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Der Hochwasserschutz

Das Landesamt für Wildbachverbauung Süd in der Agentur für Bevölkerungsschutz setzt eine Reihe von Arbeiten im Aldeinerbach zum Schutz der Bevölkerung vor Hochwasser um.

Im Aldeinerbach wird das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd laut Gefahrenzonenplan eine Reihe von Maßnahmen zur Reduzierung des Hochwasserrisikos für das Gebiet von Branzoll vornehmen.

„Im Zuge von fünf Baulosen ist die Verbesserung des Hochwasserschutzes geplant“, erläutert der Direktor des Funktionsbereichs Wildbachverbauung Fabio De Polo: „Nach der Umsetzung dieser Projekte wird die Hochwassergefahr für das Siedlungsgebiet von Branzoll maßgeblich verringert und damit der Schutz für die Bürgerinnen und Bürger und ihr Hab und Gut verstärkt.“

Aldeinerbach unterhalb des Fischerteichs saniert

Das Amt für Wildbachverbauung Süd hat im Zuge des ersten Bauloses den Unterlauf des Aldeinerbachs unterhalb des Fischerteichs und der Brücke bei der Bahnhofstraße saniert, um die Abflusskapazität bei einem Hochwasserereignis zu erhöhen, berichtet Projektant Claudio Volcan. Dabei wurden 600.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) investiert.

Mit Beiträgen der Gemeinde Branzoll wurde auch die Brücke an der Zollstraße abgerissen und neu errichtet, wobei ihr hydraulischer Querschnitt angepasst wurde.

Vorbereitung für den Bau zweier Rückhaltebecken

Der Bautrupp mit Vorarbeiter Michael Helfer hat mit den Vorbereitungsarbeiten für das zweite, dritte und vierte Baulos begonnen, berichtet Bauleiter Hansjörg Prugg: Dabei wird die Vegetation zurückgeschnitten, und zwar nur dort, wo es für die Einrichtung der Baustellen unbedingt erforderlich ist.

Die geplanten Arbeiten sehen den Bau zweier Hochwasserrückhaltebecken vor, um die Abflüsse bei extremen Ereignissen – für ein Hochwasser mit geschätzten Wiederkehrzeiten von bis zu 300 Jahren – zu reduzieren und das überschüssige Wasser vorübergehend zu speichern. Die Arbeiten dafür werden im kommenden Frühjahr anlaufen.

Bei den für den Hochwasserrückhalt vorgesehenen Flächen handelt es sich um das Banngebiet und den Fischerteich. Das derzeit naturnahe Areal, auf dem die Becken gebaut werden, bleibt weitgehend erhalten, kleine Eingriffe zur ökologischen Aufwertung sind geplant.

In diese drei Baulose werden insgesamt 2,15 Millionen Euro investiert.

Rückhaltebecken unterhalb des Zusammenflusses von Aldeinerbach und Petersbergbach

Nach dem Bau der Umfahrungsstraße von Branzoll in einem Tunnel sieht das fünfte Los den Bau eines Rückhaltebeckens unmittelbar unterhalb des Zusammenflusses des Aldeinerbachs mit dem Petersbergbach vor, um das von den beiden Bächen bei Unwetterereignissen transportierte Geschiebematerial zurückzuhalten.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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