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„Auf der Seite der Schwächeren“

Der SGBCISL will 2022 Vertragsverhandlungen und soziale Themen in den Vordergrund rücken. Die Gewerkschaft hat knapp 55.000 Mitglieder.

Auf Vertragsverhandlungen setzen und soziale Themen stärker in den Vordergrund rücken, auch auf der politischen Agenda. Dies sind in Kürze die vorrangigen Ziele des SGBCISL für das neue Jahr.

Die Schwerpunkte des neuen Arbeitsjahres hat das Landessekretariat des SGBCISL heute in Bozen bei der traditionellen Pressekonferenz zu Jahresbeginn vorgestellt.

„Das Jahr 2021 war wie das erste Covid-Jahr 2020 ein sehr herausforderndes und arbeitsintensives Jahr. Die Pandemie hat vor allem auch die Ungleichheiten verschärft. Besonderes Augenmerk muss daher auf die Schwächeren in der Gesellschaft gerichtet werden. Umso wichtiger ist es jetzt, die Entwicklung in Richtung mehr soziale Gerechtigkeit zu steuern,“ so das Landessekretariat.

Der Landeshaushalt ist ein wichtiges Steuerungsinstrument wenn es um soziale Schwerpunktsetzung geht, und deshalb wollen wir die soziale Ausrichtung des Landeshaushaltes auch im Zuge des geplanten Sozialpartnertischs stärken, so SGBCISL-Generalsekretär Dieter Mayr.

Dazu zählen der Ausbau der EEVE, die Stärkung der lokalen Familienförderung ebenso wie Investitionen in den öffentlichen Dienst und das Gesundheitswesen. Zudem soll die Politik den Zugang zu öffentlichen Beiträgen und zur öffentlichen Auftragsvergabe auf jene Betriebe einschränken, die die Kollektivverträge der repräsentativsten Sozialpartner anwenden. Dies würde dazu beitragen, die Löhne und die Arbeitsbedingungen in manchen Sektoren zu verbessern, so Mayr.

Ein weiterer gewerkschaftlicher Schwerpunkt im neuen Jahr ist der Bereich Vertragsverhandlungen. „Angesichts des Wandels auf dem Arbeitsmarkt und der Prekarisierung muss die Gewerkschaft den Schutz jener Beschäftigten ausbauen, die von der Prekarisierung besonders betroffen sind oder keine kollektivvertragliche Absicherung haben“, wie Generalsekretärin Donatella Califano betonte.

Sie verwies zudem auf die Notwendigkeit von Zusatzregelungen auf Landesebene für neue Arbeitsformen wie Smart Working bzw. Homeoffice. Ein Hauptziel für den SGBCISL sei weiterhin das Thema Arbeitssicherheit. Notwendig sind nicht nur mehr Arbeitsinspektoren und Kontrollen, sondern auch die Stärkung der Vorbeugung, vor allem über das Landeskomitees für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

Für bessere Berufsaussichten und gegen den Fachkräftemangel brauche es Spezialisierungsangebote auch nach der Matura oder der abgeschlossenen Berufsausbildung, ergänzte Landessekretär Sandro Fraternali. Zudem gelte es, die Jugendlichen für die Wichtigkeit einer Zusatzrente zu sensibilisieren.

Schließlich stellte Organisationssekretär Walter Gasser einige Zahlen zu den erbrachten Dienstleistungen und zum Mitgliederstand des Jahres 2021 vor. So konnte der SGBCISL im vergangenen Jahr 54.852 Mitglieder verzeichnen. Dies entspricht einem Plus von 0,88% im Vergleich zum Vorjahr. „Der Mitgliederzuwachs ist sehr erfreulich, er bestätigt unseren Einsatz für die ArbeitnehmerInnen und bedeutet Rückenwind für uns als Interessenvertretung.“

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