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„Details werden definiert“

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Das Land möchte in Südtirol wieder Testzentren einführen. Derzeit werden Analysen durchgeführt, um zu klären, in welchen Gemeinden die Zentren eingerichtet werden.

von Markus Rufin

In dieser Woche berichtete die TAGESZEITUNG darüber, dass die Landesregierung beschlossen hat, die Testzentren wieder einzuführen. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt ziemlich viel unklar. Fest stand nur, dass es die Zentren nicht in jeder Gemeinde geben wird und dass die Tests kostenpflichtig sein werden. Wo die Testzentren eingerichtet werden, steht dagegen noch nicht fest.

Im Gegensatz zum Frühjahr dienen die Testzentren nämlich nicht dazu, um ein möglichst breites Monitoring durchzuführen, sondern um allen Bürgern die Möglichkeit zu geben, den Green Pass zu erhalten. Rein gesetzlich ist es möglich, diesen für 48 Stunden zu erhalten, wenn man über einen negativen Test verfügt.

„Wenn es die gesetzliche Möglichkeit gibt“, meint Covid-Einsatzleiter Patrick Franzoni, „müssen wir auch dafür Sorge tragen, dass die Tests für die Bürger erhältlich sind.“Stand jetzt werden die Antigentests allerdings nur in 80 Apotheken im Land angeboten. Doch speziell in peripheren Gebieten, wie dem Ultental oder teilweise auch im Unterland bieten nur wenige Apotheken den Test an. Zudem haben diese häufig eingeschränkte Öffnungszeiten.

Zwar unterstreicht Franzoni, dass die Apotheken gute Arbeit leisten, man müsse aber garantieren, dass jeder Bürger Zugriff zu Tests hat. Das heißt, die Bürger müssen sich außerhalb der Arbeitszeiten testen lassen können.

Da das nur teilweise möglich ist, kehren nun also die Testzentren zurück. Nur wo diese entstehen, steht nach wie vor noch nicht fest, wie Patrick Franzoni erklärt: „Wir sind dabei Analysen durchzuführen. Das heißt, wir schauen, wo Testzentren wirklich nötig sind und wo nicht.“Der Sanitätsbetrieb befindet sich dazu mit den Gemeinden im Gespräch.

Ein Datum, wann die Testzentren geöffnet werden, steht noch nicht fest. Aber das dürfte bereits in den nächsten Tagen der Fall sein. Einige Berufsgruppen, wie Lehrer, sind auf die Tests angewiesen, da sie ohne Impfung und ohne Test suspendiert werden. Aber auch weil das Land erwartet, dass Rom die Green-Pass-Beschränkungen ausweitet, besteht dringender Handlungsbedarf.

Den Impfgegnern entgegenkommen, will das Land mit dem Testangebot allerdings nicht. „Die Tests sind genau wie in den Apotheken kostenpflichtig“, so Franzoni. „Auch in den Testzentren wird man 15 Euro bezahlen müssen.“

Wichtig seien die Teststationen aber auch wegen der Delta-Variante. Studien und auch die Zahlen in Südtirol bestätigen eindeutig, dass sich Geimpfte nicht nur seltener anstecken und besser vor schweren Verläufen geschützt sind, sondern auch, dass Geimpfte weniger lang infektiös sind. „Lassen sich Ungeimpfte regelmäßig testen, minimiert man das Risiko, dass es zu Infektionsherden kommt“, sagt Franzoni.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (11)

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  • tiroler

    Ohne die dummen Impf und Testverweigerer wäre die Pandemie Gechichte

    • emma

      bisch obr kein richtiger tiroler, eher a I hosenscheisser

    • gorgo

      Nein, so ist das nicht. Abgesehen davon, dass eine Pandemie nicht lokal beendbar ist und die Durchimpfung in wenigen Ländern in gewisser Weise sehr egoistisch, waren das Hauptproblem immer die menefregisten, die keine Einschränkungen akzeptierten. Von denen sind jetzt sicher viele geimpft und erwarten eben, das Leben hätte so wie vorher weiterzugehen.
      Das der Impfstart mit solchen Ängsten und Unsicherheiten, vor allem bei Astra Zeneca begann ist auch nicht deren Schuld.
      Und zuletzt, selbst wenn wir alle durchimpfen könnten, wäre da noch eine beträchtliche Zahl an Impfdurchbrüchen, da der Impfstoff nicht so gut wirkt wie erhofft.
      Die natürlich zunehmen werden, je höher die Inzidenz.
      Dazu kommen jene, die zu spät geimpft werden, bzw. nicht aufpassen (können) und sich infizieren bevor der Impfzyklus abgeschlossen ist.
      Und dann ist eine gewisse Renitenz halt einfach menschlich. Sahen wir ja schon bei den Masken.
      Wir können es ganz einfach Pech nennen.

      • gorgo

        @yannis
        Ja, in Dänemark sind über 70% der Bevölkerung geimpft. Fast 75% haben die erste Dosis.
        In Italien ca. 60%. Verstehst du jetzt warum man mit der Pflichtimpfung winkt? Angesichts unseres Gesundheitssystems wären über 80% ein Muss damit wir es laufen lassen können.
        Und auch dann werden Menschen krank und sterben. So wie bei vielen anderen Krankheiten.
        Also?

    • luis2

      Ich würde den Tiroler nach Rom kommandieren zu Assistenten des Herr Generals.
      Dumm Menschen bezeichnen die anders denken, entstehen im eigenen Siegelbild.

  • vinsch

    Die Testzentren sind auf jeden Fall positiv zu sehen. Was ich aber weiterhin nicht verstehe, weshalb man den Genesenen keine Rechte gibt. Ein Antikörpertest, durchgeführt alle drei Monate im Krankenhaus, welcher die Antikörper bestätigt sollte mit einem Impfschein gleichgestellt werden, wie das in Österreich bereits der Fall ist. Es gibt immer mehr Studien, dass Genesene viel besser geschützt sind als Geimpfte. Also Herr Kompatscher, mit unserer Autonomie könnten Sie hier eine Vorreiterrolle in Italien einnehmen. Es braucht lediglich ein wenig Mut.

    • devils_son

      Anmerkung nur: „ihr“ alle redet von Rechten zurück, Rechte geben – hallo!! daas was wir so großzügig tropfenweise „zurückbekommen“ , habe ICH niemals abgegeben, liesse cih mir auch niemals nehmen – drum.. alles nur subjektiver Zwang udn Drang/Drohgebärde. also alle schön klein udn bei Guß halten, das ist die Devise

  • kirke

    @tiroler: ohne diese krankhafte Testerei, währe diese PCR- Test-Pandemie eine Grippe wie jede andere.
    Übrigens kann man mit dem PCR Test gar nicht feststellen ob sie mit Coroa infiziert sind oder nicht.
    Sie brauchen sich aber nicht wegen ihrer Blödheit schämen, sie befinden sich in bester Gesellschaft.

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