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„Achammer hat keinen Plan“

Alex Ploner vom Team K wirft der Landesregierung vor, sie lasse die Kultur im Regen stehen. Die Kulturschaffenden seien de facto mit einem Berufsverbot belegt.

Die Kultur in Südtirol leidet. Künstler und Künstlerinnen kämpfen ums Überleben. „Auch sie haben Mieten zu bezahlen, Kredite zu bedienen, Kindern zu ernähren, Steuern zu zahlen“, schickt Alex Ploner voraus.

Das Team K wollte mittels Anfrage wissen, wie der Plan der Landesregierung ausschaut, um die Kultur und die Kulturschaffenden durch die Krise zu bringen.

Die Antwort des Kulturlandesrates Philipp Achammer zeige eines: „die Landesregierung hat keinen Plan.“

„Wenn das die Rettung bzw. die Unterstützung der Kultur und der Künstler/innen sein soll, fehlen mir grad die Worte. Die Kulturpolitiker dieses Landes glauben offensichtlich, dass der leidenden Kulturszene geholfen ist, wenn ihnen Plattformen kostenlos zur Verfügung gestellt werden, die ihre Arbeit präsentieren. Ja welche Arbeit denn? Die Kulturschaffenden sind derzeit de facto mit einem Berufsverbot belegt. Die Bühnen sind geschlossen, Veranstaltungen finden keine statt. Die Umsiedlung in den digitalen Raum kann keine Lösung sein, nicht einmal ansatzweise. Kultur braucht Publikum, Austausch, Emotionen.“, kommentiert Alex Ploner vom Team K die Maßnahmen der Landesregierung.

Laut Antwort auf die Anfrage des Team K hätten Verbände und Organisationen des Landes für die zweite Jahreshälfte 2020 Programme entwickelt, um lokale Kunstschaffende einzubinden. Eine Taskforce für die Entwicklung und Anpassung einer effektiven Krisenstrategie im Kulturbereich gebe es zudem nicht.

„Die Landesregierung scheint kein klares nachvollziehbares und wirkungsvolles Konzept zu haben, KünstlerInnen und Kulturschaffende durch die Covid-19-Krise zu führen. Lediglich 2800 Euro brutto pro Antrag wurden den rund 500 Kreativen dieses Landes bisher an finanzieller Förderung zugestanden. Kultur sei systemrelevant und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor heißt es unisono aus den Mündern der Kulturpolitiker/innen. Wenn sie glauben was sie sagen, dann muss Kultur genauso wieder geöffnet werden, wie der Handel, die Schulen oder die Industrie“, sagt Alex Ploner.

Die Landtagsfraktion Team K wird demnächst einen Beschlussantrag zur Anerkennung des Künstlerberufes im Südtiroler Landtag einbringen.

Die Mahnung ‘Ohne Kultur wird’s still‘ sei derzeit überall zu vernehmen. Kunst und Kultur sind ein integraler Teil der Gesellschaft. „Aus diesem Grund ist es höchst an der Zeit, sich für die von der Covid-Krise gebeutelten Kultur und für den Schutz und das Überleben von Kulturschaffenden stärker einzusetzen“, sagt das Team K.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (37)

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  • gorgo

    Ansichtssache. Und ganz stark von der Sparte abhängig.
    Bei den freiberuflichen kommen zu den 2800€ noch Mal 2×600€ dazu.
    Ein Bekannter meinte, so gefüllt wie zur Zeit war sein Konto noch nie.
    Ein Pixner wird natürlich mehr leiden.
    Komm mir bald vor wie im Sozialismus. Alles soll gefördert und politisch reglementiert werden.
    Dort wäre eventuelles Äpfelklauben zwischendurch aber keine freiwillige Option.

  • pfendtpeter

    Lieber Alex, nachdem die Opposition nach euren Aussagen derzeit nix zu sagen hat, fasst euch an den Riemen und legt was brauchbares vor! Dann seid ihr nicht ganz für die Katz!

  • alsobi

    @pfendtpeter, hast auch du noch nicht verstanden oder willst es nicht verstehen wie SVP Politik funktioniert und praktiziert wird???

  • leser

    Tja lieber alex ploner
    Wenns aber um eure privilegien geht, dann geht ihr mit der Svp reguerungspartei auf einer linie
    Denn eure zuschläge sind schon lange in trockenen tüchern
    Inflationsanpassung unter eigenen parametern und das noch auf jahre rückwirkend
    Von moral solltet ihr am wen8gsten reden
    Geht es um eure pruvilegiensicherung, dann könnt ihr froh sein dass der herdenschutz eurer wahlschafe voll wirkt

    • n.g.

      Tja, lieber leser. Das Problem mit Gehältern gibts ausschließlich in Europa und Südtirol ganz besonders.
      In den USA z. B. wird jemand dafür respektiert wieviel er verdient und kaum nachgefragt warum, wieso…!
      Der Südtiroler ist einfach nur eun Neidhammel, mehr nicht.
      Teilen wir die Gehälter znter der Bevölkerung auf! Glaubst du es würden 5€ pro Kopf mehr werden?
      Glaubst du es würde sinnvoller ausgegeben?

    • n.g.

      Die Diskussion um Gelder der Politiker langweilt mich extremst! Wundere mich nur wievile Neider es gibt.

      • leser

        N.g.
        Politik kann ohneweiteres bezahlt werden das ist auch nicht verwerflich
        Aber es geht nicht an dass sie sich ihre arbeitsverträge und gehälter selber beschliessen können

        • n.g.

          @leser Spät aber…. Du hast natürlich Recht. Politiker sollten nicht ihre eigenen Gehälter ‚verhandeln‘, festsetzen dürfen..
          Mit USA meinte ich unter Anderem auch genau das, wer Arbeitet, wie du, hat seun Geld verdient und nich wichtiger, es sill nicht unterstellt werden, dass man es unlauter verdient hat aber genau das passiert bei uns.
          Aber, wer beurteilt ob ein Politiker sein Geld wert ist? Von mir aus kann da Einer sogar das Doppelte verdienen aber es gibt mmer die eine Seite, politische Richtung die ihm seine gute Arbeit absprechen wird. Du verstehst das Dilemma!
          Vielleicht sollte eine unabhängige Instanz Politikergehälter festlegen!

  • fritz5

    Und wer genau ist Alex Ploner?

  • olle3xgscheid

    Still ist es schon lange auch bei anderen “ Berufen“ geworden. Und überdies haben die meisten Künstler und Kunstschaffende noch einen Hauptberuf oder aber sollten einen haben , denn das muss man sich schon leisten können. Wenn nicht , hat der Künstler/In ohnehin ein gutes Einkommen.
    Und wenn kein Geld wer kann sich Kunst ( egal in welcher Form ) leisten??

  • bw

    Der A. Ploner versteht was davon, er war schon immer geistreich beim anzapfen der öff. Geldquellen, siehe Trendybar oder IMS.

  • sepp

    Du vom lachhammer konsch netz mehr verlongen viel blabla und nix dohinter der schwächste landesrat aller Zeiten und ban ploner isch auch nett weit her

  • n.g.

    Jetzt wird sich gestritten wer nen Plan hat?
    LEUTE, PLANLOSER WIE ALLE POLITIKER IN DIESEM. LAND, KANN MAN NICHT SEIN!

  • waldemar

    Leider hat die letzte Förderung einen Großteil der Künstler ausgeschlossen: Kunsthandwerk, angewandte Kunst. Da hat Achhammer groß geprotzt aber wenig für die Kulturschaffenden getan!

    • n.g.

      @waldemar Kunst, egal in welcher Form, war vorher schon nicht wichtig. Zumindest scheinen einige Politiker das zu glauben.
      Kunst findet nicht nur im Museum statt.
      Kulturschaffende find ich gut. Was haben wir an Kultur? Für manche gibt’s da nur Lederhosen, Trachten und alte:“in Mantua…“

    • n.g.

      Ausser, sie stellen mal ein „Spiegelbild“ oder nen Quader „irgendwi auf. Es muss teuer sein, sinst ist es nicht Kunst.

  • n.g.

    Team K find ich immer gut. Wofür das K wohl steht. Da würd mir so einiges andere einfallen.

  • checker

    Es wäre weit mehr als das Problem der Kunstschaffenden zu kritsieren (Kulturschaffende müssen auf jeden Fall mehr gefördert werden). Diese Krise hat gezeigt, was die Opposition wert ist: Nichts. Ermahnen nützt nichts. Man sollte die Verfehlungen der LR anprangern – tut man aber nicht. Zu gut lebt es sich in der Komfortzone. Problem: Die Proteststimmen werden am Ende wohl wieder bei der SVP landen. Und damit schliesst sich der Kreis des braven Südtiroler Bürgerleins wieder. Man redet halt gerne in der Bar daher – aber das wars dann auch schon. Die meisten haben sowieso Schwierigkeiten die Zahlen überhaupt zu interpretieren…

    • gorgo

      Du kannst in den Kreis der braven Südtiroler Bürgerleins die meisten Kunst und Kulturschaffenden gern miteinschliessen.
      Wäre eigentlich Aufgabe der Kunst zu kritisieren und zum erweiterten Denken anzuregen, anstatt sich einzig um online Ausstellungen zu kümmern.
      Die wahren Benachteiligten sind nicht per se Künstler und Kulturschaffenden (olle3xgscheid hat es auf den Punkt gebracht), sondern all die Menschen die in diesem Bereich prekär beschäftigt tätig sind oder waren.
      Egal ob jemand Kartenverkäufer oder Schauspieler ist.
      Bei Kunsthandwerkern, Eventplanern, usw. kurzum beim ganzen Wirtschaftszweig Kunst ist eigentlich kein Unterschied zu anderen Branchen was die Ungerechtigkeit der Gießkannenförderung betrifft.

  • checker

    Die Signalwirkung nach oben ist natürlich fatal: Die Mächtigen haben in dieser Krise gelernt: Man kann im Prinzip mit den Bürgern tun und lassen was man will und man wird noch einen draufsetzen, davon kann man ausgehen.

  • george

    Seid ihr doch alle langweilig. Fast immer geht es euch in euren Kommentaren nur um Geld und ständig kreist ihr um denselben Mammon herum.
    Befasst euch endlich einmal mit dem Wesentlichen in diesem Bereich, nämlich um die erlebbare Kunst und Kultur und die Vorstellung vom vielen Geld und die Wichtigkeit darum herum wird in euch erblassen.
    Was seid ihr denn für welche Banausen?

  • paul1

    Herr Ploner, kritisieren kann jeder, legt einfach eine Alternative vor und dann können sie weiter kritisieren, In ganz Europa wird nur kritisiert, jeder bzw. jede will schlauer sein, aber schlussendlich sind wir immer am selben Punkt…

  • artur626

    Momentan gibt es bestimmt wichtigere Dinge als die Künstler ! Aber das Team K kann ja etwas spenden !!!

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