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Schicht für Schicht

Foto: Facebook/ Robert Alexander Steger

In höheren Lagen liegt in diesem Winter viel Schnee – zwischen ein und zwei Meter. Lawinenexperte Lukas Rastner erklärt, ob dies besondere Gefahren birgt und welchen Einfluss Schneefall oder milde Temperaturen haben. 

TAGESZEITUNG: Herr Rastner, in diesem Winter ist sehr viel Schnee gefallen. Ist das ein Problem?

Lukas Rastner: Grundsätzlich sagt man, dass die Lawinensituation günstig ist, sobald viel Schnee fällt. Anfang Dezember etwa war die Lage in den wenigen Tagen nach den großen Schneefällen sehr kritisch, aber dann setzt sich die Schneedecke ohne Schwachstellen. In der Zeit danach hat sich diese Schneedecke ungünstig aufgebaut. Das heißt: Wir haben mittlerweile mehrere Schwachschichten. Die Situation ist nicht mehr so günstig.

Das heißt: Wenn es immer ein wenig schneit und dann wieder warm wird, dann entstehen diese Schwachstellen?

Pauschal kann man das nicht sagen. Einfach ausgedrückt: Jede Wetteränderung hat Einfluss auf die Schneedecke. Je ähnlicher die einzelnen Schichten sind, desto günstiger. Sobald es regnet und wieder gefriert, bei Temperaturschwankungen und Neuschnee können diese Schichten sich unterschiedlich entwickeln. Wir haben derzeit eine sehr komplexe Situation, bei der sehr viele unterschiedliche Faktoren berücksichtigt werden müssen.

In den vergangenen Tagen war es beinahe schon mild. Besteht damit erhöhte Gefahr, dass etwas ins Rutschen geraten könnte?

In der Früh ist die Lage günstiger. Mittlerweile aber scheint auch die Sonne schon länger. Dies bedingt mit den wärmeren Tagen, dass die Schneedecke auch in höheren Lagen durchfeuchtet, das ist eine ungünstige Entwicklung. Sobald es wieder gefriert, stabilisiert sich die Lage wiederum.

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