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„Sehr schwer getroffen“

Alex Ploner

Der Landtagsabgeordnete Alex Ploner regt eine landesweite Strategie für Schulen und Jugendarbeit an, um die negativen Folgen der Pandemie für Jugendliche so weit als möglich einzugrenzen.

Eine Strategie für Jugend und Schule nach Corona sei höchst an der Zeit, so das Team K.

Jugendliche und verschiedene Jugendverbände hätten in den letzten Wochen Politik und Verantwortungsträger/innen die Rute ins Fenster gestellt. Auf die Jugend und ihre Bedürfnisse sei m vergangenen Jahr vergessen worden. Der Landtagsabgeordnete Alex Ploner regt eine landesweite Strategie für Schulen und Jugendarbeit an, um die negativen Folgen der Pandemie für Jugendliche so weit als möglich einzugrenzen.

Eine Expertenkommission soll Maßnahmen und Zielsetzungen erarbeiten, die bereits im Schuljahr 2021/22 umgesetzt werden müssen.

„Spätestens jetzt müssen auch die psychologischen Folgen der Lockdowns und der Anti-Covid-Maßnahmen für Jugendliche ihren Platz in der politischen Diskussion finden. Diese Personengruppe war durch das Virus selbst nur minimal gefährdet, wurde durch die Maßnahmen jedoch maximal getroffen. Fernunterricht, Ausgangssperren, Social Distancing und Lockdowns haben Jugendliche und junge Erwachsene sehr schwer getroffen.“, sagt der Landtagsabgeordnete Alex Ploner.

Das Team K schlägt mit einem Beschlussantrag für den Landtag konkrete Ansätze für Schule und Jugendarbeit vor, die so bald als möglich zu einer landesweiten Post-Covid-Strategie zusammengefasst werden sollten. Jugendliche müssen entweder in der Schule oder von JugendarbeiterInnen unterstützt und begleitet werden. Nach den einschneidenden Erfahrungen der Lockdowns eine wichtige Notwendigkeit. Erste Schritte wären Ressourcen und Vorgaben für Ausflüge und Projektwochen fürs kommende Schuljahr zu erhöhen und auch an deutschsprachigen Schulen Schulpsychologen zu gewährleisten. In Südtirol sind dieser Pflicht bisher nur die italienischsprachigen Schulen nachgekommen.

Ein weiterer Ansatz wäre die Einführung des sog. PeerTutoring an den Schulen zu etablieren. Darunter versteht man einen pädagogischen Ansatz, der darauf aufbaut, dass sich Schüler gegenseitig weiterhelfen und Kompetenzen durch die Zusammenarbeit mit Gleichaltrigen erworben werden. Jedenfalls müssen Angebote durch SozialpädagogenInnen und SchulpsychologenInnen ausgebaut werden. Gleichzeitig muss auch eine Aufstockung der Ressourcen für das Informations- und Beratungszentrum ZIB in Betracht gezogen werden. In Südtirol betreiben verschiedene Organisationen wertvolle Präventions-, Sozial-, Kultur- und Bildungsarbeit. Die Landesregierung sollte diese Organisationen in Zukunft verstärkt unterstützen, um eine gesunde Entwicklung der Jugendlichen trotz der Corona-Erfahrungen zu ermöglichen.

„Insbesondere müssen wir es schaffen, dass auch der Schulsport in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Vereinen wieder aufgenommen und gefördert wird. Die sportliche Betätigung und die Förderung dieser sportlichen Aktivität sind fundamental für die psychosoziale Entwicklung der Jugendlichen. Kürzungen und Einsparungen in diesem Bereich sind nicht vertretbar. Die heutigen Jugendlichen sind die Zukunft unseres Landes und wir müssen alles daransetzen, sie beim Erwachsenwerden in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen.“, meint dazu abschließend Alex Ploner.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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