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Die AVS-Ausbildung

Foto: AVS/Stephan Masoner

Der Alpenverein blickt nach vorne: Trotz aktueller Covid-Einschränkungen setzt der AVS einen Schwerpunkt auf die Ausbildung der Vereinsfunktionäre. Die Anpassung der einzelnen Ausbildungsmodule und die Qualitätssicherung durch Weiterbildung sollen durch den Austausch und die Vernetzung mit den Sektionen gewährleistet werden.

Auf Landesleitungsebene koordiniert der Fachausschuss Ausbildung alle ausbildungsrelevanten Themen. Elmar Knoll, AVS-Vizepräsident und gleichzeitig Leiter des Fachausschusses, fasst zusammen: „In den letzten Jahren haben sich Vertreter der Referate in diesem Fachausschuss gemeinsam damit auseinandergesetzt, wie die Ausbildung unserer alpinen Führungskräfte zukünftig aufgebaut sein soll. Wir möchten zeitgemäß unseren ehrenamtlichen Funktionären das nötige Wissen und die Fähigkeiten vermitteln, damit sie in ihren Sektionen die Mitglieder in den verschiedenen alpinen Spielformen begleiten können.“

Elmar Knoll hebt dabei auch die Weiterbildung hervor: „Dadurch, dass alle unsere alpinen Führungskräfte regelmäßig Weiterbildungen besuchen, haben wir die Gewissheit, dass sie sich mit aktuellen Sicherheitsthemen und Lehrmeinungen auseinandersetzen. Durch die Weiterbildung werden auch die Gemeinschaft und der Vereinsgedanke gepflegt und man diskutiert mit Gleichgesinnten über die Rolle als ehrenamtlicher Leiter.“

In der Ausarbeitung des vergangenen Jahres war ein zentrales Thema die Ausbildung zum Tourenleiter. „Die Tourenleiter durchlaufen im AVS die höchste Ausbildungsstufe und sind gut vorbereitet, für den AVS in Fels, Schnee und Eis, Gruppen zu leiten. Selbstverständlich muss man bereits selbst über mehrere Jahre in allen Disziplinen unterwegs sein, um diese Ausbildung besuchen zu können, erläutert Knoll. Für ehrenamtliche Mitarbeiter, die allerdings nicht in allen Spielformen Erfahrung mitbringen, gibt es mit den Gruppenleiterausbildungen die Möglichkeit, sich ganz speziell und im Detail ausbilden zu lassen, für gezielte Bereiche, die individuell interessieren.

AVS-Vizepräsident Elmar Knoll verweist auf das Kursangebot für alle Mitglieder und ehrenamtlichen Mitarbeiter, welches online auf der Homepage des AVS ersichtlich ist. „Auch wenn wir durch die aktuellen Einschränkungen unsere Tätigkeit und Ausbildungen nicht durchführen können sind wir motiviert, so rasch als möglich mit dem geplanten Angebot fortzufahren und, wo möglich, werden wir abgesagte Ausbildungen nachholen. Denn, unabhängig von der Corona-Pandemie, ist es eines unserer Hauptziele, durch gut ausgebildete ehrenamtliche Funktionäre den über 75.000 Vereinsmitgliedern sichere Touren und Bergerlebnisse zu bieten.“

Um auf der Ebene der Aus- und Weiterbildung noch stärker mit den Sektionen und Ortsstellen vernetzt zu sein und vor Ort die entsprechende Koordination voranzutreiben, wurde die neue Funktion als „Ausbildungswart“ ins Leben gerufen. Dieser fungiert als Ansprechpartner in der Sektion für Fragen rund um die Aus- und Weiterbildung. Der Fachausschuss Ausbildung erwartet sich zudem eine engere Vernetzung mit den Sektionen und eine aktive Mitgestaltung der Aus- und Weiterbildungsthemen von Seiten der neuen Ausbildungswarte.

Derzeit werden alle theoretischen Voraussetzungen geschaffen und die verschiedenen Funktionäre werden in Webinaren geschult. Durch die Corona-Pandemie ist man zur Erkenntnis gekommen, dass Theorie auch über den Bildschirm vermittelt werden kann und somit Ressourcen an Zeit und Fahrkilometern eingespart und dadurch ein Beitrag für unser Klima geleistet werden können. Das Interesse am Angebot ist hervorragend und die motivierten Teilnehmer nehmen sehr aktiv teil.

 

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