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Blitzhochzeit in Laufschuhen

Foto: Weber/Wenning

Eine außergewöhnliche Trauung steht im Grauner Standesamt an: Claudia Weber und Thomas Wenning wollen sich während des Reschenseelaufs da Ja-Wort geben. Dafür gehen sie in Hochzeitskleidung an den Start.

von Karin Gamper

Wenn am Samstag, den 17. Juli der Startschuss für den 21. Reschenseelauf fällt, dann werden zwei Teilnehmer wohl für erhebliches Aufsehen sorgen. Claudia Weber (58) und Thomas Wenning (54) aus dem deutschen Waltrop im Bundesland Nordrhein Westfalen gehen nämlich in Hochzeitskleidung an den Start. Als unverheiratetes Paar. Wenn sie durchs Ziel laufen, werden die beiden hingegen verheiratet sein.

Wie das geht? Die beiden begeisterten Läufer, die sich vor 17 Jahren beim Halbmarathon in Duisburg kennenlernten und seither gemeinsam durchs Leben laufen, haben sich für ihre Hochzeit ein außergewöhnliches Szenario einfallen lassen. Gleich nach dem Start werden die beiden in ihren Laufschuhen einen kurzen Abstecher ins daneben liegende Grauner Rathaus machen, wo die Verwandtschaft wartet und Bürgermeister Franz Prieth die Trauung vornehmen wird. Eine Blitzhochzeit sozusagen. „10-15 Minuten wird das dauern“, schätzt Thomas Wenning. Dann geht es wieder zurück auf den Parcours, wo die beiden Hobbyläufer gemeinsam ins Ziel laufen möchten. Gefeiert wird anschließend in einem Grauner Hotel.

„Für uns war eine Hochzeit auf einer Laufstrecke eine Herzensangelegenheit. Die Laufhochzeit war bereits für 2020 geplant, musste aber wegen Corona abgesagt werden. In der Vergangenheit haben wir viele Extrem-Läufe weltweit zusammen gemeistert und dabei fast 70.000 € an Spenden für verschiedene Organisationen gesammelt“, berichtet Thomas Wenning. Er hat zusammengerechnet: In diesen 17 Jahren haben er und seine zukünftige Ehefrau über 100.000 Laufkilometer hingelegt, sie sind 300 Mal bei einem Marathon durchs Ziel gelaufen und haben dabei 150 Paar Laufschuhe verschlissen. 

Warum gerade Graun? Thomas Wenning: „Trauungen werden hier auch am Samstag vorgenommen und das Rathaus liegt gleich neben der Laufstrecke“. Wie hat Bürgermeister Franz Prieth auf den unüblichen Trauungswunsch reagiert? „Er war sofort Feuer und Flamme und auch die Organisatoren des Reschenseelaufs waren begeistert“, beteuert Thomas Wenning. Aus bürokratischer Sicht habe es ebenfalls keine Probleme gegeben: „Als Deutsche, die sich in Italien standesamtlich trauen, mussten wir lediglich einige Papiere mehr vorlegen“.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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