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„Unverhältnismäßig und kontraproduktiv“

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Ulli Mair kritisiert die neuen Feier-Regeln: „Für Feste im Freien müssen Gastro-Regeln gelten.“

Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair und der Obmann der freiheitlichen Jugend, Oscar Fellin, kritisieren die strengen Corona-Auflagen für Festveranstaltungen im Freien als „unverhältnismäßig und kontraproduktiv“. Die Maßnahmen würden dem krisengebeutelten Ehrenamt weiteren, unnötigen Schaden zufügen und gleichzeitig wenig bis gar nichts zu der von der Landesregierung angezielten Steigerung der Impfquote beitragen.

„Die Corona-Krise hat dem Ehrenamt stark zugesetzt. Die Maßnahmen der letzten 18 Monate haben die Ausübung der Vereinstätigkeit und das Veranstalten von Festen weitestgehend verunmöglicht, wodurch sich die vielfach ohnehin schon klammen Vereinskassen zusätzlich leerten. Anstatt den Vereinen angesichts der seit Wochen stabilen Corona-Lage entgegenzukommen, macht ihnen die Landesregierung mit völlig unverhältnismäßigen Auflagen für Feste im Freien eine wichtige Einnahmequelle madig. Die Folge ist, dass Dorf- und Wiesenfeste entweder gar nicht stattfinden oder aber schlecht besucht sein werden“, so die Freiheitlichen eingangs.

„Wer nicht geimpft oder genesen ist muss sich für die Teilnahme an Festen kostenpflichtig testen lassen: Diese Vorschrift dient in erster Linie der Schaffung eines Impf-Anreizes, der in Wahrheit einem versteckten Impfzwang gleichkommt. Diese Strategie der Landesregierung wirkt kontraproduktiv und dürfte mächtig nach hinten losgehen, da viele Vereine bereits angekündigt haben, unter den gegebenen Umständen gar kein Fest ausrichten zu wollen. Keiner lässt sich für ein Fest impfen, das gar nicht stattfindet“, so der Obmann der freiheitlichen Jugend, Oscar Fellin.

„Während man in Bozen Parkverbote erlässt, um Platz für tausende feierwütige Fußballfans und eine Siegesfeier zu schaffen, bei der keine einzige Corona-Regel beachtet wird, herrschen in vielen Altersheimen immer noch strenge Besuchsbeschränkungen. Während in Biergärten hunderte Personen ohne Pflicht zum Negativnachweis zusammenkommen, müssen Besucher von Dorf- und Wiesenfesten einen solchen vorlegen. Die Coronapolitik der Landesregierung bleibt in weiten Teilen unverhältnismäßig und man sucht nach wie vor vergebens nach einer nachvollziehbaren Logik“, so die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair.

„Ein Blick ins Ausland zeigt, dass die Schutzwirkung der Impfung greift. Trotz mancherorts steigender Inzidenzen gibt es nicht mehr Kranke, die Hospitalisierungs- und Sterbezahlen bleiben auf einem konstant niedrigen Niveau oder fallen weiter. Es ist angesichts dieser positiven Entwicklung nicht länger akzeptabel, pauschal Corona-Maßnahmen aufrecht zu erhalten und stellenweise sogar zu verschärfen, die zu einem Zeitpunkt entstanden sind, als man keine Impfung hatte“, so die Freiheitlichen.

„Es gibt keinen vernünftigen Grund, weshalb für Feste unter freiem Himmel strengere Vorschriften gelten als in Innenräumen von Bars und Restaurants. Unsere Vereine sind eine tragende und unverzichtbare Säule unseres Gemeinwesens und dürfen nicht länger Leidtragende einer fragwürdigen Corona- und Impfstrategie der Landesregierung sein. Die Impfbereitschaft kann nur durch umfassende Aufklärung erhöht werden, direkte und indirekte Zwänge wirken kontraproduktiv und spalten die Gesellschaft. Für Festveranstaltungen im Freien müssen dieselben Regeln gelten wie für die Gastronomie“, so Mair und Fellin abschließend.

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