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Die neue Hütte

In Kürze sind die Sanierungsarbeiten am Becherhaus in der Gemeinde Ratschings abgeschlossen. Landesrat Massimo Bessone hat die Arbeiten an der landeseigenen Schutzhütte auf über 3000 Metern Meereshöhe begutachtet.

Seit dem 19. Juni ist das Becherhaus für die Gäste geöffnet. Nach fast einem Jahr Bauzeit werden noch die letzten Arbeiten am Außenbereich fertiggestellt. Der 16. August ist das Datum, auf das sich am Becherhaus aller Einsatz konzentriert. An diesem Tag sollen die letzten Arbeiten zur Sanierung der höchstgelegenen Schutzhütte abgeschlossen sein und sofern Schönwetter, das neugestaltete Becherhaus offiziell eröffnet werden.

Das zu den landeseigenen Schutzhütten gehörende Gebäude liegt auf dem Gipfel des Becher, einer Anhöhe am Südgrat des Wilden Freigers auf 3195 Metern Höhe, am Rande des Übertalferners in der Gemeinde Ratschings, im Südtiroler Teil der Stubaier Alpen. Seit 2011 verwaltet das Land die Hütte, nachdem der Staat das Eigentum von 25 Schutzhütten ans Land übertragen hatte. Bauten- und Vermögenslandesrat Massimo Bessone hat sich in diesen Tagen zusammen mit dem Direktor der Landesabteilung Vermögen Daniel Bedin, dem Direktor des Landesamts für Bauerhaltung Luca Carmignola, den Technikern und Planern vor Ort über den Fortschritt der Arbeiten informiert.

„Wir investieren insgesamt rund 1,4 Millionen Euro, um eine Einrichtung aufzuwerten, die zum Vermögen aller Südtiroler gehört“, sagt Bessone und hebt die Professionalität und den Einsatz des Technikteams und der beteiligten Unternehmen hervor. Bauarbeiten in den Bergen seien eine Herausforderung, sagt Bessone. Die Arbeiten wickelt die Firma Mader GmbH aus Sterzing ab, die den Auftrag bei einer Ausschreibung gewonnen hat. Mit dabei sind die Subunternehmen Trenkwalder & Partner GmbH, Hofer & Zelger OHG und Unionbau AG, allesamt ortsansässig.

„Das Becherhaus ist nicht nur Orientierungspunkt für erfahrene Wanderer, sondern auch ein Schaufenster für den Klimawandel und gibt nützliche Informationen für nötige Maßnahmen“, sagt Bessone. Tatsächlich liegt das Schutzhaus mitten im größten Gletschergebiet Südtirols, umgeben von Dreitausendern wie dem Zuckerhütl und dem Wilden Freiger.

Die Sanierungsarbeiten am Becherhaus schreiten zügig voran. Koordiniert werden sie vom Direktor des Landesamts für Bauerhaltung Carmignola und dem technischen Mitarbeiter Stefano Rebeschini, unterstützt vom Projektanten Hans Pardeller, Eleonora Kraus und Norbert Verginer. Die Außenhülle des Gebäudes wurde saniert und die Fassaden aus Lärchenschindeln erneuert. Das Gebäude bekommt ein neues Dach, die Stube an der Ostseite und die Terrasse wurden vergrößert, die notwendigen technischen Systeme und die Brandschutzvorrichtungen vollständig erneuert. Die Anpassungen betreffen die gesamte Stromversorgung inklusive LED-Beleuchtung, Fotovoltaikanlage inklusive Batteriespeicher, thermohydraulische Anlage, Feuerlöschanlage sowie die Wasserversorgung und Aufbereitungsanlage vom Gletscherwasser. Auch eine Abwasserentsorgungsanlage wurde installiert, und zwar vom Bauunternehmen Rainer aus Ratschings.

Die Schutzhütte

Die Schutzhütte wurde 1894 von der Sektion Hannover des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins errichtet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Gebäude der CAI-Sektion Turin zugeteilt und später von der CAI-Sektion von Verona umgebaut, erweitert und verwaltet. Die Schutzhütte ist vom Ridnaun- und Passeiertal aus zu erreichen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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