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Wavebreaker – Wellenbrecher

Projekt Wellenbrecher, zweisprachig, am 25. 11. 21 um 18h im Filmclub. Anmeldung ratsam (Foto: Andrea Pizzini)

Andrea Pizzini kommt nächste Woche mit „Wellenbrecher“ in den Filmclub nach Bozen und gibt Einblick in die Entstehung eines Dokumentarfilms. Anmeldung empfohlen.

von Renate Mumelter

Er wurde schon als „selbsternannter Filmemacher“ beschimpft. Das hat mit seinem aktuellen  Thema zu tun. Intensiv und ehrenamtlich dokumentiert Andrea Pizzini das Corona-Geschehen auf der Intensivstation in Bozen. 

Er fotografiert und filmt. Wenn sich die Lage endlich beruhigt hat, soll daraus der Dokumentarfilm „Oxygen“ entstehen. Aktuell bringt Pizzini auf der Facebook-Seite „Wellenbrecher“ immer wieder neue Beiträge, auch auf seine Homepage stellt er Material.

Am 25. November wird Pizzini im Filmclub erzählen, wie er als Filmemacher mit dem heiklen Thema umgeht. Er zeigt Fotos und Filmausschnitte und berichtet, wie die Menschen auf der Intensivstation und er selber mit den belastenden Situationen leben. An diesem Abend wird es nicht primär um die Pandemie gehen, es wird also kein Abend, an dem das Pro und Contra diskutiert wird.

An diesem Abend geht es ums Filmemachen, um viele grundlegende ethische Fragen, die sich Dokumentarfilmerînnen stellen müssen. Dass Andrea Pizzini die Kompetenz hat, darüber Auskunft zu geben, steht außer Frage.

Andrea Pizzini

lebt derzeit in Meran und Antwerpen, geboren ist er 1977 in Salurn. Von 1996 bis 1999 besuchte er die Dokumentarfilmschule ZeLIG in Bozen. Von 2001 war er als Dokumentarfilmer der Produktionsfirma helios tätig. 

Er ist Fotograf und Regisseur, hat viel im Ausland gelebt und gearbeitet, zum Beispiel in Lateinamerika. In seinen Filmen geht es um soziale Themen wie Krieg, Armut, Wirtschaft, Menschenrechte. 

Im Jahr 2003 drehte er eine Dokumentation in Cochabamba (Bolivien) über einen der weltweit ersten Versuche der Privatisierung des Wassers. 2001 wurde er mitsamt der gesamten Filmgruppe während der Dreharbeiten von „Die Wölfin und die Schlange“ aus Ecuador ausgewiesen. Schuld daran war die kritische Haltung gegenüber dem Bau der OCP (oleoducto de crudos pesados), einer Ölpipeline, die heute das gesamte Ecuadorianische Urwaldgebiet durchquert. Eine schwierige Situation für das Team damals. So belastend wie die aktuelen Dreharbeiten in Bozen war es nicht, sagt Pizzini. Auch davon wird er im Filmclub erzählen.

Pizzini bietet „Wellenbrecher on tour“ unentgeltlich in ganz Südtirol an. In Bozen wird der Abend zweisprachig sein, und die besondere Aufmerksamkeit wird Abend dem Filmemachen unter schwierigen Bedingungen gelten.

Pizzinis Filme und Fotoprojekte

Regie: Pachamama (Bolivien, 2003), Es wird schon gehen (Perù, 2004 ), Das bin Ich (Italien, 2006 ), Afrikanische Wege (Kenia, 2007 ), Das was du von mir nicht weisst (Italy, 2008 ), 2011 Confalonieri (Australien, 2011)

Kamera: Keine will so hoch hinauf (Italien, 1999), Die Wölfin und die Schlange (Ecuador, 2001) Ton: Ein Mensch unter Menschen (Brasilien, 2003), Wie zwei Schwestern (Rumänien/Italien, 2008) 

Fotoprojekte: Cubestories (International, 2010-2021), Wavebreakers, Wellenbrecher (Italien, 2021

Seit 2008 betreibt Pizzini auch spezialisierte Webseiten für Fotografie.

Pizzini bietet „Wellenbrecher on tour“ unentgeltlich in ganz Südtirol an. In Bozen wird der Abend zweisprachig sein, und die besondere Aufmerksamkeit wird Abend dem Filmemachen unter schwierigen Bedingungen gelten. 

www.andreapizzini.com

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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