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Kranker Wolf

In Vierschach wurde ein Wolf gesichtet, der sich in gesundheitlich schlechtem Zustand befindet. Das kranke Tier soll nun eingefangen werden. Aber derzeit weiß man sich, wo es sich aufhält.

von Silke Hinterwaldner

Immer wieder werden Wölfe gesichtet, wobei sich später manchmal herausstellt, dass es vielleicht doch nur ein Hund war. Auch in Vierschach wurde nun – bereits zum wiederholten Mal – ein Wolf am Straßenrand beobachtet. Er bewegte sich langsam, in gebückter Haltung und wirkte beinahe gebrechlich. Dieser Wolf ist auch auf einem Video zu sehen und auf einem Foto.

Für Luigi Spagnolli, Direktor des Amtes für Jagd und Fischerei, steht in diesem Fall zweifelsfrei fest, dass es sich tatsächlich um einen Wolf handelt. Er sagt: „Nachdem der Wolf gesehen und beobachtet worden war, haben wir versucht ihn ausfindig zu machen, weil wir ihn fangen wollen. Das ist nötig, weil das Tier sich in einem gesundheitlich schlechten Zustand befindet.“ Allerdings konnte der kranke Wolf bislang nicht wieder geortet werden.

Unklar ist außerdem, sagt Spagnolli, welche Krankheit das Tier mit sich herumschleppt. Man wolle ihn fangen, um zunächst diese Frage zu klären und dann die entsprechend notwendigen Maßnahmen ergreifen. „Alle Krankheiten, die ein Wolf hat“, sagt der Direktor im Amt für Jagd und Fischerei, „können auch ansteckend für Hunde sein. Wir gehen davon aus, dass der Wolf nichts Schlimmes hat, aber das gilt es abzuklären.“

Auch ist es schwer zu sagen, auf welchem Weg der kranke Wolf nach Vierschach gekommen ist. Aus Nordtirol, sagt Spagnolli, kommen derzeit beinahe täglich Meldungen, dass Wolfe gesichtet werden. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Wolf in Vierschach über den Helm aus Belluno eingewandert ist. Dort bewegen sich derzeit mehrere Wolfsrudel.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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