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Der Durchstich

Der rund einen Kilometer lange Tunnel der neuen Einfahrt ins Gadertal ist nun durchstochen. Trotz des Unwetters 2019 und Corona schreiten die Arbeiten voran.

Im April 2019 wurde der erste Spatenstich für die neue Einfahrt ins Gadertal gemacht. Am gestrigen Donnerstag, knapp eineinhalb Jahre später, folgte der weitere Meilenstein für den Bau der wichtigen Verkehrsinfrastruktur: der Tunneldurchschlag.

Gute Zusammenarbeit macht Baufortschritt in widrigen Zeiten möglich

Trotz komplexer geologischer Beschaffenheit des Pflaurenzer Kopfs, durch den der Tunnel führt, und erschwerender Umstände wegen des Unwetters 2019 und die knapp zwei Monaten Baueinstellung wegen des Lockdowns gingen die Arbeiten gut voran. Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider zeigte sich darüber sehr zufrieden und dankte den Baufirmen und der Gemeinde St. Lorenzen für die Zusammenarbeit. „Von allen Seiten wurden stets lösungsorientiert gearbeitet und damit konnten auch diese Schwierigkeiten überwunden werden“, sagte Alfreider.

Der Mobilitätslandesrat selbst und der Bürgermeister von St. Lorenzen,, Martin Ausserdorfer, gaben um 22 Uhr das Startsignal für den Tunneldurchschlag. Zu später Stunde vor Ort waren jeweils auch ein Vertreter der ausführenden Firmen Strabag, Alpenbau, Moser & Co, Unionbau und Geobau und der Bauleiter Georg Fischnaller.

Wichtiger Baustein im Pustertaler Mobilitätsmanagement 

Die neue Einfahrt ins Gadertal ist derzeit eines der wichtigsten Bauvorhaben des Landes im Bereich der Verkehrsinfrastrukturen. Sie wird nicht nur den Ortskern von St. Lorenzen und die Fraktion Pflaurenz vom Verkehr entlasten, sondern auch eine direkte Anbindung von der Pustertaler Staatsstraße ins Gadertal gewährleisten. „Diese neue Infrastruktur ist ein wichtiger Baustein für das Gesamtkonzept für die Mobilität im Pustertal. Neben dem Ausbau der Bahnlinie und des Radwegenetzes ist es unser Ziel, den Verkehr auf der Hauptachse flüssiger und sicherer zu gestalten“, betonte Alfreider.

Nächster Schritt: Brückenmontage beim Kniepass-Staussee 

Der Bau des Tunnels wird voraussichtlich noch 18 Monate dauern. Im Laufe der kommenden Monate werden laut Verfahrensverantwortlichem Umberto Simone die zur Einfahrt gehörende neue 140 Meter lange Brücke über den Kniepass-Stausee und die Eisenbahnlinie montiert. Die neue Einfahrt ins Gadertal mit dem Tunnel Pflaurenz beginnt im Bereich der Abzweigung zum Gewerbegebiet Aue und endet bei der Anbindung an die Pustertaler Staatsstraße (SS 49). Die Einfahrt ins Gadertal wird etwa 400 Meter vor dem Sonnenburg-Tunnel gebaut, und zwar mit einem Kreisverkehr über der Pustertaler Straße. Durch eine Brücke wird der Kreisverkehr mit dem Tunnel verbunden, der in die bestehende Gadertaler Straße mündet.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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