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Das Ende der Sizilien-Mission

Fotos: LFV

Am Donnerstagabend kehren die letzten Feuerwehrkollegen aus dem Waldbrandeinsatz in Sizilien nach Bozen zurück – ein kurzer Rückblick.

Hier einige Eckdaten der Sizilien-Mission:

Start war am Sonntag 01. August um 22:00 Uhr. Ankunft in Palermo am Montag 02. August gegen Abend. Die ersten 2 Tage waren die Mannschaften der Provinz Palermo zugewiesen, anschließend wurden sie für die Dauer der Mission in die Provinz Messina verlegt.

Jeweils waren 3 Mann der FF und 3 Mann der BF im Einsatz, koordiniert von einem Verbindungsoffizier der Berufsfeuerwehr.

Eingesetzte Mittel: ein Geländefahrzeug mit Löschvorrichtung und ein Tanklöschfahrzeug, weiteres ein Waldbrandbecken mit Geländefahrzeug.

Die Mannschaften bekämpften örtliche Wald- und Flächenbrände wobei jeweils täglich ein Gebiet zugewiesen wurde.  Die Gebiete lagen meist in der Größenordnung von über 150km Ausdehnung! Bei größeren Einsätzen wurden die Einsatzmannschaften direkt zur Brandstelle gerufen, wo sie in Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr, der Forstbehörde und den Behörden des Zivilschutzes der Region Sizilien und den Mannschaften aus der Provinz Trient zusammenarbeiteten. Täglich wurden von den Mannschaften Brände gesichtet und gelöscht. Die Anfahrt zur Brandstelle betrug in Einzelfälle mehrere hunderte Kilometer.

Erreichten die Waldbrände eine kritische Größe oder bestand die Gefahr, dass Häuser oder Infrastruktur vom Feuer beschädigt werden könnten, wurden die Mannschaften von der Luft mit Löschhubschrauber oder Löschflugzeuge unterstützt.

Hierbei wurde der Verbindungsoffizier der Berufsfeuerwehr Bozen stehts in die Einsatzleitung integriert und konnte somit in der Koordination der Löschhubschrauber bzw. Löschflugzeuge mitwirken. Das Fachwissen des Personals der Südtiroler Feuerwehren wurde geschätzt und die Südtiroler Führungskräfte konnten sehr viel Erfahrung sammeln.

Die Mannschaften wurden mit großer Freundlichkeit und Herzlichkeit von der Bevölkerung empfangen und der Einsatz der Löschmannschaften wurde geschätzt. Die Südtiroler Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehren und der Berufsfeuerwehr konnte dabei ihr Fachwissen aber auch die technischen Kompetenzen mit den örtlichen Mannschaften austauschen, mit denen sie täglich zusammenarbeiteten.

Nennenswerte Einsätze:

Waldbrand bei Castel di Lucio – Fläche ca. 300ha, wobei durch den raschen Einsatz der Löschmannschaften aus Südtirol das Dorf gerettet werden konnte und es nicht zu größeren Sachschäden gekommen ist.

Petralie Geraci: – Einsatz bodengebunden und luftgebunden, der Brand hatte bereits Teile des Dorfes erreicht und Häuser betroffen, durch das koordinierte und bewusste Eingreifen der Mannschaften aus Südtirol konnte das Dorf vor größeren Schäden geschützt werden. Großen einsatztaktischen Wert hatte hier der Einsatz des Tanklöschfahrzeugs aus Bozen. Der Offizier aus Bozen wurde hier  in die Koordinierung der Lufteinheiten eingebunden und der rasche Einsatz des Waldbrandbeckens aus Südtirol konnte die Luftoperationen entscheidend verbessern.

Waldbrand nahe Gaggi (Teormina) am 15.08.21 – Die Mannschaften aus Bozen konnte hierbei diesen Waldbrand, der sich über ein ganzes Tal ausgedehnt hatte, bekämpfen und mehrere Wohnhäuser vor Schäden bewahren.

Monte Ciccia (Messina) – Bei einem größeren Waldbrand, der dabei war auf ein Pulverlager des Militärs überzugreifen, war die Berufsfeuerwehr vor Ort und half in der Koordination der Löschmittel aus der Luft mit.

Schlußfolgerungen

Der Hilfseinsatz war nötig gewesen, da auf Grund einer außergewöhnlichen Hitzeperiode die Vegetation so trocken war, dass bereits kleine Flächenbrände schnell zu gefährlichen Schadensfeuern heranwuchsen.

Insgesamt waren 9 Mann der FF und 10 Mann der BF daran beteiligt.

Es fanden 2 Personalwechsel statt, um das Einsatzpersonal auch auf Grund der extremen Hitze nicht zu überbelasten.

 

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