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Freispruch für Schiebel

Am Freitag wurde der Pestizidkritiker Alexander Schiebel in Bozen im Prozess wegen übler Nachrede freigesprochen.

Es war die Auftaktverhandlung im Hauptverfahren gegen den österreichischen Autor Alexander Schiebel. Und Richter Federico Secchi fackelte nicht lange herum. Nach Anhörung der Parteien und zehnminütiger Beratung verkündete er am Freitag sein Urteil: Freispruch im Pestizid-Verleumdungsprozess gegen Schiebel zu Passagen aus dessen Buch „Das Wunder von Mals“. Es bestünden die Voraussetzungen für ein schnelles Urteil, erklärte Secchi.

Der Strafprozess wegen übler Nachrede gegen den Agrarwissenschaftler Karl Bär vom Umweltinstitut München geht hingegen weiter. „Der Südtiroler Landesrat für Landwirtschaft, Arnold Schuler, hatte seit September 2020 wiederholt öffentlich versprochen, seine und alle anderen Anzeigen gegen Bär zurückzuziehen und damit den Prozess zu beenden. Doch auch am heutigen dritten Prozesstag in Bozen blieben weiterhin alle 1376 Anzeigen gegen Bär bestehen. Allein die Nebenklägerschaft von Landesrat Schuler und zwei Obleuten von Südtiroler Obstgenossenschaften wurden zurückgezogen“, schreibt das Umweltinstitut München.

Karl Bär, Agrarreferent beim Umweltinstitut München: „Der Freispruch für Alexander Schiebel ist ein Freispruch für alle, die seit Jahren den hohen Pestizideinsatz in Südtirol kritisieren. Kein Pestizidkritiker und keine Pestizidkritikerin sollte jetzt noch befürchten, in Südtirol vor Gericht gezogen zu werden. Dies ist ein großer Sieg für die Meinungsfreiheit und gleichzeitig ein Denkzettel für Landesrat Arnold Schuler, der diese absurden Prozesse erst in die Wege geleitet hatte. Nun muss auch endlich der Prozess gegen mich beendet werden.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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