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„Situation ist nicht mehr tragbar“

Die Lebenshilfe betont: Menschen mit Beeinträchtigung und deren Familien dürfen nicht vergessen werden.

von Eva Maria Gapp

„Unsere Geduld ist am Ende“, betont Martina Pedrotti von der Lebenshilfe. So könne es nicht mehr weitergehen: „Eltern von Kindern mit Beeinträchtigung kommen an ihre Grenzen. Ich verstehe, dass man anfangs alle Wohnheime für die Außenwelt geschlossen hat, um die Menschen zu schützen, doch mittlerweile ist das nicht mehr tragbar. Eine Mutter hat mir erzählt, dass sie ihren Sohn seit über zwei Monaten nicht mehr gesehen hat. Das kann nicht sein.“ Sie fügt hinzu: „Diese Menschen bleiben isoliert, sie dürfen teilweise nicht einmal die Einrichtung verlassen, um einen Kaffee trinken zu gehen oder einen Spaziergang zu machen. Viele fühlen sich allein gelassen.“

Und das sei nicht das einzige Problem: „Dadurch dass Kindergärten, Schulen und Kitas, aber auch die teilstationären Dienste im März schließen mussten, wurden und werden nach wie vor die meisten Menschen mit Beeinträchtigung zu Hause betreut. Es gibt Eltern, die sagen, sie können nicht mehr. Sie sind monatelang nur zu Hause und haben keine Zeit mehr für sich selbst.“

Ein weiteres großes Problem sind laut Pedrotti die Sommeraktivitäten. Denn bis dato gebe es noch immer keine rechtlichen Grundlagen für die Durchführung: „Eigentlich sind bereits zahlreiche Freizeit- und Urlaubsangebote, wie zum Beispiel Meeraufenthalte, Urlaub in den Bergen oder Städtereisen geplant. Wir wissen aber bis dato nicht, ob diese überhaupt stattfinden dürfen und in welcher Form.“ Pedrotti könne dies nicht nachvollziehen: „Wir haben jetzt Anfang Juni und noch immer liegen uns keine konkreten Informationen und Bestimmungen auf dem Tisch. Wir und auch die Eltern haben keine Planungssicherheit. So kann es nicht mehr weitergehen…

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Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (2)

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  • wurzelsepp

    Diese Familien haben leider keine Lobby.

    Unsere Politik sollte sich wirklich dringend die Anliegen dieser Familien kuemmern und schnelle Loesungen finden.

  • olle3xgscheid

    Es einzige ist so weit es geht sich selbst zu organisieren!!! Ist leider so ( schreibe als Betroffener) ! Zeit für sich selbst muss und kann Mann/ Frau einteilen weil das schon vor Corona ein Thema ist/war. Wenn schon Hilfe kommt dann von ganz oben 😉

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