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Der definitive Zuschlag

Foto: 123RF.com

Die Vergabe-Agentur erteilt der Firma Tundo den endgültigen (bisher nicht rechtskräftigen) Zuschlag für den Schülertransport ab Herbst 2021. Der Auftrag an den KSM wurde bis Juni verlängert.

von Thomas Vikoler

Die Übernahme des Schulbusdienstes durch Firma Tundo rückt näher. Vor vier Tagen hat die Vergabe-Agentur des Landes – nach der provisorischen Zuweisung im Sommer – den definitiven Zuschlag an die Firma aus Apulien erteilt.

Das Angebot von Tundo wurde im Rahmen einer aufwändigen Prüfung durch die Agentur als „nicht übertrieben niedrig“ eingestuft. Also kein Dumping-Angebot mit unrealistischer Kostenberechnung.

Tundo hat im Rahmen der im vergangenen Dezember gestarteten Ausschreibung für den Schülertransport für drei Jahre zu allen vier Losen das günstigste Angebot vorgelegt. Die Ausschreibungspreise im Gesamtwert von 26 Millionen Euro (mit Einzelbeträgen zwischen 5,5 Millionen und 8,1 Millionen) wurden um jeweils neun Prozent unterboten.

Auf den provisorischen Zuschlag im Sommer folgte eine heftige politische Debatte über den „Ausverkauf“ von öffentlichen Aufträgen an provinzfremde Unternehmen.

Der nun definitive Zuschlag an die Firma Tundo, die vor einigen Jahren mit der Übernahme des Behindertentransports in Südtirol Fuß fasste (und regelmäßig sein Personal nicht bezahlte), ist bisher allerdings nicht rechtskräftig, wie Thomas Mathà, Leiter der Vergabe-Agentur betont.

Es müssten einige Gutachten eingeholt und Kontrollen von Behörden zum siegreichen Angebot durchgeführt werden, sagt Mathà.

Doch das ist normalerweise eine Formalität, an der kaum ein Zuschlag scheitert. Die letzte Hürde sollte für Tundo in einigen Wochen überschritten sein.

Den Schülertransport wird das Unternehmen aber erst im kommenden Herbst übernehmen. Die Abteilung Mobilität hat den bis Ende Dezember geltenden Übergangs-Auftrag an den bisherigen Konzessionär KSM bis Ende des Schuljahres verlängert.

Der KSM war mit seinem Angebot gescheitert und hat beim Verwaltungsgericht Rekurs gegen den provisorischen Zuschlag an Tundo und die Ausschreibungskriterien eingebracht. Bei einigen Mitgliedern des Konsortiums gibt es erheblichen Unmut über den Verlust dieses und anderer Aufträge. Gegen Präsident Martin Plattner wurde ein Misstrauensantrag formuliert.

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Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (6)

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  • andi182

    Wenn sie es Personal nicht bezahlen bekommen sie vom Land trotzdem den Auftrag!?! Die werden mit unseren Steuergeldern bezahlt.
    Schlechte Ausschreibung.

  • andreas

    Dieselbe Landesregierung, welche die Leute trotz Lohnausgleich, Arbeitslosigkeit oder den Leuten nicht erlaubt, die Gemeinde zu verlassen, um in einer Gemeinde, welche ev. nicht angrenzend ist, sich günstiger Lebensmittel zu kaufen, beauftragt also ein Unternehmen, welches aufgrund des niedrigen Zuschlags, die Gehälter teilweise nicht bezahlen kann oder will.

    Es ist zwar verständlich, dass die Führungsetage des Landes Geld sparen will, damit auch weitere ihre üppigen Gehälter bezahlt werden können, aber irgendwie wäre es angebracht, auch Qualitätskriterien einfließen zu lassen, um heimische Unternehmen nicht subventionieren zu müssen.

    • pingoballino1955

      Die Leute nicht bezahlen und noch den Zuschlag bekommen.Man soll einheimisch einkaufen,man soll einheimisch in den Restaurants(geschlossen) essen gehen,man soll,man soll,???? Wollt ihr nicht die Kriterien ändern,ihr Vollpfosten???

  • diegon.

    Tja wie machen das nur unsere trientner Nachbarn immer?
    Hab immer öfter das Gefühl, unser hochwohlgelobtes Land sollte öfters s mal bei den Nachbarn um Rat fragen.

  • nix.nuis

    Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen:

    „Dass Löhne nicht bezahlt werden, ist kein Qualitätskriterium!“

  • hallihallo

    das ist weil südtirol immer zentralistischer wird.
    von rom will man autonomie , aber in südtirol will immer mehr bozen alles entscheiden.
    z. b. früher haben hauptsächlich die gemeinden den bauleitplan erstellt und die baukommissionen über die projekte entschieden.
    jetzt entscheiden immer mehr kommissionen ( landschaftsschutzkommission, raumordnungs…. , denkmalamt, ….) die die orte gar nicht kennen.
    die gemeinden hatten früher mehr autonomie bei vielen fragen.
    jetzt muß alles groß ausgeschrieben werden: der bustransport für ganz südtirol, wo man jetzt wieder zurückrudert, weil der gewinner nicht paßt,
    behindertentransport anstatt nur auf bezirksebene,
    schülertransport anstatt nur auf bezirks oder talebene
    usw.
    alles womit unsere kleinen betriebe es schwieriger haben.
    laßt den gemeinden doch die autonimie welche das land von rom einfordert.

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