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Die Handfunkgeräte

Die Kommunikation im Rettungswesen in Südtirol wird digital und damit vereinheitlicht und schneller: Die Agentur für Bevölkerungsschutz hat mit der Verteilung der Tetrafunkgeräte begonnen.

Die Freiwilligen Feuerwehren sind Südtirols größte Zivilschutzorganisation.

Die Agentur für Bevölkerungsschutz stellt ihnen nun jeweils zwei Handfunkgeräte und eine Fixstation in der Feuerwehrhalle zur Verfügung, berichtet der Koordinator des Landesfunkdienstes in der Agentur für Bevölkerungsschutz Markus Rauch.

Nun wurde in Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband in der Landesfeuerwehrschule in Vilpian mit der Verteilung der Geräte an die Freiwilligen Feuerwehren des Bezirks Unterland und mit einer Schulung begonnen, am Donnerstag folgt die nächste Hälfte dieses Bezirks, in den kommenden Monaten erhalten die weiteren Feuerwehr-Bezirke die neuen Tetrafunkgeräte.

Direkte Kommunikation, deutlich geringere Wartungskosten

Das Tetrafunknetz in Südtirol besteht mittlerweile aus 105 Basisstationen. Sobald alle Einsatzorganisationen dieses System nutzen, kann jeder Nutzer mit einem einzigen Funkgerät mit allen Rettungsorganisationen kommunizieren, erklärt der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Rudolf Pollinger. Bis jetzt wurden verschiedene Geräte mit verschiedenen Frequenzen verwendet. Mit dem neuen System kann eine direkte Kommunikation zwischen den Einsatzkräften verschiedener Organisationen erfolgen: Feuerwehr, Sanität, Bergrettung können den Einsatz schneller und einfacher abstimmen, was besonders bei der Rettung von Menschen von grundlegender Bedeutung ist, ergänzt Bevölkerungsschutzlandesrat Arnold Schuler. Die Nutzung eines einheitlichen Tetra-Netzwerkes für alle Funkanwendungen führt zudem zu einer erheblichen Senkung der Wartungskosten.

Tetra ist ein öffentlicher Standard für digitalen Bündelfunk und weltweit die meistverwendete Technologie für Funkkommunikation im Bereich Zivilschutz und Sicherheitsbehörden. Wie jedes Mobilfunknetz ist auch ein Tetra-Netz zusammengesetzt aus Vermittlungen, Basisstationen und Servern. Die Basisstationen kommunizieren mittels Radiosignalen in der Luft mit den Tetra-Funkgeräten. Im Gegensatz zu einem Mobilfunknetz wurde Tetra besonders für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben entwickelt. Das digitale System garantiert die landesweite Verfügbarkeit, Verlässlichkeit und Vertraulichkeit durch Verschlüsselung. Die Sendeleistungen der Basisstationen wurden so gering als möglich gehalten. Bei Antennenmasten ab 20 Metern Höhe ist die Strahlenbelastung der Tetra-Technologie am Fuße des Masts äußerst gering und bedeutend unter dem zulässigen Grenzwert.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (3)

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  • thefirestarter

    TETRA, super, hat allerdings kleine Nachteile:
    Teuer
    technisch veraltet
    für den Einsatz nur bedingt zu gebrauchen.
    und es gibt Bedenken bezüglich Gesundheitsgefährdung

    In ganz Europa geht man von dieser Technik ab wieso um alles in der Welt will Schuler es haben?

    Es gibt in Südtirol 2 Anbieter für die Endgeräte.

  • thefirestarter

    Ich möchte auf keinen Fall in der Nähe einer der 105 Basisstationen wohnen ein erheblicher Wertverlust von Immobilien in der Nähe von Sendestandorten ist absehbar.
    Schon jetzt ist klar das diese Stationen nie ausreichen werden um Südtirol abzudecken, damit sind Mehrkosten vorprogrammiert.

    Das vernichtende Urteil der Feuerwehr Bremen (Tetra seit 2006)Fehlende Redundanzen für den Blackout, explodierende Kosten, lästige Updates, überlastetes Netz, mangelhafte Versorgung in Gebäuden, Gesundheitsgefahren und ein intensiver Ausbildungsaufwand.

  • eierkopf

    Südtirol ist bekannt veraltete Technologien zu kaufen und dafür viel Geld auszugeben.

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