbett des Eisack auf einer Länge von 65 Metern um etwa acht Meter in Richtung Westen zu verlegen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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