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Doppelter Betrug

Ein 49-jähriger Bozner, der früher für eine Bank tätig war, soll eine Bekannte und das Land Südtirol um 330.000 Euro betrogen haben.

Er arbeitete bis vor wenigen Jahren für eine Südtiroler Bank, wurde dort allerdings entlassen: Er hatte Kundengelder veruntreut.

Seitdem ist der 49-jährige Bozner Inhaber einer Genossenschaft, die im Werbebereich tätig ist.

Nun meldet die Finanzwache Betrugsanzeigen in gleich zwei Fällen gegen den Mann. Sein erstes Opfer ist eine Frau, mit welcher er seit 20 Jahren freundschaftlich verbunden war.

Inzwischen wohl nicht mehr, denn die Frau beklagt, von dem 49-Jährigen um nicht weniger als 230.000 Euro erleichtert worden zu sein. Ihre gesamten Ersparnisse. Innerhalb weniger Monate soll er das Geld, das ihm zum Zwecke der Vermögensverwaltung anvertraut worden war, vom Konto der Frau geräumt haben. Er verfügte schließlich über sämtliche E-Banking-Zugangsdaten.

Um die Tat zu vertuschen – und dem Opfer renditenreiche Investments vorzutäuschen – bediente sich der Tatverdächtige laut Finanzwache eines Komplizen: Ein 55-jähriger Meraner, der ihn mit falschen Bankbelegen versorgt haben soll, und der nun ebenfalls angezeigt wurde.

Zweites (mutmaßliches) Opfer des 49-Jährigen ist das Land Südtirol.

Aufgrund von in seiner Wohnung beschlagnahmten Akten wurde rekonstruiert, dass er zwischen 2013 und 2019 ungerechtfertigt Landesbeiträge in Höhe von 102.000 Euro kassierte. Etwa über fiktive Rechnungen für Teilnahme an Messen, an denen er nie teilgenommen hatte, oder für den Ankauf von Fahrzeugen und Betriebssoftware. (tom)

 

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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