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Medikamentös assistierter Suizid

Das Landesethikkomitee lädt zu Filmabenden mit anschließender Diskussion zum Thema „medikamentös assistierter Suizid“. (Foto: Pexels.com/Mario Wallner)

Zum Thema „medikamentös assistierter Suizid“ organisiert das Landesethikkomitee zusammen mit dem Filmclub Bozen am 13. und 20. Jänner zwei Filmabende mit anschließender Diskussion.

In Italien können Menschen durch das Inkrafttreten des Gesetzes Nr. 219/2017 ihr Leiden durch Verzicht auf lebenserhaltende Maßnahmen beenden. In einem Urteilsspruch aus dem Jahr 2019 hat das Verfassungsgericht zudem klargestellt, dass die Beihilfe zur Selbsttötung bei Personen, die durch lebenserhaltende Maßnahmen am Leben erhalten werden und darum bitten, unter bestimmten Bedingungen straffrei ist. Das italienische Parlament hat kürzlich eine Gesetzesvorlage ausgearbeitet, um den sogenannten „medikamentös assistierten Suizid“ in Italien zu erlauben. Darin ist vorgesehen, dass Patienten ihr Leben selbst beenden können, wenn sie in der Lage sind – ohne Hilfe des Gesundheitspersonals – das entsprechende Medikament zu sich nehmen. Das italienische Strafgesetzbuch verbietet jedoch die sogenannte „aktive Sterbehilfe“ bzw. das Töten auf Verlangen.

Das Landesethikkomitee möchte die Öffentlichkeit über das Thema informieren und veranstaltet dazu zwei Filmabende am 13. und 20. Jänner jeweils um 20.00 Uhr in Bozen, Dr.-Josef-Streiter-Gasse 6, Filmclub.

Beim ersten Filmabend in deutscher Sprache am 13. Jänner wird der mehrfach ausgezeichnete Spielfilm „Und morgen Mittag bin ich tot“ des deutschen Regisseurs Frederik Steiner (2013) gezeigt. Beim zweiten Filmabend in italienischer Sprache am 20. Januar 2022 wird der ebenfalls ausgezeichnete Spielfilm „Miele“ (2013) der Regisseurin Valeria Gollino ausgestrahlt.

In der anschließenden Diskussionsrunde werden sich folgende Expertinnen und Experten zum Thema äußern: der Palliativmediziner an der Abteilung für Palliativmedizin Massimo Bernardo (am italienischen Abend), die Palliativmedizinerin am Krankenhaus Brixen Monika Völkl (am deutschen Abend), die Leiterin des Hospizdienstes bei der Caritas Agnes Innerhofer (am deutschen Abend), der Koordinator des Netzwerkes Suizidprävention und langjährige Mitarbeiter im Hospizdienst Renato Decarli (am italienischen Abend), der Moraltheologe Prof. Martin Lintner, die Juristin und Bioethikerin Marta Tomasi sowie Rechtsanwalt Ludwig A. Minelli und Sandra Martino vom Verein DIGNITAS (Schweiz).

Der Eintritt ist über Anmeldung beim Filmclub kostenlos und unter Einhaltung der aktuellen Corona-Richtlinien für Kinobesuche möglich.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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