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„Eltern nicht belasten“

Die Gemeinde Neumarkt wird im heurigen Sommer in Zusammenarbeit mit dem Jugenddienst Unterland einen Sommerkindergarten anbieten. Die Verwaltung ist zuversichtlich, dass alle Kinder untergebracht werden können.

von Markus Rufin

Die Nachricht über den Ausfall des Sommerkindergartens hat für viele Eltern für Verzweiflung gesorgt, denn dadurch haben sie ihre sichergeglaubte Sommerbetreuung verloren. Allerdings springen nun viele Gemeinden in die Bresche und bieten Ersatz.

Auch in Neumarkt ist das so. Dort ist es der Gemeinde gelungen, in Zusammenarbeit mit dem Jugenddienst Unterland einen Sommerkindergarten auf die Beine zu stellen. Wie üblich organisiert der Jugenddienst parallel dazu auch eine Sommerbetreuung für Grundschüler.

Insbesondere deshalb war es zeitweise nicht klar, ob der Dienst auf die Beine gestellt werden kann, erklärt die zuständige Referentin Karin Jost: „Die Haupttätigkeit des Jugenddienstes ist eigentlich die Sommerbetreuung, dort ist er auch ziemlich ausgelastet. Der Sommerkindergarten stellt eine zusätzliche Belastung dar, daher gab es einige Überlegungen. Letztendlich haben die Präsidentin Barbara Postinghel und Geschäftsführer Michael Nußbaumer zugesagt. Sie sind sehr zuvorkommend.“

Der Sommerkindergarten wird in Neumarkt über sieben Wochen von Mitte Juni bis Mitte August angeboten. Um die vorgeschriebenen Vorgaben zu erfüllen, wird es Gruppen zu je fünf Kindern geben. Die Anmeldungen laufen noch bis 7. Juni.

Bereits erfolgte Anmeldungen, bisher gab es 50 davon, müssen erneut getätigt werden. Allerdings wird den Eltern die neue Einschreibung an den Jugenddienst geboten.

Wie viele Anmeldungen es letztlich werden, wird sich noch zeigen, Jost rechnet aber damit, dass sich rund 40 Kinder anmelden werden. Das bedeutet aber auch, dass Gemeinde und Jugenddienst deutlich mehr Personal brauchen.

Die Suche danach hat laut der Referentin aber bereits begonnen: „Die Personalsuche läuft gut. Wir haben bereits einen großen Teil gefunden. Vor allem handelt es sich um Studenten und Freiwillige vom Kindergartenpersonal. Ich bin daher zuversichtlich, die Nachfrage decken zu können.“ Die Schulung für das Personal übernimmt Kindergartenleiterin Melanie Pöhl.

Der Betreuungsdienst könnte aber bei noch mehr Interesse auch ausgebaut werden. „Sollten deutlich mehr Anmeldungen als erwartet eintreffen, können wir auf die Räumlichkeiten des italienischen Kindergartens zurückgreifen. Wir schätzen aber, dass es das nicht benötigt wird“, erklärt Karin Jost.

Wichtig ist es der Gemeindeverwaltung auch, den Eltern keine zusätzlichen Kosten aufzuhalsen. Daher belaufen sich die Kosten auf genau dieselbe Somme, wie jene des Landes-Sommerkindergartens. Die Kosten für Personal und Küche wird teilweise die Gemeinde übernehmen.

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