Du befindest dich hier: Home » Wirtschaft » „Auf Unterstützung angewiesen“

„Auf Unterstützung angewiesen“

Werner Gramm (Foto: hds)

Der hds schlägt Alarm, weil Südtirols Lebensmittelgroßhändler durch den Rost fallen: „Sie sind von allen Unterstützungsmaßnahmen ausgeschlossen.“

Südtiroler Lebensmittelgroßhändler beliefern sowohl im Land, als auch teilweise außerhalb, vorwiegend die gesamte Gastronomie und die Tourismusbetriebe. Aufgrund der wiederkehrenden Lockdowns in diesen Sektoren und das ständige Hickhack mit dem Beginn der Wintersaison haben diese Betriebe mit rund 1.000 Beschäftigten große Schwierigkeiten und verzeichnen schwerwiegende Umsatzverluste, unterstreicht der hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol.

Eine Delegation von Großhandelsunternehmern unter der Führung von Werner Gramm, Vertreter des Großhandels im hds, hat sich vor kurzem mit hds-Präsident Philipp Moser und Direktor Bernhard Hilpold getroffen, um auf diese prekäre Situation aufmerksam zu machen.

„Das große Problem liegt darin, dass viele Großhandelsbetriebe aufgrund ihrer Mitarbeiteranzahl und ihrer Umsatzgröße bei den bisherigen Covid-Unterstützungsmaßnahmen des Staates und des Landes durch den Rost fallen und von jeglicher Förderung ausgeschlossen sind“, betont Präsident Moser. Die einzige Maßnahme, die diese Betriebe in Anspruch nehmen konnten, war die Lohnausgleichskasse.

„Der Lebensmittelbereich im Großhandel verzeichnet hohe Fixkosten wie etwa Fuhrpark und Lagerhallen und hat derzeit eine zusätzliche Problematik zu bewältigen und zwar wohin mit der Ware, sprich mit den Lebensmitteln, welche ihr Verfallsdatum erreichen“, so Werner Gramm. Wenn diese nicht geliefert werden können, weil die Betriebe geschlossen bleiben, muss die verderbliche Ware entsorgt werden.

„Dieser Großhandel ist jetzt dringend auf Unterstützung angewiesen. Wir sind mit den zuständigen Wirtschaftsämtern in Verhandlung, um gemeinsam lokale Fördermaßnahmen auszuarbeiten – damit den betroffenen Betrieben geholfen werden kann“, betont abschließend der hds-Präsident.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (12)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • wichtigmacher

    Die nächsten Plärrer, wohl von den Bauern gelernt…….

  • summer

    Finde ich lustig, importieren in Konserven abgefüllte, geschälte Mandarinenkompotts aus China und wollen dann auch noch Beiträge?
    Die Lebensmittelbereiche vom Großisten bis zum Dorfladen haben mächtig profitiert von der Pandemie.
    Einfach nur traurig diese Berufsjammerer und Berufsplärrer.

    • keinpolitiker

      @summer

      und schon wieder du. Du kannst es nicht lassen. Aber wie viele Arbeitsplätze auch in dieser Branche dahinter stecken? Du hast gesagt, dass du Selbstständig bist, wahrscheinlich hast du keine Angestellten die du bezahlen musst und denen du gerne Arbeit geben würdest.

      Du sagtest, dass die letzten 10 Jahre Bombenjahre waren, das waren sie, aber nicht nur für den Tourismus, auch für die Industrie oder Handwerk und auch Dienstleister und wenn einer da nicht mitgegessen hat von diesem Kuchen, hat er etwas falsch gemacht, wahrscheinlich du!

      • summer

        @keinpolitiker
        Schon wieder falsch, oder kannst du wirklich nicht sinnerfassend lesen?
        Ich sage immer dasselbe und das hast du hier bestens auf den Punkt gebracht:
        1. Zehn fette Jahre mit betrieblichen Rücklagen, sodass kein Grund zum Jammern ist.
        2. Die Lebensmittelbranche hat 2020 sogar besser gearbeitet als in den letzten Jahren!
        3. Die Großisten haben sicher Angestellte, die aber alle im Lohnausgleich waren. Glaube aber bei solch fettem Jahr 2020 werden sie dies kaum gebraucht haben.
        4. Die LReg. soll die jungen Betriebe fördern, denn diese hatten nicht das Glück, 10 Jahre Betriebskapital anzusparen, investierten ihr privates Erspartes, das jetzt unverschuldet weg ist.
        5. Ich habe noch nirgends gejammert und geplärrt wie du, weil ich damit leben kann, dass 2020 ein schlimmes Jahr war, wo mein Verdienstausfall prozentuell weit höher ist als deiner. Und stell dir vor: ich bin kein Jammerer und Plärrer wie du, weil für mich die Gesundheit der Gesellschaft vor der Wirtschaft und meinen privaten, finanziellen Interessen steht.
        Sieh es endlich ein, dass ich als Selbstständiger sozialdemokratisch orientiert bin, während du einem neoliberalen entfesselten Kapitalismus anhängst, der nicht nur materiell, sondern auch und vor allem ökologisch die Lebensgrundlage unserer Kinder zerstört.
        Ich weiß, dass das letzte Hemd keine Taschen hat. Und wenn ich meinen Kindern viel persönliches Geld hinterlasse, aber öffentliche Schulden und eine zerstörte Umwelt, dann sind sie dennoch sämtlicher Lebensgrundlagen beraubt.
        Ich will diese Verantwortung nicht und niemals tragen.
        Nenn mich dumm, naiv oder idealistisch, das ist mir am Ende ziemlich egal, ich persönlich habe eine Mitverantwortung für die anderen, das bin ich mir selbst schuldig.

  • keinpolitiker

    @summerer

    du kennst mich nicht und es haben schon einige deine Kommentare beantwortet und mitbekommen, dass du einmal so und dann wieder anders kommentierst.

    Aber egal, ich lasse dir ab jetzt deine Meinung, was ich auch bisher gemacht habe. Eines lasse ich mir aber von dir nicht vorwerfen, dass ich ein Jammerer oder Plärrer wäre, denn ich habe niemals etwas von jemandem gefordert und ob du prozentuell den höheren Verlust hattest als ich, kannst du auch nicht wissen.

    Ich wünsche dir in deiner ökologisch ungesunden Welt viel Spaß und lass dich vom Kapitalismus nicht unterkriegen.

    Übrigens: beleidigend war ich dir gegenüber auch nie, was du mir gegenüber schon warst.

    Schönen Tag

    • summer

      Für alles bitte den Beweis antreten, oder sonst Unterstellungen bitte einfach lassen.
      Ich schreibe nicht einmal so oder anders, sondern ich habe klar geschrieben, dass ich einer Branche angehöre, die seit 12 Monaten nicht arbeiten darf, dazu gehören Kulturschaffende, Messebauer und Messeveranstalter, Diskotheken usw. Alles Bereiche, die bis 100% Ausfall hatten.
      Und plärre ich dabei rum wie die Gastronomen, die letztes Jahr mindestens 6 Monate und mehr arbeiten konnten?
      Natürlich haben einige viele Verluste, aber die Jammerer hier sind die letzten, die am Hungertuch nagen.
      Und dass Ihnen die ökosoziale Marktwirtschaft nicht gefällt, wusste ich schon vorher, dass Sie sich darüber so auslassen, sagt eigentlich noch mehr über Sie aus.

      Ebenso einen guten Tag.

  • prof

    Wenn ich hier die Kommentare von summer lese, so bin ich einfach beeindruckt von seinem humatären denken und hoffentlich auch handeln, denn er schreibt unter anderem,für ihm steht im Vordergrund die Gesundheit der Gesellschaft,vor Wirtschaft und seinen“ eigenen privaten finanziellen Interessen“. Einfach großartig in dieser schwierigen Zeit auf was er verzichtet,aber leider fehlt dazu der Beweis.

    • summer

      @prof
      Nützt es etwas, durchzudrehen? Zu jammern? Zu plärren? Zu hetzen? Andere zum Aufstand aufzuwiegeln? Ohne Maske an den Magnago-Platz zu ziehen, mit den bekanntlich skandierten Parolen?
      Wird da ein Südtiroler satt, der tatsächlich am Abgrund steht oder nicht mehr weiß, wo ein wo aus?
      Ich habe im Gegensatz zu einigen Südtirolern mein täglich Brot und Geld ist relativ.
      Was brauchst du Beweise? Kleingläubiger!

      • vinsch

        summer Sie arbeiten seit 12 Monaten nicht, also schon vor dem 1. lockdown waren sie arbeitslos. Stimmt, es gibt auch den reddito di cittadinanza und die erhalten dann auch den bonus vacanza ….

        • summer

          @vinsch
          Lockdown 12. März 2020, heute 10. Februar 2021, also 11 Monate Stillstand.
          Und wie will man einen reddito oder Arbeitslose als Selbstständiger kriegen?
          Das musst du mir jetzt verraten.

  • lucky

    Manche Komentatoren wie etwa „Summer“ haben vielleicht geerbt und bauchen sich keine Sorgen zu machen, und um die „Anderen“ ist es egal ob die Arbeit haben oder nicht. Einfach solche Leute sind besonddrs in der jetzigen Lage nicht tragbar.

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2020 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl Impressum | Datenschutz & AGB | Cookie Hinweis | Privacy-Einstellungen

Nach oben scrollen