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Neun Nominierungen für Evi Romen

Thomas Prenn in „Hochwald“: Nominiert als „Bester Hauptdarsteller“ beim Österreichischen Filmpreis (Foto: AMOUR FOU Vienna)

Mit gleich neun Nennungen ist das Regiedebüt „Hochwald“ der Boznerin Evi Romen der absolute Favorit für den Österreichischen Filmpreis, der am 8. Juli vergeben wird. Darunter in den Königskategorien „Bester Spielfilm“ und „Bester Hauptdarsteller“, für den der Pusterer Schauspieler Thomas Prenn nominiert ist.

 Evi Romens Debütfilm als Regisseurin macht Furore. Die Produktion von AMOUR FOU Vienna aus Wien lief nicht nur bereits auf der Viennale, dem Torino Film Festival und dem hochkarätigen Tallinn Black Nights Festival, sondern gewann 2020 auch das „Goldene Auge“ für den „Besten Film“ auf dem Film Festival Zürich. Nun ist das Drama der Film mit den meisten Nominierungen für den Österreichischen Filmpreis. „Hochwald“ ist nicht nur Kandidat für den besten Spielfilm und Hauptdarsteller, sondern auch für das „Beste Drehbuch“, das Regisseurin Evi Romen selbst geschrieben hat, für die „Beste Kamera“ und den „Besten Schnitt“. Dazu kommen noch Nominierungen für die Preise „Best Make-Up“, „Best Score“ und „Best Costume“, den die Südtiroler Kostümbildnerin Cinzia Cioffi entgegennehmen könnte. Südtirol-Premiere feiert das Drama um den jungen, sensiblen Mario und sein schwieriges Coming-out in einem kleinen Südtiroler Dorf am 6. Mai im Filmclub Bozen. Evi Romen, die in Wien lebt, wird dabei anwesend sein.

Auch Lukas Ladner, der Regisseur der Doku „Eva-Maria“, fiebert derzeit der Entscheidung einer Festival-Jury entgegen. Sein einfühlsames Porträt einer Frau, die aufgrund einer Polio-Erkrankung seit ihrer Kindheit im Rollstuhl sitzt und sich nun ihrem Kinderwunsch stellt, läuft im Wettbewerb des DOK.fest München. Das Festival findet von 5. bis 23. Mai digital statt. Die Golden Girls Filmproduktion & Filmservices Wien produzierte das Projekt in Koproduktion mit der Daniel Dlouhy – Bunny Beach Film e.U. Aldrans, große Teile der Postproduktion wurden in Südtirol realisiert. Protagonistinnen des Dokumentarfilms sind Eva Maria Prossegger und Renate Prossegger.

Und die Dokus „The Red House“ von Francesco Catarinolo, „My Upside Down World” von Elena Goatelli und „Luca+Silvana” von Wahlsüdtiroler Stefano Lisci laufen derzeit auf dem Trento Film Festival. Im Juni wird dann „Der menschliche Faktor“ des Kastelruthers Ronny Trocker in der Reihe „Panorama“ der Berlinale zu sehen sein. Der Film dreht sich um ein dramatisches Ereignis, das alle Mitglieder einer wohlhabenden Familie anders erleben; das fördert Konflikte und Geheimnisse zutage. Nachdem das Drama im Januar beim renommierten Sundance Film Festival – dem international wichtigsten Festival für Independent Filme – in der World Dramatic Competition Weltpremiere feiern durfte, wird es nun in Berlin in der Reihe „Panorama“ gezeigt.

„Dass zahlreiche von uns unterstützte Filme für Festivals und renommierte Preise auserkoren werden, unterstreicht die sorgfältige Arbeit bei der Auswahl der geförderten Projekte“, sagt Vera Leonardelli, Abteilungsdirektorin Business Development von IDM. „Auch wenn wir aufgrund der durch die Pandemie derzeit schwierigen Situation auf den Fördertermin im Mai verzichten müssen, ist und bleibt die Filmbranche für Südtirol weiterhin ein wichtiger Sektor, für den sich IDM mit unverändert großem Engagement einsetzt“, so Leonardelli. „Ich halte allen nominierten Produktionen fest die Daumen!“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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