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Beschränkter Markt

In Bozen wird an der Organisation des Christkindlmarktes gearbeitet. In welcher Form er – wenn überhaupt – stattfinden wird, ist derzeit weitgehend offen.

von Thomas Vikoler

Die Losung von Gemeinde und Verkehrsamt lautet derzeit: Organisieren, damit der Christkindlmarkt im Dezember wieder stattfinden kann. Ob sich die Mühe lohnt, wird sich voraussichtlich im Herbst zeigen, wenn laut Epidemologen eine zweite Corona-Welle anrollen könnte.

„Wir haben derzeit mehrere Szenarien“, sagt Bürgermeister Renzo Caramaschi, „das erste davon, dass der Markt im üblichen Modus stattfinden wird, müssen wir wohl abschreiben“.

Gemeinde und Verkehrsamt arbeiten derzeit an einer zweiten Möglichkeit: Ein Markt mit einer verkleinerten Zahl von Ständen, einer Zugangsbeschränkung und eine Reihe von Sicherheitsvorkehrungen.

Dazu gehört auch, dass jeder, der den Markt betrifft, in irgendeiner Form namentlich registriert wird. Dies, um eine etwaige Infektion sofort nachverfolgen zu können.

Bei der vergangenen Ausgabe hatte das Verkehrsamt erstmals alle Ein- und Austritte von einem Sensor zählen lassen. Ergebnis: 635.000 nicht namentlich bekannte Personen haben Südtirols erstem großen Weihnachtsmarkt einen Besuch abgestattet.

Zwischen dem derzeit geltenden Termin 27. November 2020 und 6. Januar 2021 werden es – falls der Markt überhaupt stattfindet – mit Sicherheit weniger sein.

In der Gemeinde Bozen wartet man derzeit auf eine Anti-Covid-Richtlinie des Landes für die Abhaltung von Weihnachtsmärkten. Davon ausgehend, dass auch die übrigen größeren Märkte in Südtirols Städte ebenfalls nicht darauf verzichten wollen.

Und dann gibt es ein drittes Szenario: Die Infektionszahlen steigen im Herbst rapide an und die Organisatoren müssen die Weihnachtsmärkte absagen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (26)

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  • gutentag

    Also jetzt wird es langsam bunt.
    Die Schüler sollten nicht zusammen kommen, aber die Massen beim Christkindlmarkt schon

    • mannik

      Es sind wohl beide Ihrer Aussagen falsch. Die Schüler sollen sehr wohl unter Einhaltung gewisser Regeln zusammenkommen, auf dem Christkindlmarkt sollen eben Massen verhindert werden. In beiden Fällen ist das Ziel das gleiche: die Voraussetzungen für die Distanzierung zu schaffen.

      • watschi

        mannik, distanzierung schaffen am christkindmarkt? du kennst wohl deine landsleute nicht. die dràngeln sich zu den stànden als ob es kein morgen gàbe. nein, dieser markt muss abgesagt werden. einzige sicherheitsmassnahme die wirkt

        • summer

          @watschi
          Ja, man kann die Wirtschaft auch vollends abwürgen. Bravo!

          • besserwisser

            alle können verzichten, jedes wiesenfest wird abgesagt, aber der ramschmarkt mit chinaprodukten und prosecco (was hat das mit südtirol und weihnachten zu tun?) muss unbedingt bis deikönig stattfinden sonst geht die welt unter……

        • mannik

          Wenn nur mehr eine gewisse Anzahl auf den Markt darf und sich dort weniger Stände befinden, lässt sich eine gewisse Distanzierung durchaus bewerkstelligen. In der kalten Jahreszeit werden auch weniger Leute motzen, wenn sie einen Mundschutz tragen sollen.
          Der Markt ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt, nicht nur für die Standbetreiber selbst. Haben nicht Sie selbst auch kritisiert, dass man mit dem Lockdown die Wirtschaft abwürgt?

      • summer

        @mannik
        Und eines muss in der Kritik zu @gutenTag dazugesagt werden:
        Wenn der Weihnachtsmarkt stattfindet, dann ist dieser im Freien und nicht in geschlossenen Räumen wie Schule. Bin aber absolut für den Normalbetrieb in Schule, natürlich mit den Hygienevorschriften.

    • besserwisser

      tango&cash. verzichten müssen nur die kleinen.

  • gestiefelterkater

    Christkindlmarkt? logisch wird er stattfinden, nur halt mit einer kleinen Änderung. Das Christkindl wird durch einen kleinen Mohammed ersetzt und alle laufen mit Gesichtswindel oder Burka herum.

  • watschi

    der markt mùsste abgesagt werden. man weiss ja wer diese veranstaltung am meisten bevòlkert, wird wohl nicht so schwer sein einmal auf crauti, krafen und wurstel zu verzichten.

  • goggile

    BESCHRÄNKTE GEHIRNE!!!! ES IST FAST NIEMAND IM ERWERBSTÄTIGEN ALTER GESTORBEN DARAN!

    SOFORTIGE FREIHEIT
    SOFORTIGE SCHADENERSATZFORDERUNGEN FÜR VERLORENE LEBENSZEIT
    LEBENSLANGE HAFT UND VÖLLIGE ENTEIGNUNG ALLER WELTWEIT CORONADIKTATURVERANTWORTLICHEN

  • heinz

    Angesichts der steigenden Zahlen, der Ungewissheit bezüglich Herbst und der Absagen anderer großer Veranstaltungen (Oktoberfest, Fußball-EM, etc.) wäre eigentlich eine ersatzlose Absage aller Weihnachtsmärkte 2020 in Südtirol der einzige richtige Schritt.

    • mannik

      Na ja, beim Oktoberfest und der EM bewegen sich schon ganz andere Massen, nebenbei ist es auch ein kalendarischer Unterschied.

      • heinz

        @mannik
        Kalendarischer Unterschied? Glauben, Sie, dass die Ansteckungsgefahr im Dezember geringer ist? Alle Virologen fürchten gerade den Herbst/ Winter, da niedrige Temperaturen die Ausbreitung von Viren begünstigen und das Immunsystem der meisten Menschen in der kalten Jahreszeit schwächer ist.

        • mannik

          Nein, mit kalendarischer Unterschied meinte ich, dass die EM und das Oktoberfest früher stattfinden hätten sollen und die Organisatoren bei der Entscheidung Abhalten/Nicht abhalten sehr unter Zeitdruck standen. Der Christkindlmarkt kann eher auf eine Besserung der Situation hoffen.

      • besserwisser

        und das oktoberfest findet statt?

    • summer

      @heinz
      Sie sind einfach nur naiv. Die großen Menschenansammlungen mögen zwar für manche WM stimmen, aber offenbar haben sie noch nie kleinere besucht, die eben ganz ohne diese Massen auskommen.

      • heinz

        @summer
        Wer naiv ist, wird sich noch herausstellen.
        Anscheinend sind Sie noch nie auf dem Bozner Weihnachtsmarkt gewesen, meinetwegen auch in Meran oder Brixen. Die Städte quellen in der Zeit über wie nie sonst im Jahr. Und das soll mit der Pandemie verträglich sein? Warum wurden dann alle Sommerfeste und Konzerte abgesagt?

        • summer

          @heinz
          Mit Bozen und Meran haben Sie Recht, da war ich am WE noch nie, Brixen und Bruneck schon. Da ist während der Woche kein Problem, am WE müssten halt die Zugänge etwas reguliert werden. Wobei ich ohnehin glaube, dass die 4ucksacktouristen heuer weit weniger sein werden, als in den letzten Jahren.
          Kleine WM werden heuer sicherlich besser besucht werden, weil social distancing leichter ist.
          Und was zu den Sommerfesten zu sagen ist: das Problem liegt in der Verabreichung von Speisen und Getränken, das wird sicherlich problematisch werden für die WM heuer, aber bei entsprechender Genauigkeit nicht unmöglich. McDonalds haben ja auch geöffnet in ganz Europa.
          Und wenn Sie meinen, dass Sie bezüglich Naivität noch was rausstellen wird, nur soviel: sperren Sie sich halt ein, damit Sie ja kein Covid-19 einfangen. Ich lasse mich nicht mehr einsperren, dafür trage ich Maske und halte die Hygienevorkehrungen ein, weil mir bewusst ist, dass es zu keiner 2. Welle kommen darf. Und ansonsten: Wer ist der Mensch, der sein Leben liebt und den Tod so fürchtet?
          Zu Tode fürchten, ist auch gestorben.

  • watschi

    ja bitte, falls die zahlen dann aber wieder rapide steigen, soll der, der den klingelingeling markt zulässt, dafür die verantwortung tragen und die kosten übernehmen

  • echnaton

    Alle Weihnachtsmärkte her aussetzen, würden allen gut tun …

    • mannik

      Und dann motzen, dass die Wirtschaft abgewürgt wird? Der Christkindlmarkt ist nicht mal so wegen dem Markttreiben selbst interessant, sondern als Multiplikator für die übrige Wirtschaft. Das war im Grunde der Hintergedanke, als der Markt Anfang der 90er ins Leben gerufen wurde.

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