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Carillon

In der Pobitzer-Passage unter den Lauben in Meran hat der Künstler Manfred Alois Mayr die großformatige Installation „Carillon“ 2020 kreiert.

Über 10 Meter hoch beeindruckt das raumplastische Materialbild mit 41 Fundstücken aus Metall (Eisen, Aluminium, Rost, Nickel, Gold), die M. A. Mayr am Recyclinghof fand und zum Teil veredeln ließ. „Carillon“ 2020 entstand im Auftrag von Ernst Pobitzer und fasziniert nicht nur visuell, sondern ist auch ein programmierbares und live bespielbares Klang-Instrument. In der Tradition der Glockenspiele werden die insgesamt 41 Klangobjekte von Magnethämmern angeschlagen, die über eine Tastatur bespielt werden und ein völlig neues Klangerlebnis eröffnen. Die Komponistin Manuela Kerer hat für dieses neu entwickelte Instrument verschiedene Stücke komponiert, die täglich um 12 Uhr erklingen werden und sich im Wandel der Monate ändern. Zudem ertönt zu jeder vollen Stunde untertags ein Schlag. Die weitläufige Akustik der Pobitzer-Passage wird genutzt um aufzurütteln und den Zuhörer gleichzeitig in den Klang einzubinden. „Die Anordnung der Objekte inspiriert sich andeutungsweise an der Systematik der Notenschrift und übersetzt sie ins Skulpturale. In der humorvollen konzipierten Mixtur der recycelten Objekte werden Hierarchien und herkömmliche Konnotationen wie „edel“ und „unedel“ zugunsten eines gesamtheitlichen Zusammenspiels aufgebrochen und in verschiedenen Tonwerken und wechselnden Interpretationen immer wieder neu zum Klingen gebracht.“ (Marion Piffer Damiani)

Die Premiere/Inbetriebnahme von „Carillon“ 2020 findet Ende August statt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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