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„Es muss sich etwas ändern“

Foto: FF Kardaun

Die Staatstraße südlich von Blumau erweist sich einmal mehr als Todesfalle. Bürgermeister Albin Kofler fordert Maßnahmen zur Reduzierung der Geschwindigkeit.

von Thomas Vikoler

Ende Juni verstarb der 44-jährige Tischtennistrainer Sergey Kakorin an den schweren Verletzungen, die er sich bei einem Autounfall südlich von Blumau zugezogen hatte. Am vergangenen Sonntagmorgen traf es Patrick Temelin, einen 23-Jährigen aus dem Ort. Er war mit seinem Fiat Punto gegen 6.00 Uhr in Richtung Blumau unterwegs, als er südlich des Autobahn-Viadukts frontal mit einem entgegenkommenden Fiat Doblò zusammenstieß. Nach einer ersten Rekonstruktion durch die Carabinieri war der Fiat Punto, möglicherweise wegen einer Unachtsamkeit oder Sekundenschlafs des Fahrers, auf die Gegenfahrbahn geraten.

Patrick Temelin (Foto: FB)

Beide Fahrzeuginsassen mussten von der Feuerwehr durch hydraulische Rettungsgeräte aus den Fahrzeugen befreit werden: Patrick Temelin war bereits verstorben, der Fahrer des Fiat Doblò, ein 39-jähriger Tourist aus Bergamo, mittelschwer verletzt und wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Verstorbene war als Kellner im Bozner Lokal Vögele tätig und befand sich auf dem Nachhauseweg.

Die Staatsstraße 12 in diesem Abschnitt erwies sich also einmal mehr als Todesfalle: Es gibt kaum Ausweichmöglichkeiten, die Straße verläuft mehr oder weniger gerade und ist buchstäblich zwischen Radweg und Eisack-Fluss eingekeilt. Auch deshalb werden hier selten Geschwindigkeitskontrollen seitens der Ordnungshüter durchgeführt.

„Ja, das stimmt“, sagt Karneids SVP-Bürgermeister Albin Kofler, „es gibt im Abschnitt zwischen Bozen Nord und Blumau viel zu viele Unfälle. Es wird hier viel zu schnell gefahren.“

Am Montag gedachte die Gemeindeverwaltung des verstorbenen Mitbürgers aus der Fraktion Blumau und beriet über Maßnahmen, um derartige Tragödien zu verhindern.

Laut Erhebungen wird der Abschnitt Bozen Nord-Blumau täglich von 24.000 Autos befahren, eine enorme Menge.

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Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (10)

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  • tirolersepp

    Bitte handeln Herr Bürgermeister !!!

  • hallihallo

    oder vielleicht ist die strasse für dieses verkehrsaufkommen einfach zu eng.
    dadurch fahren ängstliche autofahrer sehr langsam und bremsen wenn sie einem bus oder lkw begegnen.
    merkwürdigerweise ist in der langgezogenen kurve davor kein durchgezogener strich eingezeichnet und somit überholen erlaubt.
    um 6.00 werden sie eh keinen polizisten zur kontrolle schicken deshalb hilft eine noch geringere geschwindigkeitsbegrenzung wenig

  • alfons61

    Es ist immer jeder und alles schuld nur nicht die Person die rast. So leid es mir tut dass auch Raser oft sterben aber dass Raser meist anderen Personen viel Leid an tun das soll man nicht vergessen. Und oft bleiben diese auch unverletzt aber die andern werden schwer verletzt oder sterben. TRAURIGES Beispiel OLANG.

    • yannis

      So ist es !
      Was dem Sekundenschlaf und Unachtsamkeit betrifft ist es wohl kaum möglich etwas dagegen zu machen.
      Vielleicht sollte man unverzüglich das in den Unfallfahrzeugen aufgefundene Smartphone einkassieren und die Uhrzeit des letzten „darauf herum Getatschen“ mit dem Zeitpunkt des Unfalls abzugleichen.

      • alfons61

        @yannis: ja eben gut gesagt. Des SCHEISS handy immer in der Hand.
        Beim parken stehen die polizisten hintern Eck und warten dass man min überzieht um zu strafen. Handy Sünder erwischen sie 1 auf 200 der ihnen vor der Nase vorbei fährt.

  • baludergrosse

    Es Vögele wird wohl kaum so lange offen haben…

  • franz1

    Verantwortung fängt im „Eigenen Kopf“ an.
    Da können die Strassen sein wie sie wollen, doch am Ende steht der „Lenker“ eines Fahrzeuges der dieses steuert!
    Zusammengefasst: „Auf Sicht fahren ist eine der sicheren Möglichkeiten!“

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