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Die zehn Leitplanken

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Nach vollständiger Einstellung des Sportbetriebs der Freizeit- und Breitensport wieder ermöglicht werden kann. Die Regeln.

Nach vollständiger Einstellung des Sportbetriebs und Schließung aller Sportstätten aufgrund der Corona-Pandemie begrüßt deshalb der VSS, dass unter bestimmten Vorkehrungen der Startschuss zur Rückkehr in den Vereinssport gegeben und der Freizeit- und Breitensport, ein gezieltes Training, ja der Sport ganz allgemein wieder ermöglicht werden kann.

„Der eingeschlagene Weg zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist erfolgreich, sollte fortgesetzt und mit Umsicht an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst wer- den.

Der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung muss unverändert Priorität haben,“ so der Obmann des VSS, Günther Andergassen. Das Einhalten eines Regelwerks und ein hohes Maß an Disziplin sind dem Sport immanent und werden dafür sorgen, dass mit Hilfe von Übergangsregeln zum Sportbetrieb und ihrer konsequenten Anwendung das

Ansteckungsrisiko minimiert wird.
Der organisierte Sport in Südtirol ist bereit, erste vorsichtige Schritte ins vereinsbasierte Sporttreiben zu setzten und einen verantwortungsvollen Wiedereinstieg zu wagen. Ein erster Schritt der Lockerung sollte insbesondere für Bewegungsangebote im Freiluftbereich gelten. Auf diesem Weg will sich der Südtiroler Sport an ein Paket aus Leitplanken und sportartspezifischen Regeln orien- tieren.

Unstrittig ist dabei, dass beim „neuen“ Sporttreiben viele gewohnte Aktivitäten und Wettkampffor- mate vorübergehend unterbleiben müssen. Dies gilt sowohl für die konkrete Ausübung der Sport- arten, aber auch für das soziale Miteinander im Umfeld des aktiven Sports. Die Lust an der Bewe- gung, die Freude an der frischen Luft und das Gemeinschaftserlebnis (auf Distanz) stehen im Vor- dergrund. Hier setzen wir auf die wertvolle Organisationsfähigkeit und die hohe Eigenverantwor- tung bei Sportler/-innen, Trainer/-innen und Verantwortlichen im Verein

Seitens des Sports können wir mit bewährten Strukturen und den unzähligen Verantwortungsträ- ger/-innen einen wertvollen Teil dazu beitragen, dass Südtirol wieder in Bewegung kommt und den vielen Menschen in unserem Land wieder Zugänge zu dem für das physische, psychische und soziale Wohlbefinden so wertvollen Sporttreiben in ihren Vereinen ermöglichen.

„Dabei sind wir uns der besonderen Chancen und Risiken bewusst und werden deshalb stets nach der Maxime handeln, dass Infektionsrisiken so weit wie irgend möglich minimiert werden, um die Verbreitung des Corona-Virus nicht zu begünstigen und somit unserer gemeinsamen Verantwortung weiterhin gerecht werden“, sagt der Obmann des VSS. Und er fügt hinzu:

„Wir haben in den vergangenen Wochen mit Freude festgestellt, wie solidarisch, besonnen und wertebasiert sich die Sportgemein- schaft verhalten und die doch einschneidenden Maßnahmen vorbildlich umgesetzt hat.“ Mit dem Angebot eines nunmehr an die besondere Situation angepassten Sportangebots mit „Abstand“ wollen wir das Vertrauen in die Selbstorganisation des Sports stärken.

Gerade der Sport wird ein unverzichtbarer Bestandteil zur Rückkehr in eine bewegte und auf Gemeinschaft orientierte Gesellschaft sein, so der VSS.

Der Appell an alle Sporttreibenden lautet: Halten Sie sich an die Regeln, bewahren Sie Abstand und helfen Sie – wenn es Ihnen irgendwie möglich ist – anderen Menschen, die sich nicht selbst helfen können.

Als Orientierung scheinen uns die zehn Leitplanken des Deutschen Olympischen Sport- bundes (DOSB) sehr hilfreich zu sein. Der VSS darf sie mit ausdrücklicher Genehmigung des DOSB verwenden und weiterempfehlen.

Die zehn Leitplanken des DOSB

Distanzregeln einhalten
Ein Abstand von mindestens 3 Metern (in Südtirol) zwischen den anwesenden Personen trägt da- zu bei, die Übertragungswahrscheinlichkeit von Viren deutlich zu reduzieren. Auf Grund der Bewe- gung beim Sport ist der Abstand großzügig zu bemessen. Die Steuerung des Zutritts zu den Sportanlagen sollte unter Vermeidung von Warteschlangen erfolgen.

Körperkontakte müssen unterbleiben
Sport und Bewegung sollten kontaktfrei durchgeführt werden. Auf Händeschütteln, Abklatschen, in den Arm nehmen und Jubeln oder Trauern in der Gruppe wird komplett verzichtet. Die Austragung von Zweikämpfen, z. B. in Spielsportarten, sollte unterbleiben. In Zweikampfsportarten kann nur Individualtraining stattfinden.

Mit Freiluftaktivitäten starten
Sport und Bewegung an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen und privaten Freiluftsportanlagen erleichtern das Einhalten von Distanzregeln und reduzieren das Infektionsrisi- ko durch den permanenten Luftaustausch. Spiel- und Trainingsformen sollten, zunächst auch von traditionellen Hallensportarten, im Freien durchgeführt werden.

Hygieneregeln einhalten
Häufigeres Händewaschen, die regelmäßige Desinfektion von stark genutzten Bereichen und Flä- chen sowie der Einsatz von Handschuhen kann das Infektionsrisiko reduzieren. Dabei sollten die Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen bei gemeinsam genutzten Sportgeräten besonders kon- sequent eingehalten werden. In einigen Sportarten kann der Einsatz von Mund-Nasen- Schutzmasken sinnvoll sein.

Vereinsheime und Umkleiden bleiben geschlossen
Die Nutzung von Umkleiden und Duschen in Sporthallen und Sportvereinen wird vorerst ausge- setzt. Die Gastronomiebereiche bleiben geschlossen, ebenso wie die Gesellschafts- und Gemein- schaftsräume.

Fahrgemeinschaften vorübergehend aussetzen
In der Übergangsphase sollte auf die Bildung von Fahrgemeinschaften zum Training und zu Wett- kämpfen verzichtet werden. Ebenso ungeeignet ist der Einsatz von Minivans. Zudem ist auf touris- tische Sportreisen zu verzichten.

Veranstaltungen und Wettbewerbe unterlassen
Um die Distanzregeln einzuhalten, dürfen derzeit keine sozialen Veranstaltungen des Vereins stattfinden. Dies gilt sowohl für Festivitäten als auch für Versammlungen. Zudem sind jegliche Zu- schauerveranstaltungen in den Vereinen untersagt. Nicht gestattet sind zunächst auch sportliche Wettbewerbe.

Trainingsgruppen verkleinern
Durch die Bildung von kleineren Gruppen beim Training, die im Optimalfall dann auch stets in der gleichen Zusammensetzung zusammenkommen, wird das Einhalten der Distanzregeln erleichtert und im Falle einer Ansteckungsgefahr ist nur eine kleinere Gruppe betroffen bzw. mit Quarantäne- Maßnahmen zu belegen.

Angehörige von Risikogruppen besonders schützen
Für Angehörige von Risikogruppen ist die Teilnahme am Sport ebenfalls von hoher Bedeutung. Umso wichtiger ist es, das Risiko für diesen Personenkreis bestmöglich zu minimieren. Individual- training kann eine Option sein.

Risiken in allen Bereichen minimieren
Dieser Punkt ist insbesondere ein Appell an den gesunden Menschenverstand. Wenn man bei einer Maßnahme ein ungutes Gefühl hat, sich über die möglichen Risiken nicht im Klaren ist, sollte darauf verzichtet werden und alternativ eine risikofreie Aktivität gesucht werden.

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