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Ohne Maske

(Foto: LPA/ Unsplash)

Ein deutscher Urlauber beklagt sich über die laxen Corona-Schutzmaßnahmen an einer Autobahnraststätte – und wendet sich an den Kastelruther Bürgermeister.

Ein deutscher Urlauber will das, was er auf seiner Heimfahrt aus dem Urlaub an einer Autobahnraststätte erlebt hat, nicht so ohne Weiteres hinnehmen.

Der Mann legte am Samstag mit seiner Familie auf der Heimfahrt einen Zwischenstopp an der Autobahnraststätte Sarni Eisack Ost auf der Brennerautobahn ein. Diese Raststätte steht auf dem Gemeindegebiet von Kastelruth.

Aus diesem Grund hat der Urlaub seinen Protestbrief an den Bürgermeister von Kastelruth gerichtet.

Der Brief im Wortlaut:

„Sehr geehrter Herr Colli, 

ich wende mich an Sie als Bürgermeister in einer akuten Angelegenheit, da mutmaßlich in Ihrem Verwaltungsbezirk ein Gesundheitsrisiko in Bezug auf die Verbreitung von Covid-19 besteht. Drei Mitarbeiter der Tankstelle Kastelruth an der A22 bieten nach meinem persönlichen Eindruck das Potential „Superspreader“ zu werden. 
 
Am heutigen 15.08.2020 um 10:50 Uhr betrat ich den Verkaufsraum der Tankstelle um eine Vignette für die Maut in Österreich zu kaufen. Der Verkaufsraum ist mit ca. 15m2 sehr klein. Zwei der drei Mitarbeiter trugen keinen Mund-Nasen-Schutz, ein Mitarbeiter trug die Maske unter der Nase. Ich sprach den ersten Mitarbeiter der an der Eingangstür Regale einräumte auf die Schutzmaßnahmen und das Abstandsgebot in Bezug auf Covid-19 an.
Dieser erklärte mir, dass er keine Maske habe und keine tragen werde und Italien auch kein Problem mit Covid 19 hätte. Vielmehr, so der Mitarbeiter, haben nur Spanien und Deutschland ein Problem. Mir wurde anschließend nur widerwillig die Vignette bar ohne Kassenregistrierung verkauft. Eine Art Quittung erhielt ich nur auf Nachfrage (siehe Anlage).
 

Foto: Google Street View

 

Wie Ihnen bekannt ist befindet sich an der A22 eine Hauptreiseroute von und nach Italien.
Ich finde es unverantwortlich, dass solche Zustände bei Ihnen vor der Haustür herrschen. Ich bitte Sie daher umgehend in diesem akuten Fall besonderer Ignoranz und Gesundheitsgefährdung einzuschreiten.
Ich habe 2 Wochen lang in meinem Hotel in Südtirol für jeden Bewegung in den Gängen ein Mund-Nasen-Schutz getragen und habe mehrfach meine Körpertemperatur messen lassen. Wofür habe ich das denn gemacht wenn ich bei der Ausreise aus Italien vielleicht noch ein Corona-Abschiedsgeschenk bekomme? Das kann nicht sein.“
Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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