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„Wie beim letzten Mal“

Fundort der Fliegerbombe

Die Bombe, die am Dienstag am Verdiplatz entdeckt wurde, soll am 27. September gesprengt werden. Die Entschärfung wird ähnlich ablaufen wie im letzten Jahr.

von Markus Rufin

Eine Woche nach den Gemeinderatswahlen wird die Bombe entschärft. Dabei handelt es sich nicht um eine politische Bombe, sondern um jene Bombe, die am Dienstag auf der Baustelle am Verdiplatz zwischen Tankstelle und Unterführung gefunden wurde. Es handelt sich um dasselbe Modell, wie jenes, das im Oktober letzten Jahres gefunden wurde.

Auch Größe und Zustand sind ähnlich, wie beim vorigen Mal. Der Blindgänger ist 226 Kilogramm schwer und ist mit 150 Kilogramm Trinitrotoluol (TNT) gefüllt. Das bedeutet auch, dass die Bombe vor Ort gesprengt werden muss.

Vor allem das Verkehrschaos – unter anderem musste die Loretbrücke bis zur Entschärfung gesperrt werden – aber auch die weitläufige Evakuierung der Sicherheitszone sorgten damals für viel Gesprächsstoff.

Doch im Gegensatz zum letzten Mal wirkt insbesondere die Stadtverwaltung gelassener, weil sie weiß, dass  Entschärfung und Evakuierung gut funktioniert haben.
Bürgermeister-Stellvertreter Luis Walcher ist etwas weniger beunruhigt, auchweil dieses Mal keine Straßen gesperrt werden müssen, weil die Bombe etwas günstiger gelegen ist. Bis zur Entschärfung sind deshalb nur die Arbeiten auf der Baustelle selbst eingestellt.

Die Entschärfung wird am 27. September durchgeführt, auch weil am 20. und 21. September gewählt wird. Am Freitag findet eine Sitzung mit dem Regierungskommissariat, dem Heer und der Stadtverwaltung statt, bei der die Einzelheiten der Entschärfung besprochen werden sollen.

Doch höchstwahrscheinlich wird alles ähnlich ablaufen wie im Oktober. Das heißt, es wird eine gelbe und eine rote Zone geben. In der roten Zone, die einen Radius von 500 Meter umfasst, darf sich während der Entschärfung nur autorisiertes Personal aufhalten.

Die gelbe Zone umfasst einen Radius von rund 1.800 Metern. Für Bewohner dieser Zone gilt, dass sie ihr Huas während der Entschärfung nicht verlassen dürfen.
Obwohl die letzte Entschärfung weniger als ein Jahr zurückliegt, gibt es noch einige Problme. Unter anderem bereitet der Stadtverwaltung die Evakuierung des Seniorenheimes Villa Armonia Sorgen. Das Gebäude liegt in der roten Zone, was bedeutet, dass alle Bewohner evakuiert werden müssen. „Die Evakuierung in Covid-Zeiten wird aber anders ablaufen müssen“, unterstreicht Vize-Bürgermeister Luis Walcher. Auch Bürgermeister Renzo Caramschi betont: „Die Evakuierung der Villa Armonia ist ein zusätzliches Problem, das wir lösen müssen.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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