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„Generationen“

Auf Facebook und YouTube wurden  die 16 Siegerprojekte der Ausschreibung „Generationen“ vorgestellt.

Die Spannung vor der Verkündung der Ergebnisse der Ausgabe 2020 der Ausschreibung Generationen war groß. Bereits die beachtliche Anzahl an eingereichten Projekten (77, doppelt so viele als im Vorjahr) ließ erkennen, wie viele Erwartungen in diese Ausschreibung gesteckt werden. Die Sozialgenossenschaften Young Inside und Inside, die die Ausschreibung mit der Unterstützung der Autonomen Provinzen von Bozen und Trient und der Autonomen Region Trentino-Südtirol organisieren, haben sich in diesem Sinne bemüht, auf alle Gebiete einzugehen. In Absprache mit den Partnerkörperschaften haben die Veranstalter daher beschlossen, die hohe Qualität der Vorschläge zu belohnen und die Ressourcen der Ausschreibung zu erhöhen, um nun 16 Projekte finanzieren zu können.

Dieser Frühling war aufgrund des Covid-19-Notstandes für uns alle eine schwere Zeit. Die Pandemie hat unser Leben verändert und sich auch auf die Tätigkeit der Menschen, Vereine, Genossenschaften und anderen Einrichtungen niedergeschlagen, die sich in unserer Region um Möglichkeiten der Weiterentwicklung und gemeinsame Ziele der Gesellschaft kümmern. Daher ist es nun das Ziel der Ausschreibung, genau diese Menschen in ihrem Neustart zu unterstützen.

In den eingereichten Projekten geht es aber nicht nur um Covid. Es wurden auch viele andere Themen unter dem Aspekt der „Regeneration“ angesprochen: Territorium, Umwelterziehung, Musik, alte Berufe, Kunst, Übergang zum Erwachsenenalter, Sport. Noch nie wurden bei der Ausschreibung so viele Bereiche behandelt wie bei der heurigen Ausgabe.

Für die regionale Kommission war es keine leichte Aufgabe, 16 Sieger unter den Teilnehmern zu ernennen. Wie in den letzten Ausgaben sind die Projekte in drei Kategorien unterteilt: regionale Projekte mit Zusammenarbeiten zwischen Einrichtungen aus dem Trentino und aus Südtirol; landesweite Projekte mehrerer Einrichtungen aus derselben Provinz und Einzelprojekte, die von einem einzelnen Subjekt (Verein, Genossenschaft, informelle Gruppe usw.) eingereicht werden.

DIE SIEGERPROJEKTE

Siegerprojekte der ersten Kategorie (regionale Projekte) sind die Projekte „Coordinate rigeneranti“ und „MOU – Narrazioni di una MOntagna comUne“. Das erstgenannte Projekt wurde vom Verein Magari aus Bozen in Zusammenarbeit mit Brave New Alps und dem Diverse Economies Resource Fund erstellt. Ziel des Projektes ist es, Covid-19 mit einem Bestand an Wissen, Ressourcen und Mitteln zu bekämpfen, welche den einzelnen Personen, Gruppen und Vereinen zur Verfügung gestellt werden. Das zweite Projekt von Infiorescenze aus Ala und der Genossenschaft 19 aus Bozen startet mithilfe kleiner Geschichten der Einwohner eine gemeinsame Erzählung über das lessinische Gebiet.

Elf Projekte wurden hingegen in der Landeskategorie eingereicht: sechs aus dem Trentino und fünf aus Südtirol.
Für die Provinz Trient: „
Broilo – Mangiare con le mani“ der informellen Gruppe UTEMAA und der Stiftung Fondazione Cassa Rurale Val di Non, BIM dell’Adige, APT Val di Non, Comunità di Valle und Gemeinde Predaia; „reMoto“ der Pro Loco von Sagron Mis mit dem Kulturverein CampoSaz aus Trient, Stiftung Riusiamo l’Italia von Novara und Verein Laboratorio di Sagron Mis; „Co-vi-d: come vivere domani? Percorsi tra dialogo ed espressione creativa“, von Jonas Trento mit dem Kunststudio Andromeda; „Dove si Crea XL“, von Impact Hub Trentino – Alto Adige, mit der Gemeinde Trient, dem Kulturverein Smarmellata aus Arco, dem Piano giovani della Bassa Valsugana e Tesino und von Rovereto; „N.VI.A.TE. Una comunità in cammino“, des Vereins Selva Green mit der Pro Loco von Grigno; „Ledro Land Art Project: primi passi verso un’impresa culturale giovanile tra arte e natura in Valle di Ledro“ der Genossenschaft Sole mit den Vereinen Encontrarte von Pieve di Ledro, l’Alveare von Croviana, Il Masetto aus Folgaria und Pro Loco von Bezzecca.
Für Südtirol: „
We act – We do – We change“ von Fridays For Future Bolzano mit dem Jugenddienst Bozen-Land; „Gen.Z 4 BZ — Urban play per la rigenerazione urbana“, von Daria Shmitko und Emilio Grazzi mit der Genossenschaft Studio Comune von Bozen; „San Vigilio In(ter)Vista“ von Upad mit dem Stadtviertelbeirat St.-Vigil-Platz und Urania Meran; „Mo‘ Cambierà“, von I-Moka Bozen mit Coop Eureka; „PlaceOff“ der Genossenschaft Edu.Art von Bozen mit dem Gymnasium „Giovanni Pascoli“, La Strada – Der Weg onlus und Medialab Gen.

Zudem wurden drei Einzelprojekte ausgewählt. Dazu gehören die Bozner Projekte „Message in the Bottle“ und „Se questo muro potesse parlare“. Das Projekt der informellen Gruppe Team Base Zero behandelt die Wiederentdeckung der Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehung zur Zeit des Coronavirus; das Projekt der Gruppe Outbox hat hingegen die Ausführung großer Murales im Stadtviertel Don Bosco zum Gegenstand. Schließlich geht es noch im Projekt aus der Val Rendena „Memorie e luoghi dell’alta Val Rendena: generazioni a confronto“ um den Versuch der Sozialgenossenschaft Incontra, ein kollektives Gedächtnis zu schaffen.

 

VORSTELLUNG DER PROJEKTE

Die Siegerprojekte wurden heute Vormittag in Live-Übertragung auf Facebook und YouTube im Beisein der Landesräte Giuliano Vettorato und Mirko Bisesti in Vertretung der Autonomen Provinzen von Bozen und Trient vorgestellt.

Dazu Alessandra Benacchio, Leiterin des Projektes: «Generationen nennt die Ausschreibungsprojekte „Percorsi“; der Grundgedanke ist dabei, dass kleine und große Aktionen zusammen ein Netzwerk bilden – wie ein Wegenetz, das wir gemeinsam beschreiten können. Wege der Kultur, die Orte durchqueren und Personen kontaminieren».

Anschließend folgte die Wortmeldung von Emmanuele Curti. Curti ist Archäologe und Kulturmanager. Letztes Jahr betreute er Matera 2019 – Capitale europea della cultura und ist eine der bewegenden Kräfte von „Lo Stato dei luoghi“, einem nationalen Netzwerk für die Regeneration von Städten durch Kultur, das in den letzten Monaten auch die Errichtung des „Alfabeto Pandemico“ gefördert hat. Curti betonte in der Übertragung, wie es den ausgewählten Projekten gelungen sei, «das Konzept der „Re-Generation“ auf völlige neue Weise anzugehen und eine neue Beziehung zwischen Generationen zu schaffen». Und: «Der Aufruf der Gebiete, die sich an der Ausschreibung beteiligt haben, ist eindeutig: Wir müssen heute neuegemeinschaftliche Beziehungen knüpfen, die sich auf neue Berichterstattungen stützen, gemeinsame Freiräume erschaffen und zu einer neuen wirtschaftlichen Dimension beitragen».

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