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„Lästige Straßenmusiker“

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Die Meraner SVP fordert neue „Spielregeln“ für die Straßenkunst – weil die Straßenmusiker als belästigend empfunden würden.

Ja, Künstler*innen, Straßenmusiker*innen und Schausteller*innen machten eine Stadt bunter und lebendiger, aber es bedürfe einer zeitgemäßen Regelung, schickt die Meraner SVP voraus.

Michael Guarise

Denn vor allem in den Sommermonaten werde die Vielzahl der Darbietungen zumindest von einigen Anwohner*innen, Geschäftsleuten und Beschäftigten auch als belästigend empfunden, so die Meraner Volkspartei weiter.

„Es kommt immer wieder vor, dass unzählige Künstler*innen in der Altstadt gleichzeitig, stundenlang und pausenlos ihre Darbietungen einstudieren und präsentieren. Wenn dabei laute Musik durch einen Verstärker dröhnt, kann das auf Dauer anstrengend und störend sein“, so heißt es in einer Aussendung der Meraner SVP.

Aris Deflorian

„Es ist verständlich, dass sich viele Kaufleute eine Regelung und ein durchdachtes Konzept wünschen, wenn es darum geht zu definieren wann, wo und wie lange Künstler*innen ihre Auftritte abhalten können“, sagt Michael Guarise, „es muss ein neues Konzept ausgearbeitet werden.“

Durch „zeitgemäße Richtlinien“ und die Einrichtung einer Online-Plattform sollten die Interessen aller Betroffenen, sei es jene der Kaufleute und Anrainer, als auch jene der Künstler*innen berücksichtigt werden, so Guarise.

Durch die Nutzung einer Online-Plattform für die Anmeldung der Darbietungen an gewissen Hotspots im Stadtzentrum könnte für Künstler*innen ein praktisches Buchungssystem bereitgestellt und gleichzeitig die Kontrolle durch die Polizei vereinfacht werden, schlägt Guarise vor.

Ähnlich argumentieren die Meraner Kaufleute.

„Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass beispielsweise die Meraner Laubenkreuzung für Künstler*innen ein sehr lukrativer Schauplatz ist, aber leider beeinträchtigt die Musik die umliegenden Büros und Geschäfte in deren beruflichem Alltag. Außerdem entstehen häufig Menschenansammlungen durch Zuschauer*innen, die die Eingänge zu Geschäften versperren. So kann es nicht weitergehen“, erklärt Kaufleutevertreter Aris Deflorian.

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