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Die Angst vor dem Lockdown

Foto: lvh/Hannes Niederkofler

Die Angst, dass es auch in Südtirol demnächst wieder zu Ausgangssperren, Betriebs- und Schulschließungen sowie verschärften Sicherheitsmaßnahmen kommt, ist groß. Umso mehr sei jetzt Disziplin und Einigkeit gefragt. Ein Appell von lvh-Präsident Martin Haller.  

Seit mehr als einem halben Jahr hält das Virus SARS-CoV-2 die Welt in Atem. Seit Schulbeginn steigen die Infektionszahlen wieder an, die italienische Regierung plant erneut verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Privatpersonen wie Wirtschaftstreibende blicken den nächsten Monaten besorgt entgegen.

„Viele Unternehmen haben das Frühjahr mit einem blauen Auge überlebt, einige haben aus der Krise sogar eine Chance gemacht, andere hingegen kämpfen immer noch um ihre Existenz. Ein zweiter Lockdown ist aber weder für die gesunden noch für die angeschlagenen Betriebe verkraftbar. Darum müssen wir jetzt alle an einem Strang ziehen, mit Respekt und Abstand arbeiten und Disziplin beweisen“, erklärt lvh-Präsident Martin Haller.

Im Wirtschaftskreislauf seien alle Sektoren miteinander verbunden.

„Egal, ob es um den Handwerker geht, der auf der Baustelle oder in der Werkstatt arbeitet, um den Hotelbesitzer, der seine Gäste auch im Winter in seinem Hotel begrüßen möchte oder den Handelskaufmann, der seinen Kunden ein sicheres Einkaufsgefühl vermitteln will – wir müssen uns jetzt anstrengen und alle erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen einhalten, damit wir gut und gesund bis ins Frühjahr kommen. Nur wenn die Schulen geöffnet bleiben, können die Eltern ihrer Arbeit nachgehen und die Anwesenheit in den Unternehmen gewährleisten. Nur wenn die Betriebe arbeiten, können Projekte fortgesetzt und Arbeitsplätze wie Nahversorgung garantiert werden. Nur wenn wir einig und geschlossen diese Herausforderung annehmen, werden wir durch diese schwierige Zeit kommen“, so der Appell des lvh-Chefs.

Die nächsten Wochen würden ausschlaggebend für die weitere Entwicklung im Land sein.

Martin Haller

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (11)

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  • rumer

    Wollen wir uns die nächsten 100 Jahre vor dem Virus verstecken? Der eh nur 0,2% tötet? Aber viele in den Selbstmord treibt? Beim nächsten Lockdown gibt es einen Volksaufstand und die Politik wird dahingefegt.
    Wir gehen den schwedischen Weg, ein paar Leute werden sterben, aber nur die, die eh ein schwaches Abwehrsystem haben.

    • watschi

      rumer, das wörtchen „nur“‘gefällt mir nicht. es entwertet menschen. denk mal, wenn es deine tochter, sohn, enkel, frau, geschwister oder eltern treffen würde und du würdest lesen, „hat eh NUR schwache getroffen“.

      • rumer

        Watschi, es trifft nur Alte, auch aus meiner Familie hat es einen Alten getroffen…..ja und??? Bei den Alten muss man froh sein, wenn man sie durch die Grippewellen bringt. Über 80 ist ein schönes Alter. Und nur, damit sie 90 werden müssen wir diese Lockdowns verhängen? Die Schüler lernen nur noch die Hälfte, die Künstler gehen pleite, viele Firmen bankrott?
        Schau dir Schweden an !! Es funktioniert! Die sind durch.

    • cif

      Rumer, im Frühjahr sind auch zig Ärzte und Krankenhauspersonal verstorben, schon vergessen?
      Wenn sich Covidioten an die gestzlichen Bestimmungen halten, wird es keinen lockdown mehr geben. Wenn doch, dann solltet ihr Verharmloser alle verantwortlich gemacht werden.

  • emma

    Di walschn moegn den lokndown
    Nor brauchnse nix tun

  • sorgenfrei

    @rumer: sie sollten meines erachtens schnellstens einen antigentest machen, denn bei manchen hinterlässt das virus schäden am hirn….

  • exodus

    @emma
    Seien Sie vorsichtig mit Anschuldigungen und werfen Sie nicht alle Italiener in einen Topf. Ich finde Ihre Aussage sehr beleidigend!!!

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