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Soziale Millionen

68 Projekte im Bereich soziale Inklusion können in Kürze starten. 13 Millionen Euro an ESF-Mitteln werden dafür bereitgestellt.

Der Aufruf zur Einreichung von Bildungsprojekten der Achse II – Soziale Inklusion vom vergangenen Dezember zielt auf die Erleichterung der Integration von Personen ab, die aufgrund von bestimmten Benachteiligungen Schwierigkeiten beim Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Interessierte Projektträger hatten bis zum 28. Februar Zeit, ihre Projekte zu präsentieren.

Von den insgesamt 77 eingereichten Projekten wurden nun Ende Mai 68 Projekte für förderwürdig erklärt. Das dafür notwendige Gesamtvolumen von 13 Millionen Euro übersteigt die ursprünglich verfügbare Summe von sechs Millionen Euro allerdings deutlich. „Aufgrund der besonderen Situation durch die Coronavirus-Pandemie haben wir daher beschlossen, alle 68 Projekte zu fördern, um besonders schwächeren gesellschaftlichen Gruppen zur Seite stehen zu können“, erklärt die für Europaagenden zuständige Abteilungsdirektorin Martha Gärber.

Fast 800 Zielpersonen

Die genehmigten Bildungsprojekte richten sich an 789 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, darunter Migranten, einer gerichtlichen Maßnahme unterliegende Personen und Haftentlassene, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen, Opfer von Gewalt, Verschleppung oder schweren Formen der Ausbeutung, Personen ohne festen Wohnsitz, Angehörige anerkannter ethnischer Minderheiten und Zivilinvaliden. 37 der 68 Bildungsprojekte haben Migranten zur Zielgruppe, zehn Projekte Menschen mit Beeinträchtigung.

Um deren Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, zielen die Projekte darauf ab, praktische Kompetenzen zu stärken: So werden Näh-, Koch- und Reparaturkurse, Kurse im Bereich Weinbau, Gärtnerei, Logistik und Buchhaltung angeboten ebenso wie Kurse im Bereich Pflegedienste, Portier- und verschiedenste Reinigungsdienste. Kurse für Migranten sehen neben der Vermittlung beruflicher Kompetenzen immer auch verpflichte Spracheinheiten vor.

Projekte auch im Lockdown fortgesetzt

Zahlreiche, mit EU-Mitteln finanzierte Bildungsinitiativen wurden auch während des Lockdowns fortgesetzt, berichten die Verantwortlichen für ESF-Projekte des Landes. Im Zeitraum April und Mai 2020 wurden bei mit Teilnehmer-Anwesenheit begonnenen Projekten nahezu 9000 Bildungsstunden über verschiedene digitale Kanäle durchgeführt. 500 Personen ist dies zu Gute gekommen, darunter Beschäftigte in Landesbetrieben, nicht erwerbstätige und arbeitslose Frauen, nicht Erwerbstätige und Arbeitslose über 45 und Langzeit-Beschäftigungs- und Arbeitslose.

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