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Gestrichene Frauen

Eklat im Senat: Die SVP-Männer Meinhard Durnwalder und Dieter Steger wollen nun auch die Frauen aus dem Antidiskriminierungsgesetz streichen.

Julia Unterberger traute ihren Augen nicht, als sie die Abänderungsanträge ihrer beiden Kollegen zu sehen bekam: „Es ist absurd, dass sie die Frauen aus dem Gesetz streichen wollen“, erklärt die SVP-Senatorin.

Die Anträge von Meinhard Durnwalder und Dieter Steger sehen vor, dass Menschen vor Diskriminierungen aus „religiösen, homophoben und transphoben Gründen“ geschützt werden sollen.

Brisant: Die Diskriminierungen wegen des Geschlechts würden mit diesem Antrag aus dem Zan-Gesetz gestrichen.

Dabei hatte ihre Fraktionssprecherin einen eigenen Gesetzentwurf ausgearbeitet, mit dem Frauen – insbesondere Politikerinnen – vor sexistischen Angriffen geschützt werden sollen. Werden die sexistischen Angriffe im Netz verbreitet, sieht der Unterberger-Entwurf sogar doppelt so hohe Strafen vor. Die SVP-Politikerin hatte den Entwurf nur deshalb zurückgezogen, weil der Schutz der Frauen nun mit dem Zan-Gesetz in Angriff genommen werden sollte.

Jetzt aber könnten ihr aber die eigenen Kollegen, wissend oder nicht, einen Strich durch die Rechnung machen. (mat)

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