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„Kein Sonderweg“

Foto: lpa

Die Corona-Zahlen steigen. Und LH Arno Kompatscher kündigt an: Südtirol werde die strengere Gangart Roms mittragen.

Die Zahl der nachgewiesenen Sars-CoV-2-Infektionen steigt seit Juli weltweit wieder.

Südtirol bildet keine Ausnahme.

Wie der Sanitätsbetrieb am Dienstag bekanntgegeben hat, wurden in den vergangenen 24 Stunden in Südtirol 22 Neuinfektionen festgestellt. Zusätzlich gab es 17 positive Antigentests.

Mit der Corona-Lage und der erwarteten Entwicklung sowie mit den staatlichen Maßnahmen hat sich die Landesregierung  unter dem Vorsitz von Landeshauptmann Arno Kompatscher befasst.

Bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Regierungssitzung informierten Landeshauptmann Kompatscher und Gesundheitslandesrat Thomas Widmann über die anvisierte Test- und Impfstrategie.

„In ganz Europa wird derzeit darüber diskutiert, wie weit die Green-Pass-Pflicht ausgedehnt werden soll“, sagte Landeshauptmann Kompatscher.

Auch in Italien erwäge die Regierung eine strengere Gangart.

Land übernimmt alle staatlichen Regeln, setzt aber auch eigene Schritte 

Der Landeshauptmann kündigte an, dass „die Landesregierung die Maßnahmen, auf die sich die Regierung in Rom verständigen wird, eins zu eins übernehmen“ werde.

„Wir sind der Meinung, dass der europäische Green Pass ein gutes Instrument ist, um die Sicherheit zu erhöhen“, betonte Kompatscher.

Wie andere Regionen werde Südtirol auch weiterhin eigene Schritte setzen.

So wolle man ein möglichst kapillares Testangebot weiterhin gewährleisten. Dieses werde für Minderjährige kostenlos sein, zumindest was die Nasenflügeltests angehe.

„Im Vordergrund aber stehe“, erklärte Landeshauptmann Kompatscher, „und darüber bestehe weltweiter Konsens – die Impfstrategie. Es gelte, die Impfquote so weit wie möglich zu steigern.“

In dieselbe Kerbe schlug auch Gesundheitslandesrat Widmann. Anhand der jüngsten Infektionszahlen sagte der Landesrat: „Wenn die Entwicklung so weitergeht, wird Südtirol nach römischen Parametern bald wieder als gelbe Zone eingestuft.“

Der Landesrat sprach in diesem Zusammenhang auch die Veränderung der Einstufungsparameter ein, die auf staatlicher Ebene geplant ist.

Diese ziele unter anderem auf eine stärkere Beachtung der Auslastung der Intensivstationen und der Bettenbelegung in den Krankenhäusern ab. Südtirol begrüße diese Änderungen, die zum Teil vom Land selbst mit angeregt worden seien.

Als wirksamste Maßnahme gegen das Coronavirus bezeichnete Widmann das Impfen: „Impfen ist unsere Hauptstrategie. Daher setzen wir auf niederschwellige Angebote beim Impfen, wollen aber auch weiterhin Screening und Prescreening beibehalten.“

Widmann erinnerte daran, dass bisher 512.000 Einzeldosen verabreicht worden seien. Das entspreche in etwa der Bevölkerung Südtirols.

Derzeit gebe es mehr Dosen als Impfbereite.

Land und Sanitätsbetrieb, kündigte Landesrat Widmann an, würden in den nächsten Tagen zwei weitere Impfbusse einsetzen.

Der Landesrat zeigte sich zuversichtlich, dass man in Südtirol einen guten Gesellschaftsschutz erreichen könne, wenn auch der Weg zum Herdenschutz noch ein weiter sei.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (15)

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  • goldie

    Welcher Herdenschutz?

  • bernhart

    Was waren dann die ganzen Sonderwege des Landes Südtirol???
    Grünerpass 2 Monate für nichts, da er ausser i´m Land Südtirol nirgens anerkannt wurde,
    Das Südtiroler Volk wurde über ein Jahr belogen und eingeschüchtert, Herr Landeshauptmann , sie haben die Ordnungskräfte auf die Bürger des Landes gehetzt, sie haben volljährige Bürger eingesperrt, sie haben Volljährige Bürger schikanieret. jetzt ist es an der Zeit, dass sie aufhören.
    Ihr Politiker seits ein armer Verein

    • pantone

      Haben Sie aber verstanden, dass der Südtiroler Sonderweg weniger den Bürgern abforderte als der staatliche? Die staatlichen Vorschriften, die möglicherweise gelten werden, sind strenger. Es wurden keine Ordnungskräfte auf die Bürger des Landes gehetzt, es wurden keine volljährigen Bürger eingesperrt, noch wurden diese schikaniert. Um die Gesundheit der Mehrheit der Bürger Südtirols zu schützen wurden diese Maßnahmen ergriffen die Sie so bezeichnen. Hätte man alles laufen lassen wären mehr Menschen gestorben, in den Krankenhäusern wären keine Betten mehr frei gewesesen, weit mehr Mitarbeiter von Unternehmen wären krank geschrieben gewesen und damit die Unternehmen arbeitsunfähig gewesen, Touristen wären doch keine gekommen, selbst wenn sie es wollten usw. Wann hört das Gejammere endlich auf! Schauen wir alle, dass die Situation nicht wieder aus dem Ruder läuft!

  • andimaxi

    Das mit den kostenpflichtigen Tests war eine gute Idee. Jetzt wird viel weniger getestet.

  • wichtigmacher

    Kein Sonderweg! Richtig, die Förschter vom Schuler miasn jetzt im Summer die Schwammlklauber im Sarntol kontrollieren (Beppo vom Trentin) , hobn für ondere Sochn kuane Zeit

  • morgenstern

    Nach dem Fiasko mit dem Südtiroler Sonderweg, nun der Gang nach Canossa.

  • besos1900

    Zum Glück habe ich ein Haus in der Schweiz da kann ich in Südtirol alles zu sperren und bin fein raus.

  • lillli80

    Genau so wird der green pass in österreich bereits seit den öffnungen verwendet…und…was bringt’s? Die zahlen steigen genau so, wie bei uns auch.

  • na12

    Impfpflicht für ALLE und diese teuren Nasenbohrertests gehören abgeschafft. Auch an den Schulen.
    Das kostet uns Mio. von Euro. Gratis sind die sicher nicht diese Tests!
    Zudem kann es nicht sein, dass wegen Covid die Krankenhäuser bald für andere Visiten nicht mehr zugänglich sind.

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