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Der Rückzieher

Die Betriebe müssen sich nun doch nicht verpflichten, einen gewissen Prozentsatz ihrer Mitarbeiter zu halten, wenn sie einen Corona-Beitrag des Landes haben wollen.

von Heinrich Schwarz

Es war eine klare Forderung, die insbesondere von den SVP-Arbeitnehmern im Landtag vorgebracht wurde: Betriebe, die einen Corona-Landesbeitrag erhalten, sollen sich dazu verpflichten müssen, einen gewissen Prozentsatz ihrer Arbeitsplätze zu halten. Helmuth Renzler etwa forderte einen 70-prozentige Arbeitsplatz-Garantie.

Auch Vizelandeshauptfrau Waltraud Deeg betonte, dass durch die Förderung der Wirtschaft auch Arbeitsplätze abgesichert werden müssen. Sie sagte ganz klar: „Die Wirtschaft gehört unterstützt, aber wenn ein Betrieb Geldmittel erhält, muss das in Arbeitsplatzsicherung fließen, sonst ist es verpulvertes Geld.“

Wirtschaftslandesrat Philipp Achammer kündigte bei der Vorstellung des Landeshilfspaketes Anfang März schließlich an: „Zur Arbeitsplatzsicherung werden sich Betriebe, die einen Beitrag beziehen, verpflichten müssen, Arbeitsplätze aufrecht zu erhalten.“

Von einer Klausel zur Arbeitsplatzsicherung ist in den jüngst von der Landesregierung genehmigten Kriterien für die Fixkostenzuschüsse bis 100.000 Euro allerdings nichts zu finden.

Achammer bestätigt auf Nachfrage: Die Arbeitsplatz-Klausel gibt es nicht.

MEHR DAZU LESEN SIE IN DER MITTWOCH-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (6)

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  • criticus

    Personen die hohe Löhne, Nachzahlungen in Höhe von 8.500 Euro und jährlich hohe Spesenvergütungen bekommen und das ob sie etwas leisten oder nicht (Politiker eben), werden die Sorgen einfacher Leute nie verstehen!

  • batman

    Die Krise wird auch vor unseren Politikern nicht halt machen.

  • tirolersepp

    Wirtschaftskrise Südtirol – gibt es diese Krise wirklich in diesem Umfang ???

    2202 Jobs in Südtirol, Bozen, Burggrafenamt, Eisacktal, Pustertal, Salten-Schlern, Überetsch-Unterland, Vinschgau, Wipptal

    gesehen auf:
    http://www.suedtiroljobs.it

    • cesco76

      Problem isch die leute wollen an job was sich an ihnen richtet. Keiner will zuruckstecken, wenig arbeit viel verdienen.,wochenende Frei.Jo mit den corona hat sich nix geandert. In jeder sparte werden arbeiter gesucht, alle wollen halt a Landes – staatstelle.

    • besserwisser

      einnahmen von meinem betrieb seit 20.otkober = 0. ich finanziere die treuen mitarbeiter vor. wenn ich auf die ankündiger und schwätzer und rückzieher warten würde bis sie mit den „experten“ getagt haben … gute nacht …
      ich glaube nicht dass ich der einzige bin der das gefühl hat auf einem anderen planeten als die theoretiker mit fünstelligen gehältern zu leben ….

  • keinpolitiker

    Die sollen endlich mal die Betriebe entschädigen und nicht noch Vorderungen stellen.

    Der Philipp soll in die Privatwirtschft wechseln (wenn ihn überhaupt jemand nimmt), dann kann er mal aus der Sicht eines Arbeitnehmers reden und versprechen.

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