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„Schadet den meisten“

Der Bezirksausschuss Eisacktal/Wipptal spricht sich dafür aus, die Schließung der Handelsbetriebe an Sonn- und Feiertagen zu verlängern. Doch dem dürften nicht alle Mitglieder zustimmen.

von Markus Rufin

Mit Juni endet die Verpflichtung die Handelsbetriebe an Sonn- und Feiertagen zu schließen. Somit können jene Geschäfte, die es wollen, am 5. Juli wieder öffnen.

In großen Teilen Südtirols sieht man aber gerade jetzt die Zeit gekommen, die Sonn- und Feiertagsschließung wieder verpflichtend einzuführen. Vor allem der Handels- und Dienstleistungsverband tut sich hierbei hervor.

Auch der hds-Bezirksausschuss des hds Eisacktal/Wipptal fordert nun in einer Aussendung die politischen Vertreter in Rom dazu auf, sich für die Schließung einzusetzen. Das Land solle dazu die Kompetenzen einfordern.

Der Bezirksausschuss stellt diese Forderung stellvertretend für den gesamten Bezirk. Dabei wird aber ein Ort ganz bewusst übergangen. Am Brenner sind die Kaufleute nämlich anderer Meinung. Dort bevorzugt man die Sonntagsöffnung.

So sagte Bürgermeister Franz Kompatscher bereits letzte Woche der TAGESZEITUNG, dass die Sonntagsöffnung wichtig für die Angestellten und Besitzer der Handelsbetriebe am Brenner ist. Das hängt insbesondere mit dem Outlet Center Brenner zusammen. Dieses zieht die meisten Kunden am Wochenende an, da es sich vorwiegend um Touristen handelt. Die Kunden bleiben aber nicht nur im Outlet Center, sondern kaufen auch in anderen Geschäften in der Nähe ein.

Bleibt das Outlet Center geschlossen fehlt es also auch den kleinen Betrieben am Brenner an Einnahmen. Das weiß auch Bezirkspräsident Hartmut Überbacher, der betont: „Es handelt sich hierbei um absolute Ausnahmen. Das Twenty in Bozen und das Outlet Center am Brenner sind nahezu die einzigen, die die Öffnung fordern. Diese verzerren aber auch den Wettbewerb.“

 

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