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Es geht wieder los

Nach über vier Monaten Zwangspause steht für den FC Südtirol am Sonntag das bisher wichtigste Match der Saison an. Zu Gast im Brixner Stadion ist Triestina.

Es geht wieder los! 132 Tage nach dem letzten offiziellen Match, steigt der FC Südtirol am Sonntag, 5. Juli ins Playoff-Geschehen ein. Im Rahmen der zweiten Runde der Aufstiegsspiele 2019/20 treffen Kapitän Hannes Fink & Co. zuhause auf Triestina. Aufgrund der laufenden Umbauarbeiten im Drusus-Stadion, steigt die Playoff-Begegnung im Brixner Stadion – Sportzone Süd. Der Anpfiff der Partie, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, erfolgt um 20 Uhr.

DIE AUSGANGSLAGE Da die Weißroten vor Meisterschaftsabbruch den 4. Tabellenplatz belegten, sicherten sie sich das Recht, die erste Playoff-Runde zu überspringen und die zweite im heimischen Stadion zu bestreiten. Das Reglement sieht dabei vor, dass die Heimmannschaft sowohl mit einem Sieg, als auch mit einem Unentschieden, in die nationale Playoff-Phase aufsteigt.

Gegner Triestina, der zu Beginn der Meisterschaft zu den heißesten Titelanwärtern zählte, beendete die reguläre Meisterschaft auf Rang 8 und wäre im ersten Turnus der Aufstiegsspiele bei Piacenza zu Gast gewesen. Da die „Wölfe“ jedoch auf die Playoff-Teilnahme verzichteten, gewann Triestina die Begegnung am grünen Tisch.

Dass der FC Südtirol am Sonntag auf die Hafenstädter trifft, ist seit Dienstagabend bekannt. Da der Tabellenfünfte Padua gegen Sambendettese die Oberhand behielt (0:0), sind die Paarungen für die zweite Playoff-Runde der Gruppe B wie folgt ausgefallen: FC Südtirol (4.) vs. Triestina (8.) und Padua (5.) vs. Feralpisalò (6.).

DAS PERSONAL Coach Stefano Vecchi muss gegen Triestina einzig auf den Langzeitverletzten Gianluca Turchetta (Kreuzbandriss) verzichten. Neu im Kader ist hingegen Mittelfeldspieler Vittorio Fabris, der Ende März vom FC Südtirol engagiert wurde.

DER GEGNER – VEREINSGESCHICHTE Die „Unione Sportiva Triestina Calcio“ entstand am 18. Dezember 1918 aus der Fusion der Vereine Trieste Football Club und Circolo Sportivo Ponziana Trieste.

Im Jahr 1921 nahm der Verein zum ersten Mal an der 3. Liga teil. Der erste Auftritt in Italiens zweiter Spielklasse (Kreis Nord) geht hingegen auf die Saison 1924/25 zurück. Im Jahr 1929 wurde die Serie A reformiert. Um eine Meisterschaft mit 16 Teams auf die Beine zu stellen, wurde Triestina vom Verband in die erste Liga befördert.

Das beste Resultat der Vereinsgeschichte ist der Vize-Italienmeistertitel der Saison 1947/48, als sich das Team um Coach Nereo Rocco am Ende nur hinter dem „Grande Torino“ im Klassement wiederfand.

Im Jahr 1994 musste die Triestina neugegründet werden. Doch nach neun aufeinanderfolgenden Serie B-Meisterschaften (2002-2011) war der Verein gezwungen, ein weiteres Mal von Null zu beginnen. Es folgten dunkle Jahre für die „Unione“, die bis in die regionale Oberliga abstieg. Der Weg zurück in den Profifußball begann im April 2016, als der nach Australien ausgewanderte Mario Biasin die Quoten seines Heimatvereins erwarb.

DER GEGNER – MEISTERSCHAFT Im Laufe dieser Saison wurde Triestina von drei verschiedenen Übungsleitern gecoacht. Massimo Pavanel, der die „Alabardati“ im letzten Jahr bis ins Playoff-Finale führte, wurde nach fünf Spieltagen entlassen. Auf ihn folgte Interim-Coach Nicola Princivalli, der für insgesamt vier Matches die Geschicke des Teams leitete. Seit dem 10. Spieltag steht der erfahrene Carmine Gautieri an der Seitenlinie der Triester.

Bis zum Lockdown fuhr Triestina 40 Punkte in 27 Spielen ein (12 Siege, vier Unentschieden und 11 Niederlagen). Der von der Lega Pro entwickelte Algorithmus rechnete für die Hafenstädter Platz 8 im Endklassement aus. Die Tordifferenz stand vor Meisterschaftsabbruch bei 36:32.

STATISTIKEN Das Durchschnittsalter von Fischnaller & Co. liegt bei 24,8 Jahren. Mit 43 erzielten Treffern stellt der FC Südtirol den drittstärksten Angriff der Gruppe B. Wenn man nur die Rückrunde berücksichtigt, durfte kein Team öfters als der FCS jubeln (15). Top-Torjäger der Südtiroler ist Simone Mazzocchi (10), während die Assist-Krone Fabian Tait zusteht. Die Jungs von Coach Vecchi wurden insgesamt 43 Mal verwarnt. Platzverweise gab es für den FC Südtirol nur zwei.

Das Durchschnittsalter von Triestina liegt bei 27,6 Jahren. Im Schnitt erzielen die Hafenstädter 1,33 Treffer pro Spiel, wobei Pablo „El Diablo“ Granoche mit acht Toren der Top-Torjäger des Teams ist. Die meisten Torvorlagen gaben Andrea Procaccio und Andrea Scrugli (jeweils 4). Die Schiedsrichter zeigten den Triestina-Spielern insgesamt 78 Mal den gelben Karton, während es in 12 Gelegenheiten zu einem Platzverweis kam. In den letzten fünf Matches vor dem Lockdown fuhr Triestina 11 Zähler ein (3 Siege und 2 Unentschieden).

DIE BILANZ Bisher gab es sieben offizielle Begegnungen zwischen dem FC Südtirol und Triestina: drei Siege, drei Unentschieden und eine Niederlage, so die Bilanz aus der Sicht der Weißroten. Das letztjährige Match in Südtirol (Saison 2018/19) endete mit einem 2:0-Erfolg für die Hausherren, während das Hinspiel dieser Saison zu Gunsten von Triestina ausfiel (1:0).

DIE „EX“ DES SPIELS Mit Mirco Petrella und Marco Beccaro hat der FC Südtirol zwei ehemalige Triestina-Akteure im Kader. Der quirlige Angreifer spielte von 2017 bis 2019 für die Hafenstädter und erzielte in 68 Einsätzen 15 Treffer (7 Torvorlagen). Marco Beccaro wechselte im Sommer 2018 nach Triest, wo er es in eineinhalb Jahren auf insgesamt 48 Einsätze, drei Treffer und fünf Assists brachte.

Der einzige „Ex“ in den Reihen von Triestina ist Goalie Daniel Offredi. Der 32-jährige aus Bergamo hütete von Juli 2017 bis Januar 2019 den Kasten der Südtiroler (55 Einsätze).

DER SCHIEDSRICHTER Die Leitung der Playoff-Begegnung wurde Daniele Paterna anvertraut. Der Referee aus der Sektion Teramo pfeift seit 2015 in der 3. Liga und kam in der diesjährigen Saison 14 Mal zum Einsatz. Als seine Assistenten sind Emanuele Daisuke Yoshikawa und Giorgio Rinaldi im Einsatz, während Cristian Cudini die Rolle des 4. Offiziellen einnimmt.

ÜBERTRAGUNG UND BERICHTERSTATTUNG Das Match wird live auf der Online-Plattform elevensports.itübertragen. Um sich das Spiel in Echtzeit ansehen zu können, muss ein Mini-Abo zu 4,99€ unterzeichnet werden.

Weiters kann die Begegnung im Live-Ticker des FC Südtirol (fc-suedtirol.com) und in jenem von SportNews (sportnews.bz) verfolgt werden.

Die Wiederholung der Partie wird am Montag und am Dienstag (6. und 7. Juli) um 21 Uhr auf Video 33 ausgestrahlt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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