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Der Bienen(T)raum

Die Südtiroler Bauernjugend möchte mit einer neuen Initiative darauf aufmerksam machen, wie wichtig Bienen und andere Insekten für unsere Naturlandschaft und damit auch für uns Menschen sind. 

Bienen und andere Insekten tragen zur Vermehrung vieler Pflanzen sowie zur Bestäubung von Obst und Gemüse bei. Sie sind also von großer ökologischer Bedeutung. Damit Bienen und andere Insekten ausreichend Nahrung finden, benötigen sie besonders nektar- und pollenreiche Pflanzen. Deshalb hat die Südtiroler Bauernjugend gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft das Projekt „Bienen(T)raum“ ins Leben gerufen. „Mit der Aktion Bienen(T)raum wollen wir die Bevölkerung dazu aufrufen, einen kleinen Beitrag zu leisten und bei sich zu Hause im Garten eine Wildblumenweide zu säen. So entsteht in ganz Südtirol ein zusätzlicher Lebensraum für Bienen und andere Insekten“, erklärt Raffael Peer, Landesobmann der Südtiroler Bauernjugend. „Im Rahmen der Aktion haben wir in allen Südtiroler Gartenmärkten der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft 5.000 Samentüten mit einer einheimischen Wildblumenmischung verteilt, die beim Einkauf mitgenommen werden können“, so Peer.

Jeder Kunde kann beim Einkauf im Gartenmarkt eine Samentüte mit der einheimischen Wildblumenmischung mitnehmen und durch das Aussäen bei sich zu Hause im Garten einen zusätzlichen Lebensraum für die kleinen Lebewesen schaffen. Wie die Aussaat genau funktioniert, ist auf der Verpackung nachzulesen. Die Tüte ist für 1,5 m² Blumenwiese gedacht, sie ist also auch für einen kleineren Garten geeignet. Wer beim Einkauf noch eine freiwillige Spende in die Südtiroler Bauernjugend-Spendenbox wirft, kann doppelt Gutes tun. „Mit dem Erlös aus den freiwilligen Spenden kaufen wir als Bauernjugend Insektenhotels bei der gwb Sozialgenossenschaft, die mit Hilfe unserer Ortsgruppen in ganz Südtirol verteilt werden. Diese bieten den Insekten einen zusätzlichen Brut- und Wohnplatz“, freut sich Angelika Springeth, Landesleiterin der Südtiroler Bauernjugend.

Alle, die sich in den Gartenmärkten eine Samentüte abholen, können sich auch an der Fotoaktion der Südtiroler Bauernjugend beteiligen. Dafür genügt es, bis zum 27. Mai ein Foto von sich beim Säen der Wildblumenmischung an [email protected] zu schicken. Die Fotos werden anschließend von der Südtiroler Bauernjugend auf Facebook (Südtiroler Bauernjugend) und Instagram (suedtirolerbauernjugend) mit dem Hashtag #gsahntisch veröffentlicht und am Ende der Aktion im Welli Magazin der Südtiroler Bauernjugend präsentiert. Unter allen Teilnehmern werden zehn Honiggläser von den Imkern Hannes Plattner und Judith Springeth verlost. Die Sieger werden am Freitag, 28. Mai telefonisch informiert.

Der Teilnehmer selbst muss auf dem Foto beim Säen zu sehen sein. Beim Einsenden des Fotos muss der Vor- und Nachname, der Heimatort und die Telefonnummer angegeben werden. Fotos, die nach dem Einsendeschluss, am 27. Mai eingereicht werden, können nicht mehr berücksichtigt werden. Die SBJ behält sich vor, nicht passende Fotos auszuschließen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (10)

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  • batman

    Mit der einen Hand säen und mit der anderen Hand spritzen.

  • batman

    Die Bauern haben einen Konflikt.

  • dagobert

    Jetzt sollen wir Nicht-Bauern die Bienen retten und auf unserem Balkon als Haustiere halten damit die Bauern weiter tonnenweise Glyphosat und andere Pestizide spritzen können. Das ist doch ein Witz.

  • dagobert

    Bitte nicht falsch verstehen, die Idee an sich ist ja eigentlich nicht schlecht.

    • gorgo

      Aber nein. Die Aktion ist ja ganz nett, aber ich habe mir auch etwas hämisch gedacht: Schau an, kurz bevor sie ihre Pflanzen selbst bestäuben, bzw. durch irgendwelche globale Wanderarbeiter, werden die Bauern noch Bienen und Insektenfreunde…

  • andreas

    Können ja die Apfelbauern ein paar weniger Bäume setzen und in ihren Anlagen Wildblumen säen. Oder wie die Chinesen die Bäume mit Hand bestäuben, anstatt Ansuchen für Beiträge ausfüllen, sorry unterschreiben, den Rest macht ja der Bauernbund.

  • rota

    Wohl schlecht informiert.
    Bestäubungsbienen kaufen, in die Kulturen geben und die Obstanlagen behandeln wie gewohnt, die Viecher genießen keine „weitere Pflege“.
    Keine Auseinandersetzungen mit den Imkern, keine Diskussion mit den „Bienenrettern“.
    Hilf die selbst dann hilft dir Gott.

    Vielleicht können die Obstbauern auch um Beiträge ansuchen. Soll noch Geld übrig sein, die Futterbeiträge für Bienen wurden in der Prov Trient ausbezahlt, aber Südtirol war wieder mal autonomer.

    Und Südtirol ist eben anders. Bis zu 500€ Bestäubungsgeld zahlt der Apfelbauers im Bodenseeraum pro ha. In Südtirol sollte der Imker noch etwas Honig dem Grundbesitzer dafür geben.
    Rettet die Bienen und das Bild von Südtirol!

  • martlstocker

    Wie kommt es, daß viele Obstbauern – manche seit Generationen – erfolgreich imkern? Vielleicht ist die Mär vom bösen, alles totspritzenden Bauern gar nicht wahr? Schwarze Schafe gibt es überall, aber von diesen ist nicht auf die Gesamtheit zu schließen.

  • rota

    Ich imkere und habe einen kleinen Obstgarten, was eigentlich nichts weiter bedeuten soll
    Manchmal kommen Obstbauern und erwerben Bienenableger.
    Tat a letzes Bild ogebm wenn af a moll koane Beidn mehr hät ba mir dahoam und man konn holt no mitredn wenn a poor Imker gor zu gscheide kemm.

  • pluto

    Überall in den blühenden Obstwiesen sieht man Bienenvölker. So giftig u. verpestet wie einige schreiben kann es wohl nicht sein.

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